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Infos zur Zahnspange für Kinder und Jugendliche

Ob zum Essen, Sprechen oder einfach nur um gut auszusehen: Gesunde Zähne möchte jeder haben. Wachsen die Zähne im Kindes- und Jugendlichenalter etwas schief, kann eine Zahnspange helfen.

Welchen Nutzen hat die Spange?

Eine Zahnspange schiebt die Zähne in die richtige Position um Fehlstellungen zu korrigieren und so für ein gleichmäßiges und gerades Aussehen zu sorgen.Viele Menschen beißen nämlich falsch, was zu schmerzhaften Schäden an Zähnen und Gebiss führen kann.

Zahnspangen gibt es als lose und feste Variante. Welche davon richtig ist, entscheidet der Kieferorthopäde nach einer gründlichen Untersuchung des Gebisses. Häufig werden im Laufe der Behandlung auch verschiedene Typen kombiniert. Aber egal ob lose oder fest: Jede Zahnspange ist ganz besonders und passt nur dem Patienten für die sie gearbeitet wurde.

Das unterscheidet lose und feste Spangen:

Lose Zahnspange: Diese können zum Essen herausgenommen und mit normaler Zahnpasta und -bürste geputzt werden. Trotzdem sollte auch eine lose Spange mindestens 16 Stunden am Tag getragen werden, sonst hilft sie nicht. Eine lose Spange kann das Sprechen erschweren, was jedoch mit etwas Übung überwunden werden kann. Da diese Variante schnell verloren gehen kann, ist es ratsam, immer eine Klammerdose mitzuführen, in der die Spange aufbewahrt werden kann.

Feste Zahnspange: Zumeist kleine Plättchen, auch "Brackets" genannt, die auf den Zähnen befestigt sind. Sie behindern das Sprechen kaum, müssen aber regelmäßig und gründlich geputzt werden. Idealerweise sollte das nach jeder Mahlzeit (3 mal am Tag) geschehen, wobei die letzte Reinigung am Abend besonders wichtig ist. Neben einer normalen oder elektrischen Zahnbürste sollten weitere Hilfsmittel wie Interdentalbürsten und Mundduschen verwendet werden.

Informationen für Eltern

Die ersten Tage mit Zahnspange sind für Kinder oft schwierig. Hier sollte getröstet und bei der regelmäßigen Reinigung der Spange unterstützt werden. Die richtige Putztechnik erklärt der Zahnarzt. Die lange Zeit mit Spange durchzuhalten lohnt sich, schiefe Zähne sind nämlich nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern auch eine Belastung für die Kiefergelenke sowie ein Risikofaktor für Karies und Zahnfleischentzündungen.

Jede Zahnspange wird individuell angefertigt, wobei die Kosten zwischen 1.500 und 4.000 Euro variieren können. Der vorläufige Eigenanteil (20 Prozent) beträgt zwischen 300 und 800 Euro, verteilt über mehrere Jahre. Dieser Anteil reduziert sich ab dem zweiten Kind, das sich gleichzeitig in kieferorthopädischer Behandlung befindet, auf zehn Prozent.

So funktioniert's: Der Kieferorthopäde Ihres Kindes reicht bei Ihrer AOK einen Behandlungsplan ein. Wird dieser genehmigt, übernimmt die AOK 80 Prozent der Behandlungskosten direkt. Die restlichen 20 Prozent rechnet der Zahnarzt vierteljährlich mit Ihnen ab. Nach der sogenannten Retentionsphase ist die Behandlung erfolgreich abgeschlossen. Dann erstattet die AOK auch die restlichen 20 Prozent. Deshalb sollten alle Belege aufgehoben und zum Abschluss bei Ihrer AOK eingereicht werden.

Achtung: Medizinisch nicht notwendige Extras (z.B. spezielle Drähte, Spangen oder Behandlungsweisen) werden nicht übernommen. Wird die Therapie abgebrochen, kann die AOK den Elternanteil nicht erstatten. Der Kieferorthopäde ist verpflichtet, Ihrer AOK mitzuteilen, wenn sich Eltern oder Patient nicht kooperativ verhalten (z.B. nicht eingehaltene Termine, falsches Tragen der Spange). Bei wiederholtem Fehlverhalten kann der Kieferorthopäde die Behandlung abbrechen.

Wie lange muss die Spange getragen werden?

Ein wenig Geduld ist notwendig: In der Regel müssen Zahnspangen drei bis vier Jahre getragen werden. Danach beginnt die sogenannte Retentionsphase, die etwa ein Jahr dauert. In dieser Phase soll sich das Gebiss stabilisieren. Der Kieferorthopäde kontrolliert währenddessen regelmäßig, ob die Zähne wieder in eine schiefe Position rutschen. Zumeist muss in der Retentionsphase eine lose Klammer getragen werden, gerade nachts.

Die in dieser Phase entstehenden Kosten sind im Behandlungsplan enthalten und werden übernommen. Auch möglicherweise notwendige Reparaturen von Zahnklammern und Ersatz für verloren gegangene Spangen übernimmt Ihre AOK in der Regel. Gehäufte Reparaturen und Neuanfertigungen sind jedoch möglicherweise selbst zu bezahlen.

Zahnhygiene mit Spange

Feste Zahnspangen:

Gerade wer eine feste Zahnspange trägt, der sollte beim Essen aufpassen:

  • Karotten, Äpfel, Nüsse und andere harte Lebensmittel in mundgerechte Stücke schneiden oder reiben um Beschädigungen der Drähte und Brackets zu verhindern
  • Keine klebrigen Lebensmittel wie Kaugummi oder Kaubonbons (können Brackets und Bänder lockern und Drähte verkleben)
  • Faserige Speisen, die sich schnell um Drähte wickeln, vermeiden

Zahnseide hilft, schwer erreichbare Zahnzwischenräume zu reinigen, ist aber in Verbindung mit einer festen Spange nur schwer anzuwenden. Hier sind eine besonders vorsichtige Anwendung und spezielle Zahnseide mit verstärkten Enden empfehlenswert.

Eine Munddusche sollte zum Abschluss verwendet werden um das möglicherweise strapazierte Zahnfleisch zu massieren. Die Mundhygiene kann natürlich auch mit einer elektrischen Zahnbürste (kleiner, rotierender Bürstenkopf) betrieben werden, solange auch dies sorgfältig und gründlich passiert. Plaque-Spüllösungen sollten nur im absoluten Notfall verwendet werden, also zum Beispiel bei Gipsarm, Bettlägerigkeit oder Entzündungen des Zahnfleisches.

So lassen sich die Zähne und die feste Spange in acht einfachen Schritten reinigen:

  1. Mund gründlich ausspülen um grobe Speisereste zu entfernen
  2. Mit einer mittelharten Zahnbürste den Bereich zwischen Brackets und Zahnfleisch in kleinen, kreisenden Bewegungen putzen
  3. Fläche zwischen Brackets und Zahnspitze mit den gleichen Bewegungen reinigen
  4. Borsten schräg ansetzen um den Bereich auf und um die Brackets zu säubern (einmal oberhalb der Brackets, einmal unterhalb, jeweils schräg zur Kaufläche)
  5. Zahnbürste senkrecht aufstellen um Kauflächen zu bürsten
  6. Innenseiten der Zähne putzen in dem die Zahnbürste am Zahnfleisch angesetzt wird
  7. Mit spezieller Interdentalbürste unter und zwischen den Bändern reinigen (Kieferorthopäden können beraten, welche Spezialbürste am besten geeignet ist)
  8. Mund erneut ausspülen und im Spiegel überprüfen (besonders auf Bereiche zwischen Bändern und Zahnfleisch sowie zwischen Backenzähnen und Zahnfleisch achten)

Lose Zahnspangen:

Eine lose Zahnspange ist simpler zu reinigen: Abends sollte die Spange mit warmem Wasser abgespült werden. Dann können Zähne und Zahnspange mit einer normalen Zahnbürste und Zahnpasta geputzt werden. Für die Spange kann auch (möglichst wenig parfümierte) Seife verwendet werden. Danach nochmals gründlich abspülen.

Gegen hartnäckige Ablagerungen helfen Spangenreinigungsbäder. Die Tabs dafür sind in Drogerien erhältlich, eine Wasser-Essig-Lösung im Verhältnis 2:1 erfüllt jedoch den gleichen Zweck.

Schritt für Schritt

Zähne mit einer festen Klammer kannst du wegen der vielen feinen Drähte nicht so wie Zähne ohne Klammer putzen. Du musst sie in mehreren Schritten vor dem Spiegel und bei guter Beleuchtung reinigen. So geht's:

  1. Mund gründlich ausspülen, um gröbere Speisereste zu entfernen.
  2. Mit einer mittelharten Kurzkopf-Zahnbürste den Bereich zwischen Brackets und Zahnfleisch in kleinen, kreisenden Bewegungen putzen. Damit reinigst du den kritischen Bereich zwischen Spange und Zahnfleisch und massierst gleichzeitig das Zahnfleisch.
  3. Danach putzt du die Fläche zwischen Brackets und Zahnspitze – ebenfalls mit kleinen, kreisenden Bewegungen.
  4. Als Nächstes säuberst du den Bereich auf und um die Brackets. Dazu die Borsten der Zahnbürste schräg ansetzen. Einmal oberhalb der Brackets, schräg zum Zahnfleisch gerichtet, dann unterhalb der Brackets, schräg zur Kaufläche weisend. So kommst du unter den Bogen.
  5. Jetzt sind die Kauflächen dran: Zahnbürste senkrecht aufstellen und hin und her bürsten.
  6. Danach putzt du die Innenseiten, indem du die Zahnbürste am Zahnfleisch ansetzt und in Richtung Zahnspitze drehst.
  7. Nun wechsle die Zahnbürste und nimm eine speziell geformte Interdentalzahnbürste (aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt). Damit gelangst du besser unter und zwischen die Bänder, Brackets und Bögen. Lass dich von deinem Kieferorthopäden beraten, welche Spezialzahnbürste für deine Klammer geeignet ist.
  8. Jetzt wieder den Mund ausspülen und in den Spiegel schauen, um zu prüfen, ob du irgendeine Stelle übersehen hast. Achte besonders auf die halbmondförmigen Stellen zwischen Bändern und Zahnfleisch sowie auch auf den Bereich zwischen den Backenzähnen und dem Zahnfleisch.

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