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Mehrheit der Deutschen geht regelmäßig zur Krebsvorsorge

28.11.2023 2 Min. Lesedauer

Mehr als die Hälfte der Deutschen (56 Prozent) geht nach eigenen Angaben regelmäßig zur Krebsvorsorge. Das geht aus einer heute veröffentlichten Civey-Studie im Auftrag des AOK-Bundesverbandes hervor, für die im November 10.000 Deutsche ab 18 Jahren befragt wurden. Nur knapp jeder Vierte (23 Prozent) gab an, sich nicht für Krebsvorsorge zu interessieren.

„Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Bereitschaft zur Teilnahme an Krebsvorsorgeuntersuchungen bei Frauen deutlich ausgeprägter ist als bei Männern“, sagte Jens Martin Hoyer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes. So stimmen der Aussage „Ich gehe regelmäßig zu Krebsvorsorgeuntersuchungen“ 64 Prozent der Frauen zu, während es bei den Männern 47 Prozent sind. Dieses Bild spiegele sich auch in den Inanspruchnahme-Raten der einzelnen Untersuchungen wider, die das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) aktuell im Früherkennungsmonitor veröffentlicht habe. Laut Hoyer dürften diese Ergebnisse auch mit den früher greifenden geschlechtsspezifischen Früherkennungs-Programmen zusammenhängen.

Die Älteren, bei denen die Teilnahme an den Untersuchungen überwiegend relevant wird, zeigen eine größere Bereitschaft zur Teilnahme. So gehen 61 Prozent der Menschen zwischen 50 und 64 Jahren und sogar 67 Prozent der Menschen ab 65 Jahren regelmäßig zur Früherkennung. Die größte Offenheit für das Thema über alle befragten Altersgruppen und beide Geschlechter hinweg ist im Saarland mit 61 Prozent Zustimmung bei der Frage nach der regelmäßigen Teilnahme zu verzeichnen, die geringste Rate in Sachsen mit 51 Prozent.

Mit Blick auf mögliche Ängste vor der Krebsvorsorge sagten 28 Prozent der Befragten, sie hätten Bedenken, dass die Untersuchungen unangenehm und schmerzhaft sein könnten. 63 Prozent haben dagegen keine Bedenken. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) hat laut Studie Angst, dass bei dem Check-up tatsächlich Krebs entdeckt wird, 39 Prozent teilen diese Besorgnis nicht. „Krebsvorsorge kann Leben retten“, betonte Michael Ghadimi, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Zu möglichen Ängsten sowie über Vor- und Nachteile einer Untersuchung könnten Ärztinnen und Ärzte aufklären.

Die Befragung fand zum heutigen „Tag der Krebsvorsorge“ statt, den die AOK vergangenes Jahr gemeinsam mit der Deutschen Krebsgesellschaft initiiert hatte. (bhu)

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