Angebot anzeigen für:
Suche bei der AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren
Kontakt zu meiner AOK Rheinland/Hamburg
Ort/Kasse korrigieren
Geschäftsstellen werden geladen ...

Beste Kliniken im Hamburg weisen siebenmal weniger Komplikationen auf als die schlechteren

Die Qualitätsunterschiede zwischen den Krankenhäusern in Hamburg bei Knie-, Hüft- oder Gallenblasen-OP sind groß.

09.12.2013

So lautet das Ergebnis der neuesten Auswertung von rund 6.800 Operationen in Hamburgs Kliniken aus den Jahren 2009-2011 durch die AOK Rheinland/Hamburg. Im Bereich der planbaren Hüft-OP treten bei den Kliniken, die schlechter abgeschnitten haben, bis zu drei mal häufiger Komplika-tionsfälle auf als bei den Besten. Bei der Einsetzung eines künstlichen Kniegelenks er-reicht dieser Faktor den sogar den Wert sieben, während er bei der Gallenblasen-Entfernung wegen Gallensteinen bei fast vier liegt. Die Hüftersatz-OP bei Hüftfraktur zeigt bei den schlechteren Kliniken doppelt so viele Komplikationen als bei den Besten. Von den Qualitätsaussagen sollen die Versicherten vor einer OP künftig weitaus stärker profitieren als bisher.

Die Untersuchungsmethode

Mit einer erprobten und jetzt nochmals verfeinerten Untersuchungsmethode, der Quali-tätssicherung mit Routinedaten (QSR-Verfahren), wertete die AOK Operationsfälle von 25 Krankenhäusern in der Hansestadt aus. Überprüft wurde, wie hoch der Anteil an Komplikationen in einem Zeitraum von einem Jahr nach einem Eingriff ausfällt. Unter Berücksichtigung des jeweiligen Krankheitszustands der behandelten AOK-Patienten wurden die Krankenhäuser dann für jedes Operationsgebiet im bundesweiten Vergleich in drei Kategorien eingeteilt: die besten 20 Prozent („überdurchschnittlich“), die mittle-ren 60 Prozent („durchschnittlich“) und die schlechtesten 20 Prozent („unterdurch-schnittlich“).
Matthias Mohrmann, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/ Hamburg, verantwortlich für das Thema Krankenhaus-Versorgung, erklärt die Vorteile dieser Methode: „Das QSR-Verfahren ist das bislang einzige Verfahren, das systematisch den weiteren Behand-lungsverlauf eines Versicherten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus betrachtet und in die Qualitätsbewertung einer Klinik mit einbezieht. Gerade in diesem Nachbe-obachtungszeitraum unterscheiden sich die Kliniken im Auftreten von Komplikationen, die stationär behandelt werden müssen. Während beispielsweise im Bereich der planba-ren Hüftgelenk-OPs die besten Krankenhäuser kein Komplikationsereignis hatten, wei-sen die schlechtesten Kliniken allein nach der Entlassung zusätzliche Komplikationsraten von bis zu 10 Prozent auf.“ Mohrmann erklärt weiter, dass damit das QSR-Verfahren ei-ne wichtige und notwendige Ergänzung zur gesetzlichen Qualitätssicherung darstelle, die ihren Fokus - bei den hier untersuchten Operationsgebieten - derzeit allein auf den ers-ten Krankenhausaufenthalt lege. In der zusammenfassenden Betrachtung beider Quali-tätsmessverfahren – der gesetzlichen Qualitätssicherung und dem QSR-Verfahren der AOK – gelange man zu aussagekräftigen Erkenntnissen, die bei der Wahl einer Klinik wei-terhelfen könnten.

Die besten Kliniken in Hamburg

Im Bereich der planbaren Hüftgelenk-OP zum Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks zählen das Asklepios Westklinikum Hamburg und die HELIOS Endo Klinik Hamburg (in alphabetischer Reihenfol-ge) zu den Besten*.

Bei der Einsetzung eines künstlichen Kniegelenks zählen folgende Krankenhäuser in der Hansestadt zu den Besten* (in alphabetischer Reihenfolge): Asklepios Westklinikum Hamburg, HELIOS Endo Kli-nik Hamburg und Schön Klinik Hamburg Eilbek.

Im Bereich Hüftersatz-OP bei Hüftfraktur darf sich das Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf zu den Besten* zählen.

Bei dem Eingriff Gallenblasen-Entfernung wegen Gallensteinen konnte sich in Hamburg keine Klinik für die Bewertung „überdurchschnittlich“ qualifiziern. 13 von insgesamt 18 betrachteten Kliniken er-reichten die Bewertung „durchschnittlich“. Die anderen fünf rangieren auf den „unterdurchschnittli-chen“ Plätzen.

Alle Ergebnisse der bundesweiten Auswertung finden Sie unter: www.aok-gesundheitsnavi.de

*: Krankenhäuser zählen im QSR-Verfahren im Verfahrensjahr 2013 (AOK-Behandlungsfälle der Jahre 2009-2011) im Gesamtergebnis zu den besten 20 Prozent im Bundesgebiet („überdurchschnittlich“) und weisen im Verfahren der gesetzlichen Qualitätssicherung im Verfahrensjahr 2011 (Behandlungs-fälle des Jahres 2010) in keinen der im strukturierten Qualitätsbericht veröffentlichten Qualitätsindi-katoren eine Auffälligkeit auf.

Für die AOK Rheinland/Hamburg haben sich über 2,8 Mio. Versicherte entschieden. Sie ist damit die siebtgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland und beschäf-tigt rund 7.9000 Mitarbbeiter. Bei einem Marktanteil von rund 20 Prozent ist sie die zweitgrößte Kasse in der Hansestadt. Ihr jährliches Haushaltsvolumen beträgt 7,9 Milliarden Euro.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse Hamburg
Antje Meyer
E-Mail: antje.meyer@rh.aok.de
Telefon: 040 2023-1401
Telefax: 040 2023-4939