Suchen und Finden: Gesundheitsinformationen im Internet

Bei Gesundheitsfragen suchen viele Menschen zuerst online – über Suchmaschinen, Gesundheitsportale oder KI-Chatbots. Doch nicht jede Information ist verlässlich. Lesen Sie, woran Sie gute Gesundheitsinformationen erkennen und wie Sie sich für den kritischen Umgang mit digitalen Quellen stärken.
Junger Mann sucht auf seinem Smartphone Gesundheitsinformationen im Internet.© iStock / shapecharge

Inhalte im Überblick

    Gute Gesundheitsinformationen einfach erkennen

    Das Internet bietet viele Gesundheitsinformationen. Bei diesem umfangreichen Angebot kann es zur Herausforderung werden, gute von schlechten Inhalten zu unterscheiden. Das richtige Vorgehen hilft, bei Gesundheitsfragen sicher durch das Internet zu navigieren: 

    • Suchen Sie zuerst zuverlässige Internetseiten auf.
    • Lernen Sie, Suchmaschinen richtig zu nutzen.
    • Orientieren Sie sich an unserer Checkliste für gute Inhalte. 

    Zuverlässige Internetseiten

    Hilfreiche Informationen für Ihre Gesundheit finden Sie am besten auf vertrauenswürdigen Internetseiten. Gute Quellen für medizinische Informationen sind in der Regel Internetseiten von unabhängigen medizinischen oder wissenschaftlichen Instituten, Kliniken und Universitäten, Gesundheitsministerien oder Patientenwegweisern wie zum Beispiel die folgenden Seiten: 

    Auch Krankenkassen bieten hilfreiche medizinische Informationen, die Sie für Ihre Recherche nutzen können. Nützliche Seiten der AOK sind zum Beispiel:

    • Medizinische Datenbank: Medizinisches Wissen von A wie Arthrose bis Z wie Zeckenstich stellt die IQWiG-Datenbank zur Verfügung
    • AOK – Der Gesundheitskanal auf YouTube: Der YouTube-Kanal des AOK-Bundesverbandes mit Gesundheitswissen zu Ernährung, Bewegung, Krankheiten und Prävention
    • YouTube-Kanal mit Doc Felix: Der Arzt und Ernährungsexperte Felix M. Berndt erklärt unterhaltsam und kompetent wichtiges Medizinwissen
    • AOK-Gesundheitsmagazin: Gesundheitswissen aus den Themenbereichen Ernährung, Wohlbefinden oder Körper und Psyche alltagsnah und fachgeprüft erklärt

    Tipp: Haben Sie vertrauenswürdige Quellen für Gesundheitsinformationen gefunden, dann speichern Sie diese Internetseiten in Ihren Favoriten ab. So können Sie in Zukunft schneller darauf zurückgreifen.

    Suchmaschinen und KI-Chatbots bewusst nutzen

    Finden Sie auf den empfohlenen Internetseiten keine Antwort auf Ihre Gesundheitsfragen, können Sie auch über eine Suchmaschine oder KI-Chatbots recherchieren. Beides kann eine erste Orientierung geben. Wichtig ist aber, die Ergebnisse kritisch zu prüfen. Dabei sind einige Punkte zu beachten:<

    • Die Reihenfolge der Suchergebnisse ist unbedeutend. Glaubwürdige Informationen können in allen Ergebnissen zu finden sein.
    • Besuchen Sie mehr Seiten als nur die ersten zehn Treffer. Achten Sie jedoch auf die Überschrift „Anzeige“. Dabei handelt es sich um bezahlte Werbung.
    • Fragen Sie bei KI-Antworten gezielt nach Quellen und prüfen Sie diese auf vertrauenswürdigen Seiten gegen. Geben Sie keine sensiblen Gesundheitsdaten ein, wenn unklar ist, wie diese verarbeitet werden.
    • Siegel oder Zertifikate können Hinweise auf Qualitätsstandards geben. Sie ersetzen aber nicht die eigene Prüfung von Absender, Aktualität, Quellen und Finanzierung.
    • Internetforen, Social-Media-Kommentare und ungeprüfte KI-Antworten liefern keine verlässliche medizinische Beratung.

    Wichtig: KI-Chatbots können hilfreiche, verständliche Antworten geben. Sie können aber auch veraltete, unvollständige oder falsche Informationen liefern. Besonders bei Medikamenten, akuten Beschwerden oder Behandlungsentscheidungen sollten Sie sich immer an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Apotheke wenden.

    Gesundheitsinformationen bewerten lernen

    Wer Gesundheitsinformationen im Internet sucht, sollte nicht nur wissen, wo gute Informationen zu finden sind. Genauso wichtig ist die Fähigkeit, Inhalte richtig einzuordnen und kritisch zu prüfen, unabhängig davon, ob sie über Suchmaschinen, soziale Medien, Videos oder andere digitale Kanäle verbreitet werden.

    Sprechen Sie in der Familie oder im Freundeskreis darüber, woran verlässliche Gesundheitsinformationen erkennbar sind. Hilfreich ist es, Aussagen gemeinsam zu hinterfragen und mit Informationen von Gesundheitsportalen, wissenschaftlichen Instituten oder ärztlichen Fachgesellschaften zu vergleichen. So entsteht Schritt für Schritt mehr Sicherheit im Umgang mit Gesundheitsinformationen – für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen.

    Checkliste: Qualität der Informationen erkennen

    Ihre Suche hat Sie zu einer Internetseite geführt, die vertrauenswürdig erscheint? Mit unserer Checkliste identifizieren Sie gute Inhalte:

    • Absender: Wer hat die Information veröffentlicht? Wer betreibt die Seite und wie wird sie finanziert? Informationen dazu finden Sie unter „Impressum“, „Kontakt“ oder „Über uns“.
    • Aktualität: Wann wurde der Text veröffentlicht oder aktualisiert?
    • Quellenangaben: Werden Autor oder Autorin genannt und sind wissenschaftliche Quellen angegeben?
    • Sprache: Ist der Text sachlich formuliert oder macht er Angst? Werden Fachbegriffe erklärt?
    • Informativer Inhalt: Werden Nebenwirkungen und Behandlungskosten offen angesprochen? Was passiert bei Nicht-Behandlung? Sind werbliche Inhalte klar gekennzeichnet?
    • Prüfung: Stimmen die Informationen mit anderen vertrauenswürdigen Quellen überein?
    • Werbung: Werden Produkte, Behandlungen oder Nahrungsergänzungsmittel beworben oder direkt vermarktet? Dann ist Vorsicht geboten.

    Datenschutz: Gute Seiten klären auf

    Anbieter von Internetseiten müssen in ihrer Datenschutzerklärung informieren, wie sie mit Benutzerdaten umgehen, welche Informationen gespeichert und zu welchen Zwecken sie verwendet werden. Die Datenschutzerklärung ist auf jeder Website Pflicht und muss für jeden auffindbar sein. Zudem verfügen seriöse Seiten über Verschlüsselungszertifikate, mit denen sichergestellt wird, dass persönliche Daten geschützt übertragen werden. Ob eine Verbindung verschlüsselt ist, erkennen Sie in der Regel am Schlosssymbol in der Browserzeile. Das sagt jedoch nichts darüber aus, ob die medizinischen Informationen auf der Seite inhaltlich richtig sind.

    Für die AOK ist eine hohe Datensicherheit selbstverständlich. Informationen dazu finden Sie auf der Seite Sichere Kommunikation.

    Wichtig: Internet kann die ärztliche Auskunft nicht ersetzen

    Gesundheitsinformationen aus dem Internet, aus Suchmaschinen und KI-Chatbots können eine erste Orientierung geben. Sie ersetzen aber nie das persönliche Gespräch mit einer ärztlichen Fachkraft. Leiten Sie keine Diagnosen aus Online-Informationen ab und vereinbaren Sie bei Fragen direkt einen Termin. Alle Behandlungsschritte sollten mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin abgeklärt werden.

    Hinterfragen Sie Online-Informationen grundsätzlich, wenn …

    • ... Ihnen Angst gemacht wird.
    • ... eine extreme Haltung eingenommen wird.
    • ... Sie zu einer Behandlung gedrängt werden.
    • ... eine Heilung bei schweren Krankheiten versprochen wird.

    So geht Gesundheitskompetenz

    Helfer bei der Suche nach medizinischen Einrichtungen

    AOK-Gesundheitsnavigator

    Umfangreiches Informationsangebot mit Angaben zu Haus- und Fachpraxen, zahnmedizinischen Praxen, psychotherapeutischen Fachkräften, Krankenhäusern, Geburtshelfenden, Notfallinformationen sowie Informationen zu Erkrankungen oder Behandlungen.

    AOK-Gesundheitsnavigator

    Wen rufe ich im Notfall an: Merkblatt mit Notfallnummern

    Hier erhalten Sie eine Übersicht, an welche Telefonnummer Sie sich in einem Notfall wenden können – egal ob wochentags, an Wochenenden oder Feiertagen:

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    Aktualisiert: 09.06.2026

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