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Arbeitsunfähigkeitsfälle steigen, psychische Erkrankungen nehmen zu, Krankenstand in Gießereien am Höchsten

Eine wachsende Zahl von Arbeitsunfähigkeitsfällen und Krankheitstagen unter den rund eine Million AOK-versicherten Beschäftigten im Rheinland hat die größte gesetzliche Krankenversicherung in Nordrhein-Westfalen für 2011 registriert.

12.03.2012

So erhöhten sich bei der AOK Rheinland/Hamburg die Arbeitsunfähigkeits-(AU)Fälle um 3,6 Prozent gegenüber 2010 auf insgesamt 1,257 Millionen, während die Gesamtzahl der AU-Tage um 1,3 Prozent auf insgesamt 14,579 Millionen stieg. Erkrankungen der Atemwege und psychische Erkrankungen nahmen mit je 1,1 Prozent weiter zu.

Daneben erhöhten sich aber besonders die Ausfalltage bei den Infektionen (+ 4,5 Prozent) und durch Arbeitsunfälle (+ 11,7 Prozent). Hier machten sich die Auswirkungen der intensiven Wintermonate zu Beginn 2011 bemerkbar. Fast schon zu erwarten war, dass es auch bei den Fehltagen durch psychische Erkrankungen wiederum eine erhebliche Erhöhung – um 6,6 Prozent – gab (2010: 265 Tage je 100 Versicherte/Jahr; 2011: 283 Tage je 100 Versicherte/Jahr). Diese Fehltage steigen seit Jahren kontinuierlich an und verfestigen immer mehr ihren dritten Rang bei den Krankheitsbildern. Mehr als jeder zehnte Krankheitstag entfällt mittlerweile auf diese Diagnose. Besonders stark stiegen die Ausfalltage bei den sogenannten Z-Diagnosen an, worunter auch Burn-out fällt.

Interessante Entwicklungen bei den Krankenständen nach Branchen im Rheinland waren zu beobachten. Vor allem die Arbeitsausfälle bei den Beschäftigten im Kraftfahrzeugbau und in der allgemeinen öffentlichen Verwaltung nahmen deutlich zu. Der Krankenstand erhöhte sich in der erstgenannten Branche von 6,32 auf 7,34 Prozent und im zweitgenannten Fall von 6,36 Prozent auf 7,09 Prozent. Damit lag die öffentliche Verwaltung leicht über den Pflegeheimen (7,04 Prozent), die bisher den 2. Platz einnahmen. Den höchsten Krankenstand im Rheinland verzeichneten die Gießereien mit 7,79 Prozent (2010: 7,89 Prozent), der niedrigste Stand wurde im Gastgewerbe mit 4,14 Prozent ermittelt (2010: 4,20 Prozent). Nach dem Gastgewerbe war der Krankenstand in der Zeitarbeits-Branche (4,34 Prozent) und bei den Gebäudereinigern (4,99 Prozent) am geringsten.

Die Dauer der Erkrankungen verkürzte sich im Jahr 2011 im Schnitt etwas von 11,9 Kalendertage (2010) auf 11,6 Kalendertage (2011).

Aufgrund der starken Zunahme der Versicherten-Zahl bei der AOK Rheinland/Hamburg im vergangenen Jahr war der Gesamtkrankenstand 2011 trotz steigender absoluter AU-Tage rückläufig. Er verringerte sich mit 5,10 gegenüber 5,24 Prozent (2010) erstmals seit dem Jahr 2006 wieder. Der Krankenstand in den ersten sechs Wochen – also im Bereich der Lohnfortzahlung – ging dabei von 3,87 auf 3,79 Prozent zurück.

Ein Service der AOK Rheinland/Hamburg: Detaillierte anonyme Auswertungen für Betriebe sind ab einer Anzahl von 50 AOK-Versicherten im Unternehmen möglich. Für weitere Auskünfte steht die Teamleiterin Gesundheitsberichterstattung, Petra Meisel, im Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung (IBGF) in Köln zur Verfügung (Tel. 0221 27180-107).

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Stabsstelle Presse
André Maßmann
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