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COVID-19-Impfung

In Deutschland stehen derzeit vier Impfstoffe gegen das Coronavirus zur Verfügung, die bundesweit verabreicht werden. Erfahren Sie hier, wie die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna sowie der Vektorimpfstoff der Universität Oxford/AstraZeneca und der von Johnson & Johnson funktionieren, welche Nebenwirkungen es bei ersten Tests gab und wie wirksam sie sind. Des Weiteren finden Sie Informationen zum Ablauf der Impfung, welche Unterlagen Sie dafür benötigen und viele weitere wichtige Hinweise rund um die Corona-Schutzimpfung.

Inhalte im Überblick

Wie wirksam sind die zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19?

Der mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer wurde in einer Studie mit mehr als 43.000 Menschen erprobt. Dabei bekamen 21.700 Teilnehmer den Impfstoff und gleich viele Probanden ein Placebo (eine Injektionslösung ohne Impfstoff).

8 Menschen, die den Impfstoff erhalten haben, erkrankten dennoch an COVID-19. In der Gruppe mit dem Placebo waren dies hingegen 162. Hieraus errechnet sich eine Effektivität von 95 Prozent über alle Altersgruppen. Das ist für einen Impfstoff ein überaus gutes Ergebnis.

Der mRNA-Impfstoff von Moderna wurde in einer Studie mit etwa 30.000 Menschen erprobt, von denen die Hälfte den Impfstoff erhielten. Bei 185 COVID-Erkrankungen in der Gruppe, die nur ein Placebo erhalten hatten und 11 COVID-Erkrankungen unter den mit dem Impfstoff geimpften Personen ergibt sich eine Effektivität von 94 Prozent, die somit identisch zum BioNTech/Pfizer-Impfstoff ist.

Die Impfungen erfolgten zweimalig im Abstand von drei bis sechs Wochen. Bereits zwei Wochen nach der ersten Impfung gab es im Gegensatz zur Kontrollgruppe kaum noch Erkrankungen in den geimpften Gruppen der Studien. Zwei Wochen nach der zweiten Dosis geht man von einem ausreichenden Impfschutz aus.

Der Vektorimpfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford verwendet ein anderes Virus (Adenovirus), um die Erbinformation des Spike-Proteins des Coronavirus (DNA) in die Zellen an der Impfstelle zu bringen. Im Zuge der häufigen Anwendung des Impfstoffs in England und Schottland sind viele Daten erhoben worden. Sie zeigen, dass das Risiko, wegen Corona ins Krankenhaus zu müssen oder einen schweren Verlauf zu erleiden, durch dieses Medikament stark reduziert werden kann. Zudem liefern die Daten inzwischen auch robuste Ergebnisse zur guten Wirksamkeit des Impfstoffs in höheren Altersgruppen bereits nach einer Impfstoffdosis. Laut Ständiger Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut soll der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung möglichst zwölf Wochen betragen. Aufgrund des erhöhten Risikos für die sehr seltenen Thrombosen der Gehirnvenen wird dieser Impfstoff von der STIKO ab dem Alter von 60 Jahren empfohlen. Nach ärztlicher Aufklärung dürfen sich auch Personen ab 18 Jahren mit diesem Impfstoff impfen lassen.

Mit Ad26.COV2.S der Firma Johnson & Johnson ist am 11. März von der Europäischen Kommission der vierte Impfstoff gegen Corona zugelassen worden. Der Impfstoff ist ein Vektorimpfstoff. Er hat die Vorteile, dass nur eine Dosis verabreicht werden muss und er bei Kühlschranktemperatur gelagert werden kann. Bei knapp 40.000 Teilnehmern in der Zulassungsstudie zeigte sich, dass Ad26.COV2.S zu 67 Prozent vor der Ansteckung mit Corona schützt. Vor schweren Verläufen schützt der Impfstoff sogar zwischen 76 und 85 Prozent. Gegen die Virusmutanten B.1.351 (Südafrika) und P.1 (Brasilien) zeigte dieser Impfstoff eine etwas schwächere, aber immer noch gute Wirkung. Wie beim Vektorimpfstoff von AstraZeneca kommt es auch bei dem Impfstoff von Johnson & Johnson zu seltenen schweren Thrombosen. Analog zu den Empfehlungen zum Impfstoff von AstraZeneca empfiehlt die Ständige Impfkommission für diesen Impfstoff eine Impfung ab dem Alter von 60 Jahren.

Informationen in anderen Sprachen

Corona-Virus: Mehrsprachige Informationen zur Corona-Pandemie

Aktuelle Beschlüsse der Bundesregierung, Informationen zur Corona-Schutzimpfung sowie Hinweise zu Hygiene und Quarantäne in Englisch, Türkisch, Arabisch und vielen weiteren Sprachen:

Wie wirksam sind die zugelassenen Impfstoffe gegen die neuen Virusvarianten?

Seit Beginn der Pandemie kommt es immer wieder zu Mutationen im Erbgut der Corona-Viren. Dies geschieht, wenn Viren sich im Körper vermehren. Denn dabei werden auch ihre Gene vervielfältigt und es kann zu Kopierfehlern kommen, den Mutationen. So mutierte Viren sterben wieder aus, wenn sie weniger infektiös sind oder schneller vom Immunsystem erkannt werden können. Dagegen setzen sich Mutationen durch, die zu einer höheren Infektiösität führen oder dafür sorgen, dass die Viren dem Immunsystem besser entkommen können. Solche Mutationen sind inzwischen weltweit aufgetreten und haben zu weiteren Infektionswellen geführt. Sie heißen „Variants of Concern“, also besorgniserregende Varianten.

Aktuell ist davon auszugehen, dass alle zugelassenen Impfstoffe auch gegen diese Varianten wirksam sind, und insbesondere einen guten Schutz gegen schwere Verläufe bieten. Wichtig ist weiterhin, dass alle Personen, die sich impfen lassen, auch in der vorgesehenen Zeit ihre zweite Impfdosis erhalten, um eine ausreichende Immunantwort sicherzustellen.

Seit Dezember 2020 wurde in Großbritannien die sogenannte Variante Alpha (Linie B.1.1.7) nachgewiesen, und war lange auch in Deutschland die häufigste Variante. Mittlerweile macht sie nur etwa 0,2 Prozent der Infektionen aus. Aus Studien aus Katar und Israel ergibt sich eine Wirksamkeit von etwa knapp 90 bis 95 Prozent ab zwei Wochen nach der zweiten Dosis mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer. Laboruntersuchungen versprechen für den anderen mRNA-Impfstoff von Moderna ähnlich gute Ergebnisse. Auch der Impfstoff von AstraZeneca zeigt eine gute Wirkung und verhindert zu etwa 70 Prozent eine symptomatische Infektion mit dieser Virusvariante, der Impfstoff von Johnson & Johnson wurde gegen diese Variante hingegen noch nicht ausreichend getestet, um endgültige Aussagen treffen zu können. In Laboruntersuchungen konnten aber bereits neutralisierende Antikörper auch gegen diese Variante festgestellt werden.

Ebenfalls im Dezember 2020 wurde in Südafrika eine weitere Variante nachgewiesen, sie heißt Beta (Linie B.1.351). Diese Variante hat sich zwar nachweislich auch in Deutschland verbreitet, jedoch bis jetzt kaum durchgesetzt. Ihr Anteil an den Infektionen liegt seit einigen Wochen stabil unter einem Prozent, und konnte in Stichproben der letzten Wochen nicht nachgewiesen werden. Hier zeigen alle Impfungen eine etwas verringerte Wirkung. Laut den Zahlen aus Katar liegt die Wirksamkeit des BioNTech/Pfizer-Impfstoffes gegen diese Variante nach vollständiger Impfung bei circa 75 Prozent, kann jedoch schwere und tödliche Krankheitsverläufe weiterhin sehr gut verhindern. Auch bei dem Impfstoff von Moderna muss von einer verringerten Wirksamkeit ausgegangen werden, wobei der genaue Effekt noch nicht feststeht. Moderna hat mit der Entwicklung einer Variante des mRNA-Impfstoffes reagiert, der als Auffrischungsimpfung dienen und den Schutz gegen die Variante Beta verbessern soll. Diese wird jetzt in Studien getestet.

Der Impfstoff von AstraZeneca hingegen zeigt nur eine Schutzwirkung von 10 Prozent vor milden Infektionen, man nimmt aber an, dass der Impfstoff weiterhin vor schweren Verläufen schützt. Der Impfstoff von Johnson & Johnson wurde für seine Zulassungsstudie auch in Südafrika eingesetzt, während dort diese Virusvariante dominierte, und erzielte eine Schutzwirkung von etwa 64 Prozent ab 28 Tagen nach der Impfung. Dabei wurden schwere Erkrankungen zu über 80 Prozent verhindert.

Eine weitere Variante ist Gamma (Linie B.1.1.28.1), oder auch P1, die zuerst in Brasilien nachgewiesen wurde. Auch sie konnte in den Stichproben der letzten Woche nicht nachgewiesen werden. Hier gibt es noch nicht genug Studien, um verlässliche Aussagen über die Wirksamkeit der Impfungen treffen zu können. Laborstudien aus England lassen hier eine ähnlich gute Wirkung der Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und AstraZeneca wie gegen die Variante Alpha (B.1.1.7) vermuten. Moderna hofft, mit der Booster-Impfung eine bessere Immunantwort auch gegen diese Virusvariante zu erzielen. Der Impfstoff von Johnson & Johnson wurde für seine Zulassungsstudie auch in Südamerika eingesetzt, erzielte in Brasilien eine Wirksamkeit von 68 Prozent und verhinderte schwere Erkrankungen ebenfalls zu über 85 Prozent.

Die Variante Delta (B.1.617.2) wurde zuerst im indischen Bundesstaat Maharashtra nachgewiesen, und zirkuliert nun auch in anderen Bundesstaaten. In Europa breitete sie sich zunächst vor allem in Großbritannien aus und überholte die Variante Alpha (B.1.1.7) sehr schnell – mittlerweile macht die Variante Delta dort über 95 Prozent der Infektionen aus. Auch in Deutschland dominiert diese Variante seit Ende August mit einem Anteil von jetzt etwa 99,7 Prozent der Infektionen. Auch die absoluten Fallzahlen steigen an. Die Delta-Variante ist laut Daten der amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) um 40 bis 60 Prozent ansteckender als die bisherigen Varianten. Die Impfstoffe scheinen gegen diese Variante weiterhin gut wirksam zu sein, allerdings nur bei vollständiger Impfung. Daten aus England zeigen eine gute Wirksamkeit der Wirkstoffe von BioNTech/Pfizer mit 88 Prozent und AstraZeneca mit 67 Prozent, jeweils nach der zweiten Dosis. Neueste Untersuchungen lassen zudem mit über 90 Prozent einen sehr guten Schutz vor schweren COVID-Verläufen mit Krankenhauseinweisung vermuten. Dies gilt nach der zweiten Dosis sowohl mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer als auch mit AstraZeneca. Bei unvollständig Geimpften ist hingegen die Schutzwirkung vor Infektion gering, nach einer einmaligen Impfung wird nur eine Schutzwirkung von etwa 30 Prozent erreicht.

Auch in Israel dominiert nun die Variante Delta, mit steigenden Fallzahlen trotz sehr hohen Impfquoten, sodass die Wirksamkeit der BioNTech/Pfizer-Impfung dort auf etwa 64 Prozent geschätzt wird. Dies könnte auch an einer mit der Zeit nachlassenden Wirksamkeit liegen, da in Israel bereits sehr früh viele Menschen geimpft werden konnten. Weitere Studien bleiben deshalb abzuwarten. Die gute Nachricht aber: Die Anzahl der schweren Verläufe und Todesfälle bleibt dennoch gering, die vollständige Impfung scheint also weiterhin gut vor schweren Erkrankungen zu schützen.

Vorläufige Ergebnisse einer Laboruntersuchung von Johnson & Johnson zeigen auch durch diese Impfung eine gute neutralisierende Wirkung der Antikörper gegen diese Virusvariante. Wie gut die tatsächliche Schutzwirkung ist, bleibt noch abzuwarten.

Am 26. November 2021 hat die Weltgesundheitsorganisation eine neue Coronavirusvariante als besorgniserregend erklärt. Dieser Virus wurde kurz zuvor erstmalig in Südafrika nachgewiesen. Wenige Tage später erfolgte der Nachweis in geografisch weit voneinander entfernten Ländern, wie Hongkong, Israel, Kanada und Deutschland. Die Ausbreitung ist somit global. In der südafrikanischen Provinz Gauteng hatte die Variante in kürzester Zeit die zuvor dominierende Deltavariante verdrängt.

Die genetische Analyse für Omikron zeigt eine Vielzahl von neuen und bekannten Mutationen gegenüber dem ursprünglichen COVID-19-Virus. Aktuell kann der Einfluss der Omikronvariante auf den Pandemieverlauf noch nicht abgeschätzt werden. Eine wichtige Frage ist, in welchem Ausmaß eine bereits bestehende Immunität durch diese Variante umgangen wird.

Was ist das Besondere an dem mRNA-Impfstoff?

Die bisher üblichen Impfungen erfolgen durch lebende, aber in ihrer Wirkung abgeschwächte Viren, oder durch abgetötete Viren beziehungsweise ihre Bestandteile. Dadurch, dass diese Viren gezüchtet werden müssen, dauert die Herstellung oft Monate.

Der neuartige mRNA-Impfstoff imitiert hingegen den Ablauf einer Infektion mit dem Coronavirus. Das Erbgut des Coronavirus besteht aus RNA, während unser Erbgut im Zellkern aus DNA besteht. Bei einer solchen Infektion dockt das Coronavirus an Zellen an und gibt sein Erbgut in die Zelle. Die Zellen produzieren aus diesem Erbgut dann neue Viren und geben diese in den Körper ab. Das Immunsystem erkennt diese fremden Viren. Bis es aber so weit ist, diese effektiv zu bekämpfen, vergehen einige Tage, während derer sich das Virus rasant vermehrt.

Bei dem mRNA-Impfstoff wird ein kleiner Teil des Erbguts des Virus in einen Fetttropfen eingepackt und damit geimpft. Diese Fettkörper werden von den Zellen geschluckt, die mRNA gelangt so in das Zytoplasma der Zellen. Die Zellorganismen lesen die mRNA ab und produzieren das Spike-Protein des Virus. Diese Spikeproteine werden an die Zelloberfläche transportiert, wo das Immunsystem sie erkennen kann. Dadurch wird das Immunsystem gegen dieses Eiweiß – und damit gegen das Virus – aktiviert, ohne dass die gefährlichen Viren selbst entstehen. Im Fall einer Infektion kann das Immunsystem das Coronavirus dann schnell und effektiv abwehren. Die mRNA wird von der Zelle sehr schnell wieder abgebaut.

Wirksamkeit (%) der mRNA-Impfung (BioNTech/Pfizer) in Israel (n=596.000).

Sicherheit und Nebenwirkungen der mRNA-Impfstoffe (BioNTech/Pfizer und Moderna)

Bei den Studien zeigten sich die typischen Nebenwirkungen einer Impfung. Darunter Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle und Müdigkeit. Beides trat auch in der Placebogruppe auf. Ferner gab es grippeähnliche Symptome und vor allem bei Jüngeren Fieber. Bei den Älteren kam es etwas seltener zu Nebenwirkungen.

Inzwischen sind weltweit bereits mehrere hundert Millionen Menschen geimpft, dies überwiegend mit den mRNA-Impfstoffen. Aufgrund sehr seltener allergischer Zwischenfälle (1/100.000) erfolgt nach der Impfung eine Nachbeobachtung über 15 Minuten. Menschen mit Allergien gegen die Inhaltsstoffe sollen nicht geimpft werden. Menschen mit Allergien sollten Ärzte hierauf ansprechen. Auch in dieser breiten Anwendung zeigt der Impfstoff die gleiche gute Wirksamkeit wie in der Zulassungsstudie und ist gut verträglich.

Seit Einführung der Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna ist bekannt, dass nach Verabreichung dieser Impfstoffe bei jüngeren Personen in seltenen Fällen Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündungen auftreten können. Aktuelle Meldeanalysen zeigen nun, dass diese häufiger nach der Impfung mit Moderna auftreten als nach einer Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer. Betroffen sind davon vor allem Jungen und junge Männer sowie Mädchen und junge Frauen unter 30 Jahren. Aus diesem Grund empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut die Impfung gegen COVID-19 für Personen unter 30 Jahren ausschließlich mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer.

Laut aktuellen Sicherheitsberichten verläuft die Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung bei Betroffenen überwiegend mild. Mögliche Symptome sind Brustschmerz, Atemlosigkeit oder Herzrhythmusstörungen. Falls Sie diese bei sich bemerken, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen und auf stärkere körperliche Belastung verzichten.

Für Menschen ab 30 Jahren besteht nach der Impfung mit Moderna hingegen kein erhöhtes Risiko für eine Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung.

Was ist das Besondere an den Vektorimpfstoffen von AstraZeneca/Universität Oxford und Johnson & Johnson?

Ende Januar 2021 wurde der Impfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford in der EU zugelassen, im März 2021 der Impfstoff von Johnson & Johnson. 

Diese Impfstoffe verwenden ein anderes Virus (Adenovirus). Dieses Adenovirus wurde so verändert, dass es das Erbgut für das Spike-Protein des Coronavirus enthält. Das Adenovirus selbst ist nicht mehr vermehrungsfähig.

Das Adenovirus befällt die Zellen im Bereich der Impfstelle und gibt seine DNA in die Zellen. Im Zellkern wird diese DNA in mRNA umgewandelt. Im Zytoplasma der Zellen wird mit diesem Bauplan das Spike-Protein produziert und an die Zelloberfläche transportiert. Durch das produzierte Spike-Protein wird das Immunsystem gegen das Coronavirus trainiert und kann im Fall einer Infektion diese schnell abwehren.

Sicherheit und Nebenwirkungen der Vektorimpfstoffs von AstraZeneca/Universität Oxford und von Johnson & Johnson

Die Nebenwirkungen der Vektorimpfstoffe scheinen vergleichbar mit denen der mRNA-Impfstoffe zu sein, also Schmerzen an der Impfstelle, grippeähnliche Symptome, Kopfschmerzen, Fieber und Unwohlsein. Auch bei dieser Impfung gab es vereinzelt allergische Reaktionen. Das geht aus einer Zusammenfassung verfügbarer Daten durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) sowie aus der Zulassungsstudie für den Impfstoff von Johnson & Johnson hervor. 

Ende März hat die Ständige Impfkommission ihre Altersempfehlung für den Impfstoff von AstraZeneca geändert und empfiehlt ihn seitdem nur noch für Menschen ab 60 Jahren. Grundlage für die neue Empfehlung waren aktuelle Daten zu sehr seltenen, aber sehr schweren Fällen von Hirnvenenthrombosen bei mit AstraZeneca geimpften Menschen. Diese Nebenwirkung trat ganz überwiegend bei Personen unter 60 Jahren 4 bis 16 Tage nach der Impfung auf. Laut Empfehlung der STIKO soll der Impfstoff seit dem 1. April 2021 deshalb nur noch bei Menschen ab 60 Jahren geimpft werden.

Laut dem Paul-Ehrlich-Institut gibt es für den Impfstoff von AstraZeneca ein Risikosignal für das Guillain-Barré-Syndrom. Dies ist eine neurologische Erkrankung, die zu entzündlichen Veränderungen peripherer Nerven führt. Die Zahl der Verdachtsfälle für diese Erkrankung ist dabei etwa drei- bis viermal höher als erwartet, ein erhöhtes Risiko durch die Impfung muss jedoch noch in Studien bestätigt werden.

Der Impfstoff von Johnson & Johnson ist seit 11. März 2021 in der EU zugelassen. Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat Mitte April nach einer erneuten Prüfung nun noch einmal bestätigt, dass der Impfstoff in der EU uneingeschränkt verwendet werden kann. Grund für die erneute Prüfung waren Hinweise aus den Vereinigten Staaten zu seltenen Fällen von Blutgerinnseln. Ähnlich wie bei dem Impfstoff von AstraZeneca können diese vereinzelt auftreten. Dennoch bewertet die EMA den Nutzen des Impfstoffs höher als die Risiken. Die Blutgerinnsel sollen nun als seltene Nebenwirkung des Impfstoffs aufgeführt werden. Auch die STIKO empfiehlt die Verwendung des Impfstoffs. Dieser soll, ebenso wie AstraZeneca, bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden.

Die STIKO empfiehlt für Personen unter 60 Jahren, die bereits die erste Dosis mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben, als zweite Impfstoffdosis einen mRNA-Impfstoff zu verabreichen. Für einen optimalen Schutz sollte die Impfung mit dem mRNA-Impfstoff mindestens vier Wochen nach der ersten Impfung durchgeführt werden. Durch die zweite Impfstoffdosis wird die Impfserie vervollständigt.

In Laborstudien konnte eine sehr gute Immunantwort nach so einer „heterologen Impfserie“ nachgewiesen werden, mit sogar stärkerer Antwort als bei einer zweifachen Impfung mit AstraZeneca. Ob dies auch einen besseren Schutz vor einer Infektion bedeutet, muss noch untersucht werden. Dennoch gilt diese Empfehlung der STIKO deshalb seit Juli auch für Personen über 60 Jahren. Ein weiterer Vorteil dabei besteht darin, dass der Abstand zwischen den Impfungen verkürzt werden kann – auf vier Wochen anstatt neun bis zwölf.

Die STIKO empfiehlt die Verwendung der Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson für Menschen ab 60 Jahren. Nach ärztlicher Aufklärung und eigener Risikoabwägung können die beiden Impfstoffe aber auch bei jüngeren Menschen eingesetzt werden.

Neue Regeln für Geimpfte und Genesene

Seit dem 9. Mai 2021 gelten bestimmte Erleichterungen für Geimpfte sowie für Personen, die von einer Coronavirus-Infektion genesen sind. Welche Erleichterungen das sind und welche Nachweise Genesene und Geimpfte vorlegen müssen, erklärt die Bundesregierung auf einer Übersichtsseite.

In welcher Reihenfolge wird geimpft?

Zu Beginn der Impfkampagne gab es einen Mangel an ausreichend Impfstoff in Deutschland. Die Impfungen erfolgten nach Risikopriorisierung, um die Anzahl von Toten und schweren Verläufen möglichst effizient einzuschränken. Diese Phase der Impfkampagne ist vorbei, mittlerweile steht genügend Impfstoff zur Verfügung und alle ab 12 Jahren können sich aktuell impfen lassen.

COVID-19-Impfung für Kinder und Jugendliche

Auch Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren haben seit dem 7. Juni die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Die EU-Kommission hat den Impfstoff von BioNTech/Pfizer für Impfungen von Jugendlichen in der EU zugelassen, nachdem die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) dies empfohlen hat. Seit dem 16. August gibt es in Deutschland eine allgemeine Empfehlung für die Impfung von Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren durch die Ständige Impfkommission (STIKO). Diese Empfehlung erfolgte aufgrund neuer Überwachungsdaten, insbesondere aus dem amerikanischen Impfprogramm mit nahezu 10 Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen. Demnach bestehen mögliche Risiken der Impfung vor allem in sehr seltenen, bevorzugt bei jungen männlichen Geimpften beobachteten Herzmuskelentzündungen. Zwar sind die betroffenen Patienten häufig ins Krankenhaus aufgenommen worden, hatten unter der entsprechenden medizinischen Versorgung aber einen unkomplizierten Verlauf. Umgekehrt weisen neuere Untersuchungen aus dem Ausland darauf hin, dass Herzbeteiligungen durchaus auch bei COVID-19-Erkrankungen auftreten. Daneben gibt es keine Hinweise auf weitere schwere Nebenwirkungen nach mRNA-Impfung, insbesondere auch nicht bei Kindern und Jugendlichen.

Für Impfungen von Kindern von fünf bis elf Jahren empfiehlt die EMA den Kinderimpfstoff der Hersteller Pfizer/BioNTech. Die finale Entscheidung über die Zulassung muss allerdings noch von der Europäischen Kommission getroffen werden. Die STIKO möchte bis Ende Dezember eine Empfehlung zur Impfung von Kindern dieser Altersgruppe veröffentlichen.

COVID-19-Impfung für Schwangere und Stillende

Seit dem 10. September 2021 empfiehlt die Ständige Impfkomission (STIKO) am Robert Koch-Institut eine Impfung gegen COVID-19 für alle Schwangeren ab dem zweiten Trimenon der Schwangerschaft, also ab der 13. Schwangerschaftswoche. Diese Empfehlung basiert auf der Beobachtung von vermehrt auftretenden schweren Infektionsverläufen mit COVID-19 bei Schwangeren. Die Empfehlung besteht auch für Stillende. Die stillenden Mütter übertragen einen Nestschutz gegen COVID-19 durch Antikörper an ihre Neugeborenen, aber keine mRNA des Impfstoffs. Die Immunisierung bei den Schwangeren soll mit einer zweimaligen Impfung eines mRNA Impfstoffs erfolgen. Wenn Sie in naher Zukunft einen Kinderwunsch haben, wäre es laut STIKO optimal, sich jetzt impfen zu lassen, um bereits zu Beginn der Schwangerschaft vollständig immunisiert zu sein.

Wer kann eine Auffrischungsimpfung erhalten?

Jeder Bürger, dessen zweite Impfung sechs Monate oder länger zurückliegt, kann sich eine Auffrischungsimpfung geben lassen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf fünf Monate kann laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut im Einzelfall erwogen werden. Darüber hinaus empfiehlt die STIKO die Booster-Impfung für alle Personen ab 18 Jahren, vor allem aber für bestimmte Personengruppen, die aufgrund ihres Alters, einer Immunschwäche oder ihres Berufs besonderen Schutz benötigen. Die STIKO rät dazu, diese Personen bevorzugt zu impfen. Dazu gehören:

  • alle Personen ab 70 Jahre,
  • Pflege- und Altersheimbewohner unter 70 Jahre,
  • medizinisches Personal mit direktem Patientenkontakt,
  • Pflegepersonal, das Risikogruppen betreut,
  • Immunsupprimierte und deren Kontaktpersonen.

Für Personen ab 18 mit einem ausreichenden Immunschutz empfiehlt die STIKO die Booster-Impfung in der Regel sechs Monate nach einer abgeschlossenen Impfserie. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf fünf Monate könne im Einzelfall erwogen werden. Weitere Empfehlungen sind:

  • Personen mit einer Immunschwäche sollen etwa sechs Monate nach der Gundimmunisierung eine Auffrischungsimpfung erhalten.
  • Personen mit einer schweren Immunschwäche sollen die Auffrischungsimpfung bereits vier Wochen nach der Grundimmunisierung erhalten.

Darüber hinaus wird allen Personen, die eine Einmalimpfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten haben, eine weitere Impfung nach vier Wochen mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen. Die Wirksamkeit des Vektorimpfstoffs von Johnson & Johnson gegenüber der Delta-Variante ist geringer als bei anderen Impfstoffen. Mit der zweiten Impfung soll die Grundimmunisierung optimiert werden.

Für die Booster-Impfung werden die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna verwendet, unabhängig davon welcher Impfstoff zuvor verimpft wurde.

Die Auffrischungsimpfung wird von niedergelassenen Ärzten, Betriebsärzten, mobilen Impfteams sowie in Impfzentren durchgeführt.

Wie bekomme ich einen Impftermin?

In einigen Bundesländern sind die Menschen dazu aufgerufen, über den ärztlichen Bereitschaftsdienst einen Termin für die Coronavirus-Schutzimpfung zu vereinbaren. Berechtigte Personen können online unter www.impfterminservice.de/impftermine oder telefonisch unter der Impfhotline 116 117 einen Termin buchen.

In anderen Bundesländern werden die Impfberechtigten per Post über die Terminvergabe informiert. Auf der Seite des ärztlichen Bereitschaftsdienstes können Sie die Regelungen in Ihrem Bundesland einsehen. 

Die Impfung ist bundesweit in Praxen von Vertragsärzten möglich. Die Terminvergabe regeln die Arztpraxen selbst. Darüber hinaus können die Praxen ihre Patienten auch gezielt ansprechen.

Seit dem 7. Juni können zudem Betriebe ihre Mitarbeiter durch Betriebsärzte impfen lassen.

Wie läuft die Impfung in einem Impfzentrum ab?

Zuerst melden Sie sich im Impfzentrum an, weisen sich aus und legen Ihre Terminbestätigung vor. An der Anmeldung erhalten Sie Informationen zur Impfung, zu den Risiken und Nebenwirkungen sowie einen Fragebogen zu Ihrem Gesundheitszustand.

Im Anschluss werden Sie von einem Arzt über die Impfung sowie mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt. Die Impfung wird in einer Einzelkabine von medizinischem Personal durchgeführt. Zur Nachbeobachtung warten Sie nach der Impfung noch circa 15 Minuten in einem Beobachtungsraum. Insgesamt wird der Besuch des Impfzentrums ungefähr 45 bis 60 Minuten dauern.

Bitte bringen Sie möglichst folgende Dokumente zum Impftermin mit:

  • Personalausweis oder einen anderen Lichtbildausweis
  • Terminbestätigung, die Sie per Post oder Mail erhalten haben
  • Impfpass
  • gegebenenfalls zusätzliche Dokumente, wie Ihren Allergiepass, Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenliste

Besitzen Sie keinen Impfpass, dann erhalten Sie nach der Impfung eine Impfbescheinigung. In einigen Bundesländern wird Ihnen auch ein europäischer Impfausweis ausgestellt.

Sie bekommen im Impfzentrum jeweils ein Aufklärungsmerkblatt und einen Einwilligungsbogen ausgehändigt. Diese Dokumente füllen Sie vor der Impfung aus und unterschreiben sie.

  • Das Aufklärungsmerkblatt enthält Informationen zur Art des Impfstoffs, zur Wirksamkeit der Impfung, Kontraindikationen, Verhalten vor und nach der Impfung, mögliche Impfreaktionen und Vorgehen bei Impfkomplikationen.
  • Der Einwilligungsbogen enthält Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand, zu früheren Impfungen, zu Allergien und zur Einnahme von Gerinnungshemmern. 

Kosten rund um die Impfung

Die Impfung ist für alle Bürger unabhängig vom Versicherungsstatus kostenfrei

Fahrkosten zum Impfzentrum können von den Krankenkassen übernommen werden. Anspruch besteht bei:
 

  • Fahrten von Versicherten mit Pflegegrad 4 oder 5 sowie mit Pflegegrad 3, sofern die Mobilität der Person dauerhaft eingeschränkt ist
  • Fahrten von Schwerbehinderten mit den Kennzeichen „aG“ (außergewöhnliche Gehbehinderung), „Bl“ (blind) oder „H“ (hilflos) im Schwerbehindertenausweis

Können öffentliche Verkehrsmittel oder Privatautos aus medizinischen Gründen nicht genutzt werden, übernimmt die AOK bei Personen, die auch ansonsten Anspruch auf Fahrtkostenübernahme durch die Krankenkasse haben, die Kosten für eine Taxifahrt zum Impfzentrum. Voraussetzung ist, dass eine entsprechende Verordnung durch den behandelnden Arzt vorgelegt wird.

Darüber hinaus werden keine Fahrkosten von den Krankenkassen übernommen.

In einigen Städten und Gemeinden gibt es einen kostenfreien Fahrservice zum nächstgelegenen Impfzentrum. Informieren Sie sich dazu bei Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung.

Was ist ein Impfdurchbruch?

Die in Deutschland verwendeten COVID-19-Impfstoffe bieten einen guten Schutz vor einem schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung. Einen 100-prozentigen Schutz vor einer Infektion bieten sie allerdings nicht. So kann es passieren, dass sich eine vollständig geimpfte Person dennoch mit dem Coronavirus ansteckt. Von einem Impfdurchbruch spricht man dann, wenn diese Person Krankheitssymptome wie Halsschmerzen oder Fieber entwickelt.

Treten hingegen bei einer vollständig geimpften Person trotz Corona-Infektion keine Krankheitssymptome auf, dann gilt dies nicht als Impfdurchbruch.

Keine Impfung bietet einen 100-prozentigen Schutz – das gilt auch für die Corona-Schutzimpfung. Obwohl die Impfstoffe sehr wirksam sind, können sie nicht alle Infektionen bei Geimpften verhindern. Allerdings treten Infektionen bei Geimpften deutlich seltener auf. Zudem kommt es seltener zu schweren Krankheitsverläufen unter Geimpften.

Da die Corona-Impfung keinen 100-prozentigen Schutz bietet, steigt mit zunehmender Impfquote auch die Wahrscheinlichkeit für Impfdurchbrüche. Das heißt, je mehr Menschen geimpft sind, desto höher die Zahl der Menschen, die von Impfdurchbrüchen betroffen sein können.

Darüber hinaus ist die Anzahl der Impfdurchbrüche auch von der Anzahl der aktiven Fälle abhängig: Je mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert sind, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit sich als Geimpfter anzustecken.

Mittlerweile ist nachgewiesen, dass der Immunschutz der Impfung mit der Zeit nachlässt. Aus diesem Grund wird allen Bürgern in Deutschland eine Auffrischungsimpfung empfohlen. Das betrifft besonders Menschen mit einem geschwächten Immunsystem, zum Beispiel aufgrund bestimmter Erkrankungen oder wegen ihres hohen Lebensalters. Diese Menschen sind besonders gefährdet, sich trotz Impfung mit Corona anzustecken.

Wer Krankheitssymptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Husten, Halsschmerzen oder Schnupfen bei sich bemerkt, sollte seinen Hausarzt telefonisch kontaktieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Das gilt auch, wenn ein Selbsttest positiv ausfällt. In der Regel werden Betroffene dann für einen PCR-Test in die Arztpraxis bestellt oder an eine Corona-Schwerpunktpraxis oder Fieberambulanz verwiesen. Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie auch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 kontaktieren.

Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, sollten Betroffene zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden. Bei einem positiven Testergebnis müssen Betroffene 14 Tage in Quarantäne. Nach Ablauf dieser Zeit wird ein weiterer PCR-Test oder ein Antigen-Test durchgeführt. Ist das Ergebnis negativ, kann die Quarantäne beendet werden. Corona-Infizierte ohne Symptome können die Quarantäne auf fünf Tage verkürzen, wenn der abschließende PCR-Test negativ ausfällt.

Weitere wichtige Fragen

Nach Informationen des Paul-Ehrlich-Instituts sind auch im Zusammenhang mit der Impfung gegen COVID-19 Zyklusstörungen berichtet worden. Dabei wurde das gesamte Spektrum veränderter Regelblutungen beobachtet: verstärkte oder verminderte Blutungen, ausbleibende Blutungen, länger als sieben Tage anhaltende Blutungen sowie Zwischenblutungen. Auch nach der Menopause erneut auftretende Regelblutungen wurden im Zusammenhang mit der Impfung gemeldet. Laut den aktuellen Berichten normalisierten sich die Zyklusblutungen bei den betroffenen Frauen innerhalb von wenigen Monaten wieder. Der Grund dafür, dass die Regelveränderungen im Zusammenhang mit der Impfung auftreten, ist aktuell noch nicht bekannt. Das Paul-Ehrlich-Institut und die Europäische Arzneimittelagentur werten die zu Zyklusstörungen gemeldeten Daten weiter aus, um genauere Erkenntnisse zu dieser möglichen Impfnebenwirkung zu gewinnen. Wenn Sie im Zusammenhang mit einer Impfung gegen COVID-19 Zyklusstörungen bei sich beobachtet haben und sich deswegen Sorgen machen, sprechen Sie dazu am besten Ihren Frauenarzt an.

Ja. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine voll geimpfte Person infiziert wird und andere Menschen infizieren kann, ist zwar deutlich geringer, aber nicht Null. Aufgrund der jetzigen Datenlage ist davon auszugehen, dass dann die Viruslast aber geringer und die Virusausscheidung verkürzt ist. Obwohl das Risiko also gering ist, muss dennoch davon ausgegangen werden, dass auch vollgeimpfte Personen andere anstecken können. Deshalb ist die Empfehlung der STIKO, auch nach vollständiger Impfung die allgemeinen Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Die bisher entwickelten Covid-19-Impfstoffe werden ausschließlich intramuskulär verabreicht. Die Anwendung von Gerinnungshemmern ist deshalb in der Regel kein Hindernis für die Impfung.

Weisen Sie die den Arzt bei der Impfung darauf hin, dass Sie gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Bringen Sie zum Impftermin alle verfügbaren Unterlagen zu Ihrer Vorerkrankung (zum Beispiel Gerinnungsausweis) sowie die Arzneimittelpackung des Gerinnungshemmers mit. Zusätzlich werden Sie über den Einwilligungsbogen zur Einnahme von Gerinnungshemmern befragt und aufgeklärt.

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