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AOK-Welt: Neues aus den Regionen

18.03.2026 Tina Stähler 3 Min. Lesedauer

Mit verschiedenen Initiativen und Studien setzen sich die AOKs bundesweit für eine bessere Versorgung ein.

Eine ältere Frau packt sich ein Hörgerät ins linke Ohr.
Vorbeugung sowie eine frühzeitige Diagnostik von Hörproblemen sind bei Altersschwerhörigkeit essenziell.

NordWest

Deutlicher Anstieg bei Hörgeräte-Verordnungen

Immer mehr Menschen werden im Nordwesten mit einer Hörhilfe versorgt: In Westfalen-Lippe bekamen 2024 insgesamt 30.304 AOK-Versicherte ein Hörgerät – ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In Schleswig-Holstein stieg die Zahl um 14,1 Prozent auf 10.957 Fälle. „Neben dem Alter ist Lärm ein wesentlicher Risikofaktor bei der Entwicklung einer Schwerhörigkeit“, betonte der Vorstandsvorsitzende der AOK NordWest, Tom Ackermann. Auch wenn eine Altersschwerhörigkeit nicht in jedem Fall verhindert werden könne, seien Vorbeugung sowie eine frühzeitige Diagnostik von Hörproblemen essenziell.

Bundesverband

Qualitätssiegel soll Recherchen erleichtern

Hierzulande nutzen immer mehr Menschen das Internet für ihre Gesundheitsrecherchen (83 Prozent). Gleichzeitig verunsichert die Fülle an Informationen aus unterschiedlichen Gründen einen erheblichen Teil der Nutzer. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des AOK-Bundesverbandes unter rund 2.000 Bürgerinnen und Bürgern. Beispielsweise hat jede dritte Person Probleme damit, vertrauenswürdige Gesundheitsinformationen zu finden. Die AOK möchte mit einem Qualitätssiegel unterstützen. „Wir nehmen die Schwierigkeiten und Herausforderungen der Menschen in der digitalen Welt ernst und wollen sie in diesem Informationsdschungel nicht allein lassen“, machte Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, deutlich. Seit Ende 2025 werden von Expertinnen und Experten geprüfte medizinische Inhalte auf allen AOK-Kanälen mit dem „AOK-Fachprüfungsstempel“ gekennzeichnet. Zugleich gibt die AOK Tipps zur Online-Suche nach seriösen Gesundheitsinformationen.

Rheinland/Hamburg

Psychische Erkrankungen prägen Krankenstand

Zwar gingen 2025 im Rheinland und in Hamburg die Fälle von Arbeitsunfähigkeit (AU) erstmals seit 2022 zurück, jedoch blieben psychische Erkrankungen ein zentraler Treiber von Fehlzeiten. In Hamburg sank die Zahl der AU-Fälle aufgrund psychischer Diagnosen leicht (minus 2,2 Prozent), die AU-Tage je Fall stiegen jedoch geringfügig an (plus 0,2 Prozent). Sie entsprachen rund vier Fehltagen je versicherter Person pro Jahr. Im Rheinland zeigte sich hingegen ein Anstieg sowohl der AU-Fälle (plus 1,7 Prozent) als auch der AU-Tage (plus 0,8 Prozent) wegen psychischer Erkrankungen. Wichtig sei, „das Thema mentale Gesundheit in den Betrieben und in der Versorgung stärker in den Fokus zu nehmen“, sagte Merit Kirch, Geschäftsführerin des BGF-Instituts der AOK Rheinland/Hamburg.

Bayern

Hausarztvertrag in Bayern um Leistungen ergänzt

Mehr Telemedizin und Arbeitsdelegation soll die hausärztliche Versorgung in Bayern zukunftsfähig machen und Praxen entlasten. Vor diesem Hintergrund haben die AOK Bayern und der Bayerische Hausärztinnen- und Hausärzteverband (BHÄV) ihren gemeinsamen Hausarztvertrag erweitert und zusätzliche Leistungen vereinbart. Dazu gehören der verstärkte Einsatz akademisch ausgebildeter nichtärztlicher Fachkräfte in Praxen und bei Hausbesuchen sowie die Finanzierung von modernen telemedizinischen Geräten. Zudem unterstützen AOK-Coaches chronisch kranke Menschen, die an Bluthochdruck und Diabetes Mellitus Typ II leiden.

Niedersachsen

Darmkrebfrüherkennung auch zuhause möglich

Versicherte ab 50 Jahren sowie Personen ab 35 Jahren mit familiärem Darmkrebsrisiko können die Darmkrebsfrüherkennung ab sofort bequem und kostenfrei zu Hause durchführen. Die AOK Niedersachsen kooperiert dafür mit dem Healthtech-Unternehmen DoctorBox. Patientinnen und Patienten können das Testkit online bestellen, die Probe zu Hause entnehmen und zur Auswertung ins Labor schicken. Ziel ist es, die Teilnahme an der Vorsorge zu erhöhen und Darmkrebs frühzeitig zu erkennen. Laut Robert-Koch-Institut erkranken jährlich rund 55.000 Menschen, davon etwa 5.860 in Niedersachsen.

Illustration: Ein Mann spricht zu einem Hinterkopf. Zu sehen ist das an den roten Pfeilen, die von seinem Mund ausgehen. Der Hintergrund ist rosa mit grafischen Elementen
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Seit Jahren registriert die AOK PLUS hohe private Zusatzkosten in der Hörgeräteversorgung. Deshalb hat die Krankenkasse eine aufwendige Umfrage unter ihren Versicherten initiiert. Ein Ergebnis: Die Zufriedenheit mit den kleinen Helfern ist nicht abhängig vom finanziellen Mehraufwand.
18.04.2024Kristin Pakura10 Min

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