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Mehr E-Scooter-Unfälle – Vor allem Jüngere verletzen sich schwer

16.07.2026 2 Min. Lesedauer

Die Zahl der E-Scooter-Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, ist laut einer aktuellen Statistik erneut erheblich gestiegen. Demnach waren vor allem junge Menschen in E-Scooter-Unfälle verwickelt. Mehr als die Hälfte der rund 16.500 Verunglückten im Jahr 2025 war unter 25 Jahre alt, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mit. Die Zahl der Unfälle erhöhte sich gegenüber 2024 insgesamt um 38,1 Prozent, die Zahl der Todesopfer von 27 auf 38. Besorgniserregend ist laut Experten, dass bei Unfällen mit E-Scootern Kinder und Jugendliche auffallend häufig schwere Verletzungen erleiden. Verbände fordern eine Helmpflicht, eine Anhebung der Altersgrenze und einen Befähigungsnachweis.

Eine Auswertung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) auf Basis der Destatis-Daten verdeutlicht das Risiko für jüngere Altersgruppen. Ein Großteil der Unfallopfer unter 25 Jahre fiel demnach mit 5.014 Betroffenen in die Altersgruppe 18 Jahre und jünger; 2.200 der verunglückten E-Scooter-Fahrerinnen und -Fahrer oder unerlaubt Mitfahrenden waren jünger als 15 Jahre. Vier von ihnen kamen ums Leben, 211 wurden schwer verletzt. Der DVR fordert daher, das Mindestalter für die Nutzung von E-Scootern von 14 auf 15 Jahre anzuheben und einen E-Scooter-Befähigungsnachweis für alle Verkehrsteilnehmenden ohne Führerschein einzuführen. „Wir müssen sicherstellen, dass alle, die mit einem E-Scooter unterwegs sind, die wichtigsten Regeln kennen und ihr Fahrzeug sicher beherrschen“, sagte DVR-Präsident Manfred Wirsch. „Deshalb brauchen wir einen Befähigungsnachweis, vergleichbar mit der Mofa-Prüfbescheinigung.“ 

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie (DGKJCH) plädiert darüber hinaus für eine Helmpflicht. Die Verletzungen wie etwa des Gehirns seien oftmals schwerwiegend. Rund 31 Prozent der Vorfälle würden als klinisch schwer eingestuft und etwa 14 Prozent erforderten eine stationäre Behandlung. „Entgegen der Wahrnehmung als harmloses Spielzeug haben E-Scooter in der Kinder- und Jugendchirurgie das Trampolin als häufigste Ursache für schwere Freizeitverletzungen abgelöst“, erklärte DGKJCH-Vorstandsmitglied Joachim Suß, Chefarzt für Kinderchirurgie am Kinderkrankenhaus Wilhelmstift in Hamburg. 

Laut Destatis war das häufigste Fehlverhalten von E-Scooter-Fahrendenden das falsche Benutzen der Fahrbahn oder von Gehwegen (21,6 Prozent). Dahinter folgten das Fahren unter Alkoholeinfluss (10,9 Prozent) sowie eine nicht angepasste Geschwindigkeit (8,4 Prozent). (imo)

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