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Umfrage: Mehrheit findet neuen Medikationsplan in der ePA gut

14.07.2026 2 Min. Lesedauer

Ab heute können Praxen in ausgesuchten Regionen Medikationspläne in der elektronischen Patientenakte (ePA) speichern. Der elektronische Medikationsplan sei „eine wichtige Ergänzung“ und werde den Nutzwert der ePA für die Versicherten ganz entscheidend erhöhen, betonte die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann. Bei den Versicherten kommt das neue Instrument laut einer repräsentativen Forsa-Befragung im Auftrag des Verbandes größtenteils gut an. Demnach finden 90 Prozent die neue Option sehr gut oder eher gut, nur fünf Prozent halten sie für weniger gut oder gar nicht gut.

Der digital gestützte Medikationsprozess befindet sich zurzeit noch in der Pilotierungsphase. Es dauere noch bis Herbst, bis alle Software-Systeme der Niedergelassenen den elektronischen Medikationsplan unterstützten, erläuterte Reimann.

Besonders viel Zuspruch erntet der Analyse zufolge der bessere Überblick für die behandelnden Ärztinnen und Ärzte über die Medikation und ihr Einblick in verordnete Arzneien und Dosierungen (90 Prozent beziehungsweise 89 Prozent Zustimmung). Schon die automatisch aus dem E-Rezept heraus befüllte Medikationsliste in der ePA sorge nach den bisherigen Rückmeldungen aus der Praxis für einen großen Mehrwert, erläuterte Reimann. Das werde mit dem Medikationsplan noch um die Möglichkeit zum Eintragen von nicht verschreibungspflichtigen Präparaten sowie durch Informationen zur Dosierung und Hinweisen zur Einnahme ergänzt.

Die Befragung macht allerdings auch deutlich, dass sich der Informationsstand zur ePA im Vergleich zum Vorjahr kaum verbessert hat. Während sich 2025 noch 45 Prozent der Befragten sehr gut oder eher gut über die ePA informiert fühlten, stieg der Anteil mit 47 Prozent seitdem nur leicht. Weitere Erkenntnis: Die ePA ist trotz der seit 1. Oktober 2025 geltenden Pflicht zum Befüllen weiterhin kaum ein Thema beim Arztbesuch. Das gaben der Studie zufolge 81 Prozent der Befragten an. Damit ist dieser Anteil seit der letzten Studie nur um drei Prozentpunkte gesunken. „Diese Ergebnisse sind ernüchternd“, sagte Reimann. „Entscheidend wird sein, die ePA stärker mit konkreten Mehrwerten für die Versicherten zu verbinden und den Zugang weiter zu vereinfachen.“ Mit einem neuen, rein digitalen Identifizierungsverfahren bietet die AOK seit Mitte Juni ihren Versicherten einen unkomplizierteren Zugang zu ihrer ePA. 

Für die repräsentative Forsa-Befragung wurden vom 13. bis zum 27. April 2026 8.522 gesetzlich Krankenversicherte ab 18 Jahren befragt. (bhu)

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