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Beste Kliniken im Rheinland weisen 15mal weniger Komplikationen auf als die schlechteren

AOK Rheinland/Hamburg stellt ihre aktuelle Qualitätsauswertung vor.

28.11.2013

Die Qualitätsunterschiede zwischen den Krankenhäusern im Rheinland bei Knie-, Hüft- oder Gallenblasen-OP sind unverändert groß. So lautet das Ergebnis der neuesten Auswertung von 43 500 Operationen aus den Jahren 2009-2011 durch die AOK Rheinland/Hamburg. So treten im Bereich der planbaren Hüft-OP bei den Kliniken, die schlechter abgeschnitten haben, bis zu 15mal häufiger Komplikationsfälle auf als bei den besten.  Bei der Einsetzung eines künstlichen Kniegelenks erreicht dieser Faktor den Wert 13,5, während er bei der Gallenblasen-Entfernung wegen Gallensteinen bei 11,2 und bei der Hüftersatz-OP bei Hüftfraktur immer noch bei 10,1 liegt. Von den Qualitätsaussagen sollen die Versicherten vor einer OP künftig weitaus stärker profitieren als bisher.

Mit einer erprobten und jetzt nochmals verfeinerten Untersuchungsmethode, der Qualitätssicherung mit Routinedaten (QSR-Verfahren), wertete die AOK Operationsfälle von 143 Krankenhäusern zwischen Emmerich und Euskirchen aus. Überprüft wurde, wie hoch der Anteil von Komplikationen in einem Zeitraum von einem Jahr nach einem Eingriff ausfällt. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Krankheitsstatus‘ der behandelten AOK-Patienten wurden die Krankenhäuser dann für jedes Operationsgebiet bundesweit in drei Kategorien eingeteilt: In die besten 20 Prozent („überdurchschnittlich“), in die mittleren 60 % („durchschnittlich“) und in die schlechtesten 20 % („unterdurchschnittlich“).

Mit der aktuellen Auswertung sollen die AOK-Versicherten, aber auch andere Versicherte, über die Qualitätsunterschiede zwischen den vielen Kliniken im Rheinland informiert werden. Die AOK Rheinland/Hamburg nutzt die QSR-Auswertung inzwischen auch für ihr Angebot des „AOK-Klinik-Kompasses“: Für den Bereich der Hüft-OPs und nach dem Jahreswechsel auch für Knie-OPs können sich Versicherte in jeder AOK-Geschäftsstelle im Rheinland vor einem Eingriff über das gewünschte Krankenhaus gründlich informieren lassen. Die Wahl der Klinik bleibt den Versicherten aber selbst überlassen.

Bei der Information der Versicherten wird auch auf weitere Quellen der Qualitätsmessung zurückgegriffen. Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/ Hamburg mit dem Zuständigkeitsbereich Krankenhaus-Versorgung, erklärte: „Das QSR-Verfahren ist das bislang einzige Verfahren, das systematisch den weiteren Behandlungsverlauf eines Versicherten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus betrachtet und in die Qualitätsbewertung einer Klinik mit einbezieht. Gerade in diesem Nachbeobachtungszeitraum unterscheiden sich die Kliniken im Auftreten stationär behandlungsbedürftiger Komplikationen. Während z. B. im Bereich der planbaren Hüftgelenks-OPs die besten Krankenhäuser kein Komplikationsereignis hatten, weisen die schlechtesten Krankenhäuser allein nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zusätzliche Komplikationsraten bis zu zehn Prozent auf.“ Mohrmann erklärte weiter, dass damit das QSR-Verfahren eine wichtige und notwendige Ergänzung zur gesetzlichen Qualitätssicherung darstelle, die ihren Fokus bei den hier untersuchten Operationsgebieten derzeit allein auf den ersten Krankenhausaufenthalt lege. In der zusammenfassenden Betrachtung beider Qualitätsmessverfahren – der gesetzlichen Qualitätssicherung und dem QSR-Verfahren der AOK – gelange man zu aussagekräftigen Erkenntnissen, die bei der Wahl einer Klinik weiterhelfen könnten.

Im Bereich der planbaren Hüftgelenks-OP zum Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks gehörten folgende Krankenhäuser aus dem Rheinland zu den Besten* (in alphabetischer Reihenfolge nach Ort): Marienhospital Aachen, Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach, St. Josef-Hospital Bonn, Katholische Kliniken Oberberg Engelskirchen, Katholische Kliniken Essen-Nord, Dreifaltigkeitskrankenhaus Köln, Krankenhaus der Augustinnerinnen Köln, St. Elisabeth-Hospital Meerbusch, Rheintor-Klinik Neuss, Evangelisches Fachkrankenhaus Ratingen,  St. Josef-Hospital Troisdorf, LVR-Klinik für Orthopädie Viersen, Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen Würselen und Helios Klinik Wuppertal.

Bei der Einsetzung eines künstlichen Kniegelenks zählten folgende Krankenhäuser aus dem Rheinland zu den Besten* (in alphabetischer Reihenfolge nach Ort): Franziskus-Hospital Aachen, Luisenhospital Aachen, St. Hubertus-Stift Bedburg, Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Klinikum Duisburg, St. Elisabeth-Krankenhaus Geilenkirchen, St. Josefs Krankenhaus Hilden, Kliniken der Stadt Köln – Krankenhaus Merheim, St. Elisabeth-Hospital Meerbusch, Rheintor Klinik Neuss, Allgemeines Krankenhaus Viersen, LVR-Klinik für Orthopädie Viersen und St. Josef-Krankenhaus Wuppertal.

Bei der Hüftersatz-OP bei Hüftfraktur gehörten diese Krankenhäuser im Rheinland zu den Besten* (in alphabetischer Reihenfolge nach Ort): Marien-Krankenhaus Bergisch Gladbach, Gemeinschaftskrankenhaus Bonn, Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf, St. Vinzenz-Krankenhaus Düsseldorf, Universitätsklinikum Düsseldorf, Hospital zum Heiligen Geist Kempen, Krankenhaus der Augustinerinnen Köln, Krankenhaus Neuwerk „Maria von den Aposteln“ Mönchengladbach, Städtisches Krankenhaus Nettetal und Sana Krankenhaus Radevormwald.

Bei der Gallenblasen-Entfernung wegen Gallensteinen ergab die Untersuchung, dass diese Kliniken zu den Besten* zählen (in alphabetischer Reihenfolge nach Ort): Maria Hilf Krankenhaus Bergheim, Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg, Malteser Klinikum Duisburg, St.-Antonius-Hospital Eschweiler, Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel Essen, St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort, St. Vinzenz-Hospital Köln, Evangelisches Krankenhaus Mettmann, St. Josef-Krankenhaus Moers, St. Clemens Hospitale Sterkrade Oberhausen, Sana-Klinikum Remscheid, Eifelklinik St. Brigida Simmerath, Allgemeines Krankenhaus Viersen, HELIOS St. Josef-Krankenhaus Wipperfürth, Agaplesion Bethesda Krankenhaus Wuppertal, HELIOS Klinikum Wuppertal und Medizinisches Zentrum StädteRegion Aachen, Würselen.

Für ihren AOK-Klinik-Kompass setzt die AOK Rheinland/Hamburg neben den aktuellen QSR-Daten auch Daten aus der gesetzlichen Qualitätsprüfung der Krankenhäuser ein. Nach dem Jahreswechsel wird das Angebot neben Hüftoperationen auf Knie-OPs ausgeweitet. Im Mittelpunkt des Service steht eine umfangreiche Beratung zur OP-Qualität in den Krankenhäusern, die in Frage kommen. Versicherte der AOK können sich dazu in den Geschäftsstellen und im telefonischen ServiceCenter Clarimedis (24 Stunden täglich erreichbar) unter 0800 0326 326 beraten lassen.

www.aok-gesundheitsnavi.de (Krankenhaus)

*: Diese Krankenhäuser zählen im QSR-Verfahren im Verfahrensjahr 2013 (AOK-Behandlungsfälle der Jahre 2009-2011) im Gesamtergebnis zu den besten 20 Prozent im Bundesgebiet („überdurchschnittlich“) und weisen im Verfahren der gesetzlichen Qualitätssicherung im Verfahrensjahr 2011 (Behandlungsfälle des Jahres 2010) in keinem der im strukturierten Qualitätsbericht veröffentlichten Qualitätsindikatoren eine Auffälligkeit auf.

Die AOK Rheinland/Hamburg ist mit 2,9 Millionen Versicherten die siebtgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland. Das Haushaltsvolumen beträgt 7,9 Milliarden Euro. Im Rheinland und in Hamburg stehen 109 Geschäftsstellen für die Betreuung der Versicherten offen. Ein besonderer Service sind die langen Öffnungszeiten täglich von 8 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. Das telefonische AOK-Servicecenter Clarimedis ist 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr erreichbar (0800 0326 326).

AOK Gesundheitsnavi

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232