AOK-FacharztProgramm: Fachgebiet Pneumologie

Der Facharztvertrag Pneumologie (Lungenheilkunde) der AOK Baden-Württemberg bietet Ihnen als Patient mit chronischer Lungenerkrankung eine eng abgestimmte Behandlung auf Basis des aktuellen medizinischen Wissens.

Ein Mann sitzt in einer Kabine, eine Pneumologin überwacht am Bildschirm die Lungenfunktion.© AOK

Inhalte im Überblick

    Bessere Versorgung für Patienten

    Die eng abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Hausarzt und Facharzt wird gefördert, um eine bedarfsgerechte Versorgung der teilnehmenden Patienten zu ermöglichen. Kernpunkt ist die strukturierte Beratung und krankheitsspezifische Schulung der Patienten und ihrer Angehörigen.

    Beraten wird zu Maßnahmen eines gesundheitsförderlichen Lebensstils und zur medikamentösen Behandlung. Damit kann die Gesundheitskompetenz der lungenkranken Patienten nachhaltig gestärkt werden. Dies führt zu einer Verbesserung der Versorgungsqualität.

    Hintergrund

    Lungenerkrankungen stellen in Deutschland die dritthäufigste Todesursache dar. Die Zahl der Erkrankten mit Asthma, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), Lungenentzündungen und Lungenkrebs steigt an. Viele Risikofaktoren für diese chronischen Lungenerkrankungen sind lebensstilorientiert und damit vermeidbar. Dazu zählen unter anderem das Rauchen, Bewegungsmangel und Fehlernährung.

    Patienten mit chronischen Lungenerkrankungen wie COPD oder Asthma sind oft auch von weiteren Erkrankungen betroffen. So werden in Verbindung damit häufig zum Beispiel Herzerkrankungen, Übergewicht, Diabetes, Knochenschwund (Osteoporose) und Depressionen diagnostiziert.

    Chronische Lungenerkrankungen sind für die Betroffenen mit hohen Einbußen an Lebensqualität verbunden. Um diese Patienten optimal zu versorgen und ihren Leidensdruck zu senken, strebt die AOK Baden-Württemberg mit ihren Vertragspartnern eine bedarfsgerechte Versorgung entsprechend dem aktuell verfügbaren medizinischen Wissen an.

    Ihre Vorteile im Überblick

    Im Fachgebiet Lungenheilkunde können Sie als Patient mit chronischer Lungenerkrankung besonders profitieren von:

    • frühzeitiger und spezifischer Diagnose, weil dies Voraussetzung für eine zielgerichtete und an das Stadium der Erkrankung angepasste Therapie ist, vor allem bei Asthma und COPD
    • ausreichend Zeit für Information und Beratung zu Ihren individuellen Risikofaktoren sowie zu Ihrer Behandlung mit Blick auf gesundheitsförderndes Verhalten und Ihre Medikamente
    • Beratung und Motivation zu Veränderungen des Lebensstils, die Einfluss auf Ihre individuellen Risikofaktoren haben. Dazu zählen unter anderem regelmäßige körperliche Bewegung, Gewichtsoptimierung und Rauchstopp
    • regelmäßiger Beratung zum Rauchstopp, stufenweise intensiviert mittels Methoden, die nachweislich wirksam sind
    • Beratung zu allen Fragen rund um das Thema Medikamente mit Blick auf die Patientensicherheit
    • regelmäßiger Beratung zu Impfungen, die für Menschen mit Lungenkrankheiten wichtig sind, zum Beispiel gegen Grippe und Lungenentzündung (Pneumokokken)
    • Stärkung Ihrer Gesundheitskompetenz, was Ihnen den Umgang mit der Erkrankung erleichtert
    • Unterstützung durch Medizinische Fachangestellte mit einer Weiterbildung im Fachgebiet Pneumologie bei der Umsetzung der Behandlung
    • Unterstützung durch den Sozialen Dienst der AOK, wenn familiäre, berufliche und/oder soziale Belastungen wegen einer chronischen Lungenkrankheit vorliegen (bei Bedarf und auf Wunsch des Patienten)
    • Unterstützung durch den AOK-Präventionsberater bei der Suche nach passenden Gesundheitsangeboten in Ihrer Nähe, zum Beispiel zu Bewegung, Ernährung, Rauchstopp

    Intensivierte Beratung zum Rauchstopp

    Ein Rauchstopp ist die wichtigste Maßnahme, um ein Fortschreiten von COPD zu verhindern. Rauchen führt zudem gehäuft auch zu Lungenkrebs und Lungenüberblähung, einem so genannten Lungenemphysem. Werden Rauchende durch nachweislich wirksame Maßnahmen unterstützt, erhöht sich die Chance auf einen erfolgreichen Rauchstopp deutlich. Dennoch werden laut Deutschem Krebsforschungsinstitut weniger als 4 von 100 Rauchenden bei einem Arztbesuch dazu beraten und erhalten Unterstützung beim Rauchstopp.

    In Einklang mit dem nationalen Gesundheitsziel „Tabakkonsum reduzieren“ ist es daher ein wesentliches Ziel der Pneumologie-Versorgung im FacharztProgramm, Menschen mit chronischer Lungenerkrankung strukturiert nach einem dreistufigen Konzept zum Rauchstopp zu beraten und zu motivieren.

    Zu den angebotenen Methoden, die nachweislich wirksam sind, zählen unter anderem auch intensivierte Einzelberatungen und psychoedukative Gruppenschulungen.

    Ergänzende Unterstützungsangebote der AOK Baden-Württemberg

    Zur Unterstützung der Patienten bei der Umsetzung insbesondere der Hinweise zu sinnvollen Änderungen des Lebensstils kann der Arzt den AOK-Präventionsberater in die Versorgung einbeziehen. Der AOK-Präventionsberater kann den Patienten bei der Umsetzung vereinbarter Lebensstiländerungen im Alltag unterstützen und ihm dabei helfen, wohnortnahe Angebote zu finden.

    Der Arzt erhält vom Sozialen Dienst der AOK Unterstützung bei der Betreuung und Begleitung von berufstätigen Versicherten mit chronischer Lungenerkrankung sowie von Versicherten mit drohender/bestehender Pflegebedürftigkeit oder onkologischer Erkrankung, die sich in einer komplexen, instabilen Gesamtsituation befinden.

    Ziel ist es, die Gesundheitskompetenzen des Patienten zu stärken und ihn bei der Umsetzung der Behandlung zu unterstützen. Durch die Zusammenarbeit und den Austausch mit dem Arzt kann der Soziale Dienst die Betroffenen möglichst zeitnah individuell unterstützen.

    Aktualisiert: 01.09.2021

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