Impfung gegen SARS-CoV-2

Die Impfung gegen Corona ist derzeit die wichtigste Maßnahme, um sich vor einem schweren Krankheitsverlauf, Langzeitfolgen oder gar dem Tod durch COVID-19 zu schützen. Erfahren Sie hier, welche Impfstoffe in Deutschland zur Verfügung stehen, wie wirksam diese sind und welche Impfempfehlungen es derzeit gibt. Des Weiteren finden Sie Informationen zur Auffrischungsimpfung, zu Impfdurchbrüchen und viele weitere wichtige Hinweise rund um die Corona-Schutzimpfung.

Ein Mann mit Mundschutz sitzt in einer Arztpraxis, im Vordergrund wird eine Spritze aufgezogen.© iStock / South_agency

Inhalte im Überblick

    Welche Impfstoffe stehen in Deutschland zur Verfügung?

    Für die Impfung gegen COVID-19 sind derzeit die vier folgenden Impfstoffe in der Europäischen Union (EU), und somit auch in Deutschland, zugelassen:  

    • der mRNA-Impfstoff Comirnaty der Firma BioNTech/Pfizer
    • der mRNA-Impfstoff Comirnaty Original/Omicron BA.1 der Firma BioNTech/Pfizer
    • der mRNA-Impfstoff Comirnaty Original/Omicron BA.4-5 der Firma BioNTech/Pfizer
    • der mRNA-Impfstoff Spikevax der Firma Moderna
    • der mRNA-Impfstoff Spikevax Bivalent Original/Omicron BA.1 der Firma Moderna
    • der Vektorimpfstoff Vaxzevria der Firma AstraZeneca/Oxford
    • der Vektorimpfstoff Janssen der Firma Johnson & Johnson
    • der Proteinimpfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax

    Der Impfstoff des Herstellers AstraZeneca/Oxford steht in Deutschland seit Ende November nicht mehr bereit und wird auch nicht mehr verimpft. Alle anderen Impfstoffe stehen in Deutschland weiterhin in ausreichenden Mengen für die Impfung zur Verfügung.

    Covid-19-Impfung: Informationen in anderen Sprachen

    Aktuelle Beschlüsse der Bundesregierung, Informationen zur Corona-Schutzimpfung sowie Hinweise zu Hygiene und Quarantäne in Englisch, Türkisch, Arabisch und vielen weiteren Sprachen:

    Wie wirksam sind die zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19?

    Laut Robert Koch-Institut bieten die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, Moderna sowie AstraZeneca derzeit eine hohe Wirksamkeit von etwa 90 Prozent gegen eine schwere Erkrankung mit COVID-19. Vor einer symptomatischen Infektion mit der Delta-Variante schützen die Impfungen etwa zu 75 Prozent. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson besteht hingegen eine geringere Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Delta-Variante. So kann die Impfung einen schweren Krankheitsverlauf, der durch die Delta-Variante verursacht wird, nur zu circa 70 Prozent verhindern. Der Impfstoff von Novavax zeigt eine hohe Wirksamkeit, die mit denen der mRNA-Impfstoffe vergleichbar ist. Eine Impfung kann die Wahrscheinlichkeit, an COVID-19 zu erkranken, um bis zu 90 Prozent verringern. Den Angaben des Herstellers zufolge ist der Schutz vor den bekannten Virusvarianten mit Nuvaxovid ebenfalls hoch. Wie wirksam die Impfstoffe gegen die neuartige Virusvariante Omikron sind, ist derzeit jedoch noch nicht bekannt. Die genetische Analyse für Omikron zeigt eine Vielzahl von neuen und bekannten Mutationen gegenüber dem ursprünglichen COVID-19-Virus. Aktuell kann der Einfluss der Omikronvariante auf den Pandemieverlauf noch nicht abgeschätzt werden. Die neu zugelassenen Impfstoffe von den Herstellern BioNTech/Pfizer und Moderna sind bivalent. Das heißt, sie sollen sowohl gegen die ursprüngliche Form des Coronavirus als auch gegen den Omikron-Subtyp BA.1 schützen. Von BioNTech/ Pfizer gibt es einen weiteren bivalenten Impfstoff, der gegen die Omikron-Subtypen BA.4 und BA.5 wirksam ist. Einen Überblick zu den Virusvarianten und der Situation in Deutschland, finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts.

    Grundsätzlich ist der Impfschutz bei jüngeren Menschen ausgeprägter als bei Menschen im höheren Alter, unabhängig von Impfstoff und Virusvarianten. Des Weiteren verweist das RKI darauf, dass es mittlerweile eindeutige Hinweise gibt, dass der Impfschutz mit der Zeit nachlässt. Aus diesem Grund wird auch eine Auffrischungsimpfung für alle grundimmunisierten Personen ab 18 Jahren empfohlen.

    Hinweis: Die Angaben zur Wirksamkeit basieren auf Erkenntnissen, die die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut seit Januar 2021 in einem sogenannten Living Systematic Review erhebt. Dafür werden kontinuierlich aktuelle Daten und Studien zur Effektivität und Sicherheit der Impfung gegen COVID-19 zusammengeführt. Ziel dieses Reviews ist, mögliche Veränderungen und neue Erkenntnisse zeitnah aufzugreifen und gegebenenfalls Anpassungen der Impfempfehlungen vorzunehmen.

    Wie sicher sind die Impfstoffe und welche Nebenwirkungen sind bekannt?

    Bevor ein Impfstoff in Deutschland beziehungsweise in der EU zugelassen wird, muss er als sicher, unbedenklich, wirksam und gut erprobt gelten. Um das zu belegen, müssen die Impfstoffhersteller umfangreiche vorklinische Untersuchungen und klinische Prüfungen nachweisen. In Deutschland ist dafür ein dreistufiges Studienprogramm notwendig, in dem der Impfstoff an freiwilligen Personen getestet wird. Erst wenn alle drei Phasen erfolgreich durchlaufen sind und ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis nachgewiesen ist, wird der Impfstoff zugelassen. Trotz umfangreicher Studien und Untersuchungen lassen sich aber auch bei der Corona-Schutzimpfungen Impfreaktionen und Nebenwirkungen nicht ausschließen. Diese können grundsätzlich bei jeder Impfung auftreten, unabhängig vom Impfstoff oder Krankheitserreger. Als Impfreaktionen bezeichnet man eher milde Beschwerden, die in der Regel kurz nach der Impfung auftreten und zeigen, dass das Immunsystem anfängt zu arbeiten. Zu den typischen Impfreaktionen einer COVID-19-Impfung gehören vor allem:

    • kurzzeitig lokale Beschwerden an der Einstichstelle wie Schmerzen, Rötungen und Schwellungen
    • kurzzeitig grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost

    Diese Impfreaktionen können bei allen Impfstoffen gegen COVID-19 auftreten. Für gewöhnlich klingen sie einige Tage nach der Impfung wieder ab. Darüber hinaus kann es auch in sehr seltenen Fällen zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen. Neue Erkenntnisse dazu können sich auch noch einige Zeit nach der Zulassung ergeben. Aus diesem Grund werden die Impfstoffe nach der Zulassung weiterhin überwacht und Verdachtsfälle von möglichen Nebenwirkungen vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) erfasst und ausgewertet.

    • Nebenwirkungen der mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna

      • Myokarditis und Perikarditis: Zu den sehr seltenen Nebenwirkungen der mRNA-Impfstoffe zählen Herzmuskelentzündungen (Myokarditis) und Herzbeutelentzündungen (Perikarditis). Laut Paul-Ehrlich-Institut treten diese allerdings häufiger nach der Impfung mit Moderna auf als nach einer Impfung mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer. Betroffen sind davon vor allem männliche Jugendliche und junge Männer unter 30 Jahren. Auch bei Mädchen und jungen Frauen ist das geringe Risiko häufiger unter Moderna. Laut aktuellen Sicherheitsberichten verläuft die Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung bei Betroffenen überwiegend mild. Mögliche Symptome sind Brustschmerz, Atemlosigkeit oder Herzrhythmusstörungen. Falls Sie diese bei sich bemerken, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen und auf stärkere körperliche Belastung verzichten. Für Menschen ab 30 Jahren besteht nach der Impfung mit Moderna hingegen kein erhöhtes Risiko für eine Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung.
      • Anaphylaktische Reaktion: Eine anaphylaktische Reaktion ist eine plötzlich auftretende allergische Reaktion, die schwer und lebensbedrohlich verlaufen kann. Anaphylaktische Reaktionen wurden bei allen vier zugelassenen COVID-19-Impfstoffen bisher sehr selten beobachtet.
      • Gesichtslähmungen: In den klinischen Studien vor der Zulassung wurden in selten Fällen akute Gesichtslähmungen nach einer Impfung mit einem mRNA-Impfstoff beobachtet. In allen Fällen bildeten sich diese nach einigen Wochen wieder zurück. Ebenso wurden Überempfindlichkeitsreaktionen wie Nesselsucht und Gesichtsschwellungen in seltenen Fällen beobachtet.
    • Nebenwirkungen der Vektorimpfstoffe von AstraZeneca/Oxford und Johnson & Johnson

      • Thrombosen und Thrombozytopenie: Nach einer Impfung mit den Vektorimpfstoffen von AstraZeneca/Oxford sowie Johnson & Johnson wurden in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel (Thrombosen), verbunden mit einer Verringerung der Zahl der Blutplättchen (Thrombozytopenie) beobachtet. Dies führte in einigen Fällen zu schweren Verläufen mit Blutgerinnseln an unterschiedlichen oder ungewöhnlichen Stellen, wie zum Beispiel im Gehirn als Sinusvenenthrombose. Diese Nebenwirkung trat ganz überwiegend bei Personen unter 60 Jahren innerhalb von zwei bis drei Wochen nach der Impfung auf. Einige der Fälle endeten tödlich oder mit bleibendem Schaden. Aufgrund dieser Nebenwirkungen wird der Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson nicht mehr in den USA empfohlen. Der Impfstoff Vaxzevria von Astra Zeneca ist bislang in den USA nicht zugelassen.
      • Guillain-Barré-Syndrom: Ebenfalls zu den sehr selten beobachteten Nebenwirkungen der Vektorimpfstoffe zählt das Guillain-Barré-Syndrom. Dabei können Schwäche oder Lähmungen in den Beinen und Armen auftreten, die sich auf die Brust und das Gesicht ausdehnen können.
      • Anaphylaktische Reaktion: Eine anaphylaktische Reaktion ist eine plötzlich auftretende allergische Reaktion, die schwer und lebensbedrohlich verlaufen kann. Anaphylaktische Reaktionen wurden bei allen vier zugelassenen COVID-19-Impfstoffen bisher sehr selten beobachtet.
    • Nebenwirkungen des Proteinimpfstoffs von Novavax

      In der Zulassungsstudie gab es keine Hinweise auf schwere Nebenwirkungen durch die Impfung mit Nuvaxovid von Novavax. Das heißt jedoch nicht, dass seltene schwere Nebenwirkungen ausgeschlossen sind. Es sind bislang nur keine Nebenwirkungen bekannt.

      Die internationalen Sicherheitsbehörden überwachen den Einsatz des Impfstoffs von Novavax daher sehr genau und werten alle Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen aus, um bei Bedarf entsprechende Vorsichtsmaßnahmen einleiten zu können.

      Sie haben den Verdacht, an einer Nebenwirkung durch die Impfung mit Nuvaxovid zu leiden? Bitte suchen Sie einen Arzt auf und melden Sie die Nebenwirkung dem Paul-Ehrlich-Institut.

      Nähere Informationen zur Sicherheit der COVID-19-Impfungen finden Sie ebenfalls beim Paul-Ehrlich-Institut.

    Grundimmunisierung: Für wen gilt welche Impfempfehlung?

    Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die folgenden Impfstoffe und Impfabstände zur Grundimmunisierung: 

    Personen- und AltersgruppenImpfstoff 1. DosisImpfstoff 2. DosisImpfabstand
    Kinder ab 5 bis 11 JahrenBioNTech/Pfizer (10µg)BioNTech/Pfizer (10µg)3 bis 6 Wochen
    Moderna (ab 6 Jahren, 50 μg)Moderna (ab 6 Jahren, 50 μg)4 bis 6 Wochen
    Kinder und Jugendliche ab 12 bis 17 JahrenBioNTech/PfizerBioNTech/Pfizer3 bis 6 Wochen
    NovavaxNovavaxmind. 3 Wochen
    Erwachsene ab 18 bis 29 JahrenBioNTech/PfizerBioNTech/Pfizer3 bis 6 Wochen
    NovavaxNovavaxmind. 3 Wochen
    Erwachsene ab 30 bis 59 JahrenBioNTech/PfizerBioNTech/Pfizer3 bis 6 Wochen
    ModernaModerna4 bis 6 Wochen
    NovavaxNovavaxmind. 3 Wochen
    Erwachsene ab 60 JahrenBioNTech/PfizerBioNTech/Pfizer3 bis 6 Wochen
    ModernaModerna4 bis 6 Wochen
    Johnson & JohnsonBioNTech/Pfizer oder Modernaab 4 Wochen
    NovavaxNovavaxmind. 3 Wochen
    Schwangere jeden AltersBioNTech/PfizerBioNTech/Pfizer3 bis 6 Wochen

    Auffrischimpfung: Impfstoffe und Impfabstände für den Booster

    Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut empfiehlt die folgenden Impfstoffe und Impfabstände für die Boosterimpfung:

    Personen- und AltersgruppenImpfstoff 1. Auffrischimpfung (3. Impfung)Mindestabstand zur Grundimmunisierung (2. Impfung)Impfstoff 2. Auffrischimpfung (4. Impfung)Mindestabstand zur 3. Impfung
    Kinder ab 5 bis 11 JahrenBioNTech/Pfizer oder Moderna (nur bei Kindern mit Vorerkrankungen, 10 µg bzw. 50 µg)Sechs Monate--
    Kinder und Jugendliche ab 12 bis 17 JahrenBioNTech/Pfizer, vorzugsweise ein an Omikron angepasster ImpfstoffSechs MonateBioNTech/Pfizer, vorzugsweise ein an Omikron angepasster ImpfstoffSechs Monate
    Erwachsene ab 18 bis 29 JahrenBioNTech/Pfizer, vorzugsweise ein an Omikron angepasster ImpfstoffSechs MonateBioNTech/Pfizer, vorzugsweise ein an Omikron angepasster ImpfstoffSechs Monate
    Erwachsene ab 30 bis 59 JahrenBioNTech/Pfizer oder Moderna, vorzugsweise ein an Omikron angepasster ImpfstoffSechs MonateBioNTech/Pfizer oder Moderna, vorzugsweise ein an Omikron angepasster ImpfstoffSechs Monate
    Erwachsene ab 60 JahrenBioNTech/Pfizer oder Moderna, vorzugsweise ein an Omikron angepasster ImpfstoffSechs MonateBioNTech/Pfizer oder Moderna, vorzugsweise ein an Omikron angepasster ImpfstoffSechs Monate
    Schwangere jeden AltersBioNTech/PfizerSechs Monate--

    Empfehlungen für besondere Zielgruppen

    • COVID-19-Impfung für Kinder ab sechs Monaten bis 4 Jahren

      Immungesunden Mädchen und Jungen unter fünf Jahren empfiehlt die STIKO derzeit keine COVID-19-Impfung.

      Geimpft werden sollten die Kinder dieser Altersgruppe nur bei Vorerkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 einhergehen. Dazu gehören unter anderem:

      • schwere Herzinsuffizienz,
      • angeborene oder erworbene Immundefizienz oder Immunsuppression,
      • Trisomie 21,
      • chronische Lungen- oder Nierenerkrankungen,
      • chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen,
      • Frühgeburtlichkeit bei Kindern unter 2 Jahren,
      • Tumorerkrankungen.

      Eine weitergehende Übersicht der Vorerkrankungen von Kindern, bei denen eine Grundimmunisierung gegen COVID-19 anzuraten ist, finden Sie beim RKI.

      Die betreffenden Kinder im Alter von sechs Monaten bis 4 Jahren sollten gemäß der STIKO-Empfehlung wie folgt geimpft werden:

      • Ohne durchgemachte SARS-CoV-2-Infektion:
        Drei Dosen des mRNA-Impfstoffs Comirnaty von BioNTech/Pfizer, und zwar in der altersgemäßen Formulierung, nämlich 3 μg pro Dosis. Dabei sollte die zweite Dosis nach mindestens drei Wochen und die dritte Dosis nach wenigstens acht Wochen der jeweils vorangegangenen Impfung erfolgen.
      • Mit durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion (laut PCR-Nachweis oder spezifischer Serologie):
        Zwei Dosen des mRNA-Impfstoffs Comirnaty von BioNTech/Pfizer, und zwar altersgemäß mit nur 3 μg pro Dosis. Der Abstand zwischen den Impfungen sollte mindestens 12 Wochen betragen. Die erste Dosis sollte das Kind jedoch erst 6 Monate nach der SARS-CoV-2-Infektion bekommen.

      Bei Kindern mit einer Immundefizienz empfiehlt die STIKO, im Einzelfall zu entscheiden, ob eine Grundimmunisierung mit 2 Impfdosen ausreichend ist.

    • COVID-19-Impfung für Kinder ab 5 bis 11 Jahren

      Die STIKO empfiehlt die einmalige COVID-19-Impfung für Kinder ohne Vorerkrankung im Alter von 5 bis 11 Jahren als sogenannten Basisschutz. Des Weiteren empfiehlt sie Kindern mit Vorerkrankungen eine zweimalige Impfung zur Grundimmunisierung und eine Booster-Impfung.

      Kinder ohne Vorerkrankungen sollten laut STIKO eine Grundimmunisierung mit 2 Impfstoffdosen erhalten, wenn sie Kontakt zu Angehörigen oder anderen Personen haben, für die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 besteht. Eine Booster-Impfung ist gesunden Kindern jedoch nicht angeraten.

      Grundsätzlich sollen alle Kinder von 5 bis 11 Jahren laut STIKO mit einem mRNA-Impfstoff, bevozugt von Biontech/Pfizer, geimpft werden. Dieser ist mit einer reduzierten Dosis für die Impfung gegen COVID-19 von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren durch die EMA zugelassen. Alternativ können Kinder von 6 bis 11 Jahren laut Zulassung auch mit dem Vakzin von Moderna geimpft werden. 

    • COVID-19-Impfung für Schwangere und Stillende

      Die STIKO empfiehlt die Impfung für alle Schwangeren ab dem zweiten Trimenon der Schwangerschaft, also ab der 13. Schwangerschaftswoche. Diese Empfehlung basiert auf der Beobachtung von vermehrt auftretenden schweren Infektionsverläufen mit COVID-19 bei Schwangeren. Die Empfehlung besteht auch für Stillende. Die stillenden Mütter übertragen einen Nestschutz gegen COVID-19 durch Antikörper an ihre Neugeborenen, aber keine m-RNA des Impfstoffs. Die Immunisierung bei den Schwangeren soll mit einer zweimaligen Impfung eines mRNA-Impfstoffs erfolgen. Wenn Sie in naher Zukunft einen Kinderwunsch haben, wäre es laut STIKO optimal, sich jetzt impfen zu lassen, um bereits zu Beginn der Schwangerschaft vollständig immunisiert zu sein.

      Die Impfung mit Nuvaxovid vom Hersteller Novavax wird in der Schwangerschaft und Stillzeit zum jetzigen Zeitpunkt ausdrücklich nicht empfohlen.

    • Zusätzliche Prophylaxe für gefährdete Personen ab 12 Jahre

      Für bestimmte Personen ab 12 Jahren empfiehlt die STIKO zusätzlich zur Impfung die SARS-CoV-2-Prä-Expositionsprophylaxe (PrEP). Die medikamentöse Prophylaxe sieht die Gabe der beiden SARS-CoV-2-neutralisierenden monoklonalen Antikörper Tixagevimab und Cilgavimab (Evusheld) vor.

      Die Empfehlung richtet sich an folgende Personengruppen ab 12 Jahren:

      • Immunsupprimierte, bei denen auch nach mehreren Impfstoffdosen keine schützende Immunantwort zu erwarten ist,
      • Personen, bei denen sich nach einer Immunisierung gemäß der STIKO-Empfehlungen nachweislich keine Antikörper bilden (fehlende Serokonversion),
      • Personen mit Risikofaktoren für einen schweren Verlauf von COVID-19, bei denen aufgrund von Kontraindikationen keine der aktuell zugelassenen Impfstoffe durchgeführt werden können.

    Welche Empfehlungen gibt es zur 1. Auffrischungsimpfung?

    Eine Auffrischimpfung nach der Grundimmunisierung empfiehlt die STIKO allen Personen ab 12 Jahren.

    • Ab dem Alter von 12 Jahren werden dafür vorzugsweise die an die Omikron-Virusvariante angepassten Impfstoffe von Biontech/Pfizer „Comirnaty Original/Omicron BA.1“ oder „Comirnaty Original/Omicron BA.4/BA.5“ empfohlen.
    • Ab dem Alter von 30 Jahren kann alternativ auch der Impfstoff von Moderna „Spikevax bivalent Original/Omicron BA.1“ verimpft werden.

    Welche Empfehlungen gibt es zur 2. Auffrischungsimpfung?

    Die STIKO empfiehlt gesundheitlich gefährdeten Personengruppen eine 2. Auffrischungsimpfung. Dazu gehören:

    • alle Personen ab 60 Jahren,
    • Personen ab 12 Jahren mit einer Grunderkrankung, insbesondere Immundefizienz,
    • Pflege- und Altersheimbewohner,
    • medizinisches Personal mit direktem Patientenkontakt,
    • Pflegepersonal mit direktem Kontakt zu den Pflegepersonen oder den Bewohnern einer Pflegeinrichtung,
    • Personen mit Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe.

    Personen, die nach der 1. Auffrischungsimpfung eine SARS-CoV-2-Infektion erlitten haben und genesen sind, empfiehlt die STIKO keine weitere Auffrischungsimpfung.

    • In welchem Abstand wird die 1. Auffrischungsimpfung empfohlen?

      Für einen ausreichenden Immunschutz empfiehlt die STIKO die Booster-Impfung sechs Monate nach einer abgeschlossenen Impfserie.

      Aktuelle Daten deuten nach abgeschlossener Grundimmunisierung auf einen deutlich verringerten Impfschutz gegenüber der Omikron-Variante hin. Dieser nimmt bereits drei bis vier Monaten nach Grundimmunisierung signifikant ab. Nach Verabreichung einer Auffrischimpfung steigt die Schutzwirkung gegenüber einer symptomatischen Infektion mit der Omikron-Variante von SARS-CoV-2 jedoch wieder deutlich an.

      Darüber hinaus wird allen Personen, die eine Einmalimpfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten haben, eine weitere Impfung nach vier Wochen mit einem mRNA-Impfstoff empfohlen. Mit der zweiten Impfung soll die Grundimmunisierung optimiert werden. Zudem wird auch ein mRNA-Impfstoff für die Auffrischimpfung im Mindestabstand von sechs Monaten zur zweiten Impfung empfohlen.

    • In welchem Abstand wird die 2. Auffrischungsimpfung empfohlen?

      Personen, denen eine 2. Auffrischimpfung empfohlen wird, sollen diese in einem Abstand von sechs Monaten zur 1. Auffrischimpfung oder einer durchgemachten Corona-Infektion erhalten.

    • Mit welchem Impfstoff werden die Auffrischungsimpfungen durchgeführt?

      Für die Booster-Impfungen werden die mRNA-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna verwendet, unabhängig davon welcher Impfstoff zuvor verimpft wurde. Ab sofort können auch die bivalenten Impfstoffe gegen die Omicron-Variante BA.1, der Hersteller BioNTech/Pfizer und Moderna, zur Auffrischung verwendet werden. BioNTech/ Pfizer hat zudem eine Auffrischimpfung gegen die Virusvarianten BA.4 und BA.5 entwickelt, die zugelassen ist.

    • Warum sind die Booster-Impfungen gegen COVID-19 wichtig?

      Generell haben Menschen nach der Grundimmunisierung einen sehr guten Impfschutz vor einem schweren Verlauf von COVID-19. Allerdings nimmt der Impfschutz mit der Zeit deutlich ab. Bei älteren oder vorerkrankten Personen kann der Impfschutz sogar noch schneller nachlassen. Die Auffrischungsimpfungen sollen helfen, den individuellen Impfschutz aufrecht zu erhalten.

    • Warum ist eine 2. Auffrischungsimpfung ratsam?

      Aktuelle Auswertungen zeigen, dass der Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus angesichts der momentan kursierenden Omikron-Variante nach der 1. Auffrischungsimpfung innerhalb weniger Monate abnimmt.

      Um die besonders gefährdeten Personengruppen, also insbesondere alle Menschen ab 60 Jahren und diejenigen mit einer Immunschwäche, zu schützen und das medizinische wie pflegerische Versorgungsystem aufrechterhalten zu können, ist die 2. Auffrischungsimpfung laut STIKO zu empfehlen.

      Die 2. Auffrischungsimpfung soll den Schutz vor einer Ansteckung verbessern und vor einem schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung bewahren.

    Wie bekomme ich einen Impftermin?

    Erst-, Zweit- sowie Auffrischungsimpfungen werden bundesweit von niedergelassenen Ärzten und Betriebsärzten sowie in einigen Bundesländern auch von mobilen Impfteams und Impfzentren durchgeführt. Die Impfung ist für alle Bürger unabhängig vom Versicherungsstatus kostenfrei.

    Für eine Impfung beim Hausarzt oder Betriebsarzt kontaktieren Sie bitte die jeweilige Praxis. Wo sich in Ihrer Nähe weitere Impfeinrichtungen oder mobile Impfteams befinden, erfahren Sie auf der Internetseite Ihres Bundeslandes.

    • Welche Unterlagen muss ich zur Impfung mitbringen?

      Bitte bringen Sie möglichst folgende Dokumente zum Impftermin mit:

      • Personalausweis oder einen anderen Lichtbildausweis
      • Impfpass
      • gegebenenfalls zusätzliche Dokumente, wie Ihren Allergiepass, Herzpass, Diabetikerausweis oder Medikamentenliste

      Besitzen Sie keinen Impfpass, dann erhalten Sie nach der Impfung eine Impfbescheinigung. Gegebenenfalls wird Ihnen auch ein europäischer Impfausweis ausgestellt.

    • Welche Unterlagen bekomme ich vor der Impfung?

      Sie bekommen jeweils ein Aufklärungsmerkblatt und einen Einwilligungsbogen ausgehändigt. In manchen Fällen müssen Sie die Dokumente auch selbst beschaffen. Erhältlich sind das Aufklärungsmerkblatt und der Einwilligungsbogen unter anderem auf der Website des Robert Koch-Instituts. Diese Dokumente füllen Sie vor der Impfung aus und unterschreiben sie.

      • Das Aufklärungsmerkblatt enthält Informationen zur Art des Impfstoffs, zur Wirksamkeit der Impfung, Kontraindikationen, Verhalten vor und nach der Impfung, mögliche Impfreaktionen und Vorgehen bei Impfkomplikationen.
      • Der Einwilligungsbogen enthält Fragen zu Ihrem Gesundheitszustand, zu früheren Impfungen, zu Allergien und zur Einnahme von Gerinnungshemmern. 

    Was ist ein Impfdurchbruch?

    Die in Deutschland verwendeten COVID-19-Impfstoffe bieten einen guten Schutz vor einem schweren Verlauf einer Corona-Erkrankung. Einen 100-prozentigen Schutz vor einer Infektion bieten sie allerdings nicht. So kann es passieren, dass sich eine vollständig geimpfte Person dennoch mit dem Coronavirus ansteckt. Von einem Impfdurchbruch spricht man dann, wenn diese Person Krankheitssymptome wie Halsschmerzen oder Fieber entwickelt.

    Treten hingegen bei einer vollständig geimpften Person trotz Corona-Infektion keine Krankheitssymptome auf, dann gilt dies nicht als Impfdurchbruch.

    • Wie kann es zu einem Impfdurchbruch kommen?

      Keine Impfung bietet einen 100-prozentigen Schutz – das gilt auch für die Corona-Schutzimpfung. Obwohl die Impfstoffe sehr wirksam sind, können sie nicht alle Infektionen bei Geimpften verhindern. Allerdings treten Infektionen bei Geimpften deutlich seltener auf. Zudem kommt es seltener zu schweren Krankheitsverläufen unter Geimpften.

      Da die Corona-Impfung keinen 100-prozentigen Schutz bietet, steigt mit zunehmender Impfquote auch die Wahrscheinlichkeit für Impfdurchbrüche. Das heißt, je mehr Menschen geimpft sind, desto höher die Zahl der Menschen, die von Impfdurchbrüchen betroffen sein können.

      Darüber hinaus ist die Anzahl der Impfdurchbrüche auch von der Anzahl der aktiven Fälle abhängig: Je mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert sind, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit sich als Geimpfter anzustecken.

      Zudem lässt der Impfschutz bereits nach vier Monaten nach, was Impfdurchbrüche erleichtert. Auch neuere Virusvarianten wie zum Beispiel Delta und Omikron umgehen teilweise die durch die Impfung erworbene Immunität, wodurch das Risiko für einen Durchbruch zusätzlich gesteigert wird.

    • Was muss ich tun, wenn ich von einem Impfdurchbruch betroffen bin?

      Wer Krankheitssymptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Husten, Halsschmerzen oder Schnupfen bei sich bemerkt, sollte seinen Hausarzt telefonisch kontaktieren, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Das gilt auch, wenn ein Selbsttest positiv ausfällt. In der Regel werden Betroffene dann für einen PCR-Test in die Arztpraxis bestellt oder an eine Corona-Schwerpunktpraxis oder Fieberambulanz verwiesen. Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie auch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 177 kontaktieren.

      Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, sollten Betroffene zu Hause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen vermeiden. Bei einem positiven Testergebnis müssen Betroffene 14 Tage in Quarantäne. Nach Ablauf dieser Zeit entscheidet das Gesundheitsamt, welches die Quarantäne angeordnet hat, über das weitere Vorgehen. Bitte entlassen Sie sich bei anhaltenden Symptomen oder noch positivem Test auch nach 14 Tagen nicht vorzeitig aus der Quarantäne.

    Impfnachweis für die Corona-Impfung

    Eine erfolgte Corona-Impfung wird im Impfpass eingetragen. Müssen Sie einen Impfschutz nachweisen, dann legen Sie Ihren Impfausweis vor. Zusätzlich können Geimpfte die Impfung mit der Corona-Warn-App, der CovPass-App oder der Luca-App auch digital auf dem Smartphone nachweisen, mit dem sogenannten digitalen Impfnachweis.

    • Kein Impfpass, alter Impfausweis oder Impfpass verloren: Was muss ich tun?

      Wer keinen Impfpass hat oder diesen verloren hat, bekommt von seinem Hausarzt einen neuen Impfausweis ausgestellt. In diesem wird die Corona-Schutzimpfung dokumentiert.

      Ältere Impfausweise, wie sie früher in der DDR oder in der alten Bundesrepublik ausgestellt wurden, sind in Deutschland weiterhin gültig. Die Corona-Schutzimpfung sowie alle weiteren Impfungen können Sie in diese Ausweise eintragen lassen. Die alten Impfdokumente entsprechen jedoch nicht den Standards des internationalen Impfausweises der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das kann zu Schwierigkeiten bei der Einreise in bestimmte Länder führen, die einen solchen Nachweis verlangen. Deshalb wird empfohlen, alle Eintragungen aus dem alten Impfpass in den international anerkannten, gelben Impfausweis übertragen zu lassen. Hierzulande darf jeder Arzt oder Apotheker die Daten übertragen.

    • Für was brauche ich einen digitalen Impfnachweis?

      Der digitale Impfnachweis ist eine zusätzliche Möglichkeit, mit der Geimpfte die Corona-Schutzimpfung nachweisen können. Zudem ist der digitale Impfnachweis ein in Europa anerkanntes Zertifikat, mit dem Geimpfte auch an Flughäfen oder im europäischen Ausland ihren Impfstatus nachweisen können.

      Sollten Sie kein Smartphone haben oder den digitalen Impfnachweis nicht nutzen wollen, können Sie Ihren Impfstatus selbstverständlich auch mit dem Impfpass oder der Ersatzbescheinigung nachweisen.

    • Wie bekomme ich den digitalen Impfnachweis?

      Das digitale Impfzertifikat stellt die Arztpraxis oder das Impfzentrum nach der Corona-Impfung aus. Alternativ erhalten Sie es auch in einer Apotheke oder beim Gesundheitsamt. Das Zertifikat enthält einen QR-Code, den Sie mit einer der drei folgenden Apps einscannen können: der Corona-Warn-App, der CovPass-App oder der Luca-App. Die App liest die Informationen aus dem QR-Code und speichert die Impfdaten in einem sicheren Bereich des Smartphones. Als Nachweis für die Impfung wird ein QR-Code in der App angezeigt. Diesen zeigen Sie bei Bedarf vor, wenn Sie dazu aufgefordert sind, eine Impfung nachzuweisen. Alle drei Apps zur Nutzung des digitalen Impfnachweises sind kostenfrei in den bekannten App-Stores erhältlich.

      Das digitale Impfzertifikat kann auch ohne App genutzt werden: Der darauf abgebildete QR-Code kann als Impfnachweis vorgelegt werden. Dienstleister, die den Impfstatuts überprüfen möchten, können mithilfe einer Prüf-App den QR-Code auslesen.

    Weitere wichtige Fragen

    • Welche Regeln gibt es für Geimpfte oder Genesene?

      Welche Regeln es für Geimpfte und Genesene gibt, ist abhängig von der pandemischen Lage und wird von den jeweiligen Landesregierungen in den Bundesländern festgesetzt. Generell gilt: Bei hohen Inzidenzen wird allen Menschen empfohlen, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren. Welche Risiken es bei Treffen mit 2G- oder 3G-Regelungen gibt und was Geimpfte und Ungeimpfte bei Treffen beachten sollten, erfahren Sie in der Übersicht des Robert Koch-Instituts.

    • Müssen geimpfte Personen weiterhin die Hygienemaßnahmen (AHA+A+L-Regeln) beachten?

      Ja. Auch voll geimpfte Person können sich mit Corona anstecken oder andere Menschen infizieren. Deshalb ist die Empfehlung der STIKO, auch nach vollständiger Impfung die allgemeinen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Dazu gehören Abstand halten, Hygienemaßnahmen wie Hände waschen oder in die Armbeuge niesen, Maske tragen, Räume regelmäßig lüften sowie die Corona-Warn-App nutzen. 

    • Darf die Grippeimpfung zusammen mit der COVID-19-Impfung gegeben werden?

      Laut der Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut können die Impfung gegen Grippe (Influenza) und die COVID-19-Impfung gleichzeitig verabreicht werden. Zwischen der Impfung gegen Corona und der Verabreichung eines sogenannten Totimpfstoffs, wozu auch der Grippeimpfstoff zählt, muss kein Abstand von 14 Tagen eingehalten werden. Die Impfung soll jeweils an unterschiedlichen Armen erfolgen.

    • Was ist bei Verdacht auf eine Impfkomplikation zu tun?

      Wie bei jeder Impfung kann es auch bei den COVID-19-Impfungen in sehr seltenen Fällen zu unerwünschten medizinischen Wirkungen kommen. Das Risiko dafür ist aber sehr gering. Halten Impfreaktionen ungewöhnlich lange und ausgeprägt an oder treten in engem zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung Krankheitssymptome auf, bei denen Sie einen Zusammenhang mit einer Impfung vermuten, sollten Sie dies mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen. Auf den Seiten des Bundesministeriums für Gesundheit finden Sie weitere Informationen zu Impfreaktionen und Nebenwirkungen nach einer Corona-Schutzimpfung.

      Beim Verdacht einer Impfkomplikation können Sie den Vorfall außerdem jederzeit selbst beim Paul-Ehrlich-Institut melden. Dort finden Sie auch einen aktuellen Bericht über Verdachtsfälle von Nebenwirkungen.

    • Sind veränderte Zyklusblutungen eine neue Nebenwirkung der COVID-19 Impfung?

      Nach Informationen des Paul-Ehrlich-Instituts sind auch im Zusammenhang mit der Impfung gegen COVID-19 Zyklusstörungen berichtet worden. Dabei wurde das gesamte Spektrum veränderter Regelblutungen beobachtet: verstärkte oder verminderte Blutungen, ausbleibende Blutungen, länger als sieben Tage anhaltende Blutungen sowie Zwischenblutungen. Auch nach der Menopause erneut auftretende Regelblutungen wurden im Zusammenhang mit der Impfung gemeldet. Laut den aktuellen Berichten normalisierten sich die Zyklusblutungen bei den betroffenen Frauen innerhalb von wenigen Monaten wieder. Der Grund dafür, dass die Regelveränderungen im Zusammenhang mit der Impfung auftreten, ist aktuell noch nicht bekannt. Das Paul-Ehrlich-Institut und die Europäische Arzneimittelagentur werten die zu Zyklusstörungen gemeldeten Daten weiter aus, um genauere Erkenntnisse zu dieser möglichen Impfnebenwirkung zu gewinnen. Wenn Sie im Zusammenhang mit einer Impfung gegen COVID-19 Zyklusstörungen bei sich beobachtet haben und sich deswegen Sorgen machen, sprechen Sie dazu am besten Ihren Frauenarzt an.

    • Was müssen Patienten, die Gerinnungshemmer (Antikoagulantien) einnehmen, bei der Impfung beachten?

      Die bisher entwickelten COVID-19-Impfstoffe werden intramuskulär verabreicht. Die Anwendung von Gerinnungshemmern ist in der Regel kein Hindernis für die Impfung. 

      Weisen Sie den Arzt bei der Impfung darauf hin, dass Sie gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Bringen Sie zum Impftermin alle verfügbaren Unterlagen zu Ihrer Vorerkrankung (zum Beispiel Gerinnungsausweis) sowie Ihren Medikationsplan oder Angaben wie Name und Dosis des Gerinnungshemmers mit. Sie werden über den Einwilligungsbogen zur Einnahme von Gerinnungshemmern befragt und aufgeklärt.

    Wie unterstützt mich meine AOK bei der Corona-Schutzimpfung?

    Die Angebote der AOK unterscheiden sich regional. Mit der Postleitzahl Ihres Wohnortes können wir die für Sie zuständige AOK ermitteln und Ihnen anzeigen, welche weiteren Angebote zur Schutzimpfung und zum Thema Corona Ihre AOK hat.
    Aktualisiert: 24.11.2022

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