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Besser aufwachsen in Hamburg:

Startschuss für Gesundheitsprogramm der AOK Rheinland/Hamburg

01.03.2012

Wenn HSV-Handballstars wie "Jogi" Bitter oder Pascal Hens zum Kindertraining beim HSV Handball auftreten, wenn der Erwerb des Schwimmabzeichens mit einer attraktiven Prämie belohnt wird oder wenn eine Informationsveranstaltung über gesundes Essen in der Familie aufklärt, dann geht es künftig in Hamburg um das neue Gesundheitsprogramm der AOK Rheinland/Hamburg für Kinder und Jugendliche. Im Mittelpunkt stehen Bewegungs- und Sportangebote in Schule und Verein, der Kontakt zum Vereinssport Handball und Informationen über konkrete Angebote für gesunde Lebensgewohnheiten für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz begleitet dieses Programm, das auch von der Behörde für Inneres und Sport sowie der Schulbehörde unterstützt wird.

Die AOK Rheinland/Hamburg verfolgt mit dieser zugleich gesundheitsorientierten wie gesellschaftspolitisch ausgerichteten Initiative konkrete Ziele: So soll u. a. die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in einem der 80 Hamburger Handballvereine spielen, um 20 Prozent von 4200 auf 5000 erhöht, die Nutzung der Kinder-Untersuchungen gesteigert und der Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen erkennbar reduziert werden.

Zu den Absichten erklärte Rolf Buchwitz, für diesen Bereich verantwortliches Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg: "Die Kinder- und Jugendgesundheit hat für uns allerhöchste Priorität. Gesund aufwachsen zu können, ist ein wichtiges Gut, während andererseits Gesundheitsstörungen im Kindes- und Jugendlichen-Alter das Risiko für weitere Erkrankungen im Erwachsenen-Alter erhöhen. Spaß an der Bewegung und am Sport im Verein und die Aufklärung über einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung spielen die größte Rolle – hier wollen wir neue Akzente setzen." Das Programm richtet sich an Kinder im Alter von 0 bis 18 Jahren und deren Eltern, die bei der AOK Rheinland/Hamburg versichert sind, an Schüler im Rahmen der Initiative "Fit durch die Schule" sowie an Kinder ohne Vereinszugehörigkeit, die zum Handballsport oder generell zum Sport in einem Verein bewegt werden sollen.

Cornelia Prüfer-Storcks, Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz, betonte: "Obwohl viele Kinder und Jugendliche in Hamburg täglich körperlich aktiv sind, brauchen wir weitere Initiativen, damit es noch mehr werden. Unser Ziel ist, dass es für Kinder selbstverständlich und normal ist, sich täglich mehr als eine Stunde zu bewegen. Kitas, Schulen, Vereine, aber auch Eltern sollten dazu möglichst viele Gelegenheiten bieten, die auch Spaß machen. Deshalb begrüße ich alle Ansätze, die Kinder dazu motivieren, sich gerne und auf gesunde Weise im Alltag zu bewegen und körperlich aktiv zu sein. Bewegung ist für eine gesunde Entwicklung der Kinder und für ihre Lebensfreude und Leistungsfähigkeit sehr wichtig. An diesem Ziel müssen alle mitwirken."

Auf medizinische Aspekte einer Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche wies Dr. Stefan Renz, Vorsitzender des Landesverbandes der Kinder- und Jugendärzte Hamburg, hin: "Wir stellen bei einem deutlichen Teil der Kinder und Jugendlichen motorische Schwächen und ein zu hohes Gewicht fest. Daher sind alle Angebote und Informationen, die konkret eine gesundheitsgerechte Lebensweise fördern, nur sinnvoll. Mir liegt aber auch eine bessere Nutzung der U-Untersuchungen am Herzen, besonders auch bei Schulkindern."

Ein wesentlicher Punkt des neuen Programms in der Hansestadt ist die bereits laufende Kooperation der AOK Rheinland/Hamburg mit dem Bundesligisten HSV Handball. Der amtierende Deutsche Meister unterstützt das "Training mit dem Meister" für Kinder und Jugendliche aus den 3. und 4. Klassen der Grundschulen, die Spaß am Handball finden sollen, in der Volkspark Arena. Handballvereine wiederum können Schulpatenschaften aufbauen. Die AOK Rheinland/Hamburg wird 20 Handballvereine fördern, um Kinder und Jugendliche für den regelmäßigen Sport im Verein zu begeistern.

Die Förderung des Vereinssports ist ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes, in das der Hamburger Handballverband einbezogen ist. So ist nach einer Auftaktveranstaltung mit allen 80 Vereinsvertretern im Frühjahr eine Schulhandballwoche für Schulklassen der Stufen 3 bis 4 geplant. Generell bekommt auch hier die Zusammenarbeit von Vereinen und Schulen einen starken Impuls, zu dem auch ein Förderbetrag gehört, der an Zielvereinbarungen geknüpft ist.

AOK-Aktivpass belohnt Gesundheitsaktivitäten

Mit Besorgnis hat die AOK Rheinland/Hamburg registriert, dass die Nutzung der Kinder-Untersuchungen, beginnend ab der U 7a, zurückgegangen ist. Deshalb wird auch in diesem Bereich eine Informationsaktion gestartet. Ein AOK-Aktivpass erinnert an die ausstehenden Untersuchungen sowie Impfungen und soll damit zu mehr Früherkennungsuntersuchungen führen. Die Untersuchungen können neben Gesundheitsproblemen im Einzelfall Entwicklungsverzögerungen erkennen lassen. Der AOK-Aktivpass soll auch zu gesundheitsfördernden Aktivitäten wie dem Erwerb von Schwimm- und Sportabzeichen oder zur Mitgliedschaft in einem Sportverein motivieren. Am Ende stehen dann Belohnungen durch hochwertige Prämien.

Auch Zahngesundheit und Prophylaxe spielen eine wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung junger Menschen. Deshalb eröffnet die AOK Rheinland/Hamburg an der Elbe ein Mundhygienezentrum. Eine Zahnärztin berät dort Kinder, Jugendliche und Schulklassen rund um die Zahngesundheit. Bestandteil des Gesundheitskonzeptes ist auch die Überprüfung, ob die Verordnung von Psychopharmaka an Kinder und Jugendliche angemessen ist und nach modernen medizinischen Leitlinien erfolgt. Der in Hamburg bereits gültige ADHS-Vertrag (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) mit den Schwerpunkten einer umfangreichen Diagnostik und einer besseren psychotherapeutischen Versorgung statt vorrangiger Medikamentengabe wird in das neue Gesundheitsprogramm eingebunden.

Neben der Begleitung durch die Gesundheitsbehörde sind
auch die Schulbehörde mit Senator Ties Rabe und die Behörde für Inneres und Sport mit Senator Michael Neumann in das neue AOK-Gesundheitsprogramm einbezogen. Der Gesundheitsökonom Prof. Jonas Schreyögg, Universität Hamburg, übernimmt die wissenschaftliche Begleitung des Programms. Ein Beirat, u. a. mit Kinderärzten, Sportmedizinern und weiteren Experten besetzt, begleitet das Gesundheitsprogramm und seine Umsetzung.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
E-Mail: andre.massmann@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1262
Telefax: 0211 8791-1232