Update Prävention

BKK-Studie weist GKV Schlüsselrolle für nachhaltige Digitalisierung zu

21.10.2026 2 Min. Lesedauer

Digitalisierung birgt nach einer aktuellen Studie erhebliche Potenziale für mehr Versorgungsqualität, Teilhabe und Ressourceneffizienz im Gesundheitswesen. Dies gelte aber nur unter der Voraussetzung, dass sie bedarfsorientiert und unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten vorangetrieben werde, geht aus der heute veröffentlichten Untersuchung des Berlin Institute of Health at Charité (BIH) im Auftrag des BKK-Dachverbandes hervor. Eine Schlüsselrolle komme dabei der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu.

„Das Potenzial ist riesig, aber nur, wenn man Digitalisierung und Nachhaltigkeit als zwei Seiten derselben Medaille betrachtet und gemeinsam gestaltet“, erläuterte die Vorständin des BKK-Dachverbandes, Anne-Kathrin Klemm. Mehr Technik allein mache die Versorgung weder besser noch ressourcenschonender. „Digitale Anwendungen verursachen einen Energie- und Ressourcenverbrauch und müssen daher verantwortungsvoll eingesetzt werden." 

Entscheidend sei, ob neue digitale Anwendungen „einen messbaren Beitrag zu einer besseren Versorgung leisten, die Versorgungsbedarfe und -realitäten der Patientinnen und Patienten abbilden und einen konkreten Mehrwert für die Leistungserbringende bieten“, sagte Klemm. Die GKV könne die Voraussetzungen dafür schaffen und Innovationen so steuern, dass sie technisch, sozial gerecht, wirtschaftlich tragfähig und ökologisch sinnvoll seien. 

In der Studie werden mehrere Handlungsfelder definiert, über die Krankenkassen eine nachhaltige Digitalisierung aktiv fördern können. So sollten etwa Nachhaltigkeitskriterien bei digitalen Projekten stärker berücksichtigt, interoperable Lösungen gefördert und Nachhaltigkeitsaspekte in der Beschaffung und Vertragsgestaltung verankert werden.

„Die nachhaltigste Digitalisierung ist nicht die mit den meisten Anwendungen, sondern die, die mit weniger Ressourcen mehr Gesundheit, bessere Versorgung und gerechteren Zugang ermöglicht“, betonte die Digitalexpertin und Biomedizinerin Sylvia Thun, eine der Autorinnen der BIH-Studie. „Dafür müssen wir Daten endlich sinnvoll vernetzen und ihre Wirkung messen.“ (ter)

Optionale Felder sind gekennzeichnet.

Beitrag kommentieren

Alle Felder sind Pflichtfelder.

Datenschutzhinweis

Ihr Beitrag wird vor der Veröffentlichung von der Redaktion auf anstößige Inhalte überprüft. Wir verarbeiten und nutzen Ihren Namen und Ihren Kommentar ausschließlich für die Anzeige Ihres Beitrags. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht, sondern lediglich für eventuelle Rückfragen an Sie im Rahmen der Freischaltung Ihres Kommentars verwendet. Die E-Mail-Adresse wird nach 60 Tagen gelöscht und maximal vier Wochen später aus dem Backup entfernt.

Allgemeine Informationen zur Datenverarbeitung und zu Ihren Betroffenenrechten und Beschwerdemöglichkeiten finden Sie unter https://www.aok.de/pp/datenschutzrechte. Bei Fragen wenden Sie sich an den AOK-Bundesverband, Rosenthaler Str. 31, 10178 Berlin oder an unseren Datenschutzbeauftragten über das Kontaktformular.