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AOK: Organspende im Bewusstsein der Menschen verankern

Spenderzahlen leicht gestiegen - Aufklärungskampagnen zeigen Wirkung

01.06.2015

Die neueste Entwicklung lässt hoffen: Erstmals seit drei Jahren ist die Zahl der Organspender im 1. Quartal 2015 wieder leicht gestiegen. Hatten in 2013 nur 230 Menschen und in 2014 nur 204 Menschen Organe gespendet, so ist die Zahl im ersten Quartal 2015 auf 242 Spender gestiegen (Quelle: Deutsche Stiftung Organtransplantation). Anlässlich des Tags der Organspende am 6. Juni 2015 freut sich die AOK Rheinland/Hamburg über diese Trendumkehr, warnt jedoch davor, dieses so wichtige Thema aus dem Blick zu verlieren. „Wir dürfen nicht nachlassen, die Menschen durch Aufklärung und Aktionen für diese essentielle Frage zu sensibilisieren. Jeder sollte abwägen und dann für sich persönlich entscheiden, ob er Spender werden möchte oder nicht, aber jeder sollte eine Entscheidung treffen“, forderte Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der größten gesetzlichen Krankenversicherung in NRW.

Nach dem Bekanntwerden des Transplantationsskandals von Göttingen 2012 war das Vertrauen der Deutschen in das Organspende-Verfahren schlagartig gesunken, die Zahlen gingen spürbar zurück. „Die Politik hat etwaigen Manipulationen einen Riegel vorgeschoben und die Richtlinien nun transparent und überprüfbar gemacht“, sagte Buchwitz. „Dennoch ist es ein langer Weg, bis die Sinnhaftigkeit der Organspende im Bewusstsein der Bevölkerung verankert ist.“

Die AOK Rheinland/Hamburg setzt auch künftig auf eine umfassende Information ihrer Versicherten. Bis heute hat sie im Rheinland und in Hamburg mehr als fünf Millionen Organspendeausweise verteilt. Neben der Gründung des „Aktionsbündnis Organspende“ hat sie mit Broschüren, Veranstaltungen und 2,5 Millionen persönlichen Anschreiben an ihre Versicherten für Organspenden geworben. Im ersten Halbjahr 2015 wurde das Thema Organspende über gemeinsame Aktionen mit den Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach sowie dem Zweitligisten Fortuna Düsseldorf einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Zusätzlich bietet die AOK eine Entscheidungshilfe auf www.aok.de/organspende und betreibt Informationskampagnen auf Facebook, um für die Organspende zu werben.

Derzeit warten ca. 11.000 Menschen in Deutschland auf ein Spenderorgan. Zwar stehen laut Umfrage etwa Dreiviertel der Bundesbürger der Organspende positiv gegenüberstehen, einen Organspendeausweis besitzen jedoch nur knapp 30 Prozent. Die vor drei Jahren von der Politik eingeführte Entscheidungslösung sieht vor, dass jeder Bürger zumindest einmal in seinem Leben mit der Frage nach der Bereitschaft zur Organspende konfrontiert wird.

Pressekontakt

AOK Rheinland/Hamburg
Die Gesundheitskasse
Pressestelle
Dr. Ellen von Itter
E-Mail: ellen.vonitter@rh.aok.de
Telefon: 0211 8791-1038
Telefax: 0211 8791-1232