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G+G-Spezial: Gemeinsam gegen Hass

21.01.2026 Otmar Müller 1 Min. Lesedauer

Für chronisch Kranke oder Menschen mit Behinderung ist es immer noch keine Selbstverständlichkeit, sich in den Sozialen Medien zu präsentieren. Denn dort werden Menschen, die nicht den Mainstream widerspiegeln, immer öfter das Ziel von Bewertungen, Beleidigungen oder Hasskommentaren.

Eine Frau im Rollstuhl hält ein Selfie-Stick in ihrer Linken Hand und filmt sich selbst draußen auf der Straße. Sie lächelt, hält einen Arm in die Luft und wirkt sehr fröhlich.
„Gemeinsam gegen Hass – Mehr Solidarität in den Sozialen Medien!“ – unter diesem Motto möchte der AOK-Bundesverband die „digitale Inklusion“ vorantreiben.

Hatespeech gegenüber Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einer Behinderung ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem, das in sozialen Medien und auch im Schulalltag sehr präsent ist. Betroffene berichten von digitalen Anfeindungen, Diskriminierung und erheblichen Folgen für ihr psychisches und physisches Wohlbefinden. Statistische Erhebungen zeigen einen steten Anstieg der Hassrede, wobei jüngere Menschen und Schüler zunehmend betroffen sind.

Die unmittelbaren Folgen der verbalen Angriffe für Betroffene sind vielfältig, wie die HateAid-Studie „Lauter Hass, leiser Rückzug“ deutlich macht. 41 Prozent der Befragten geben an, dass bei ihnen ein sozialer Rückzug stattgefunden habe, 35 Prozent berichten von psychischen, 18 Prozent von körperlichen Beschwerden. Mehr als jeder Dritte Betroffene (35 Prozent) gibt an, Probleme mit seinem Selbstbild entwickelt zu haben.

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Hass – Mehr Solidarität in den Sozialen Medien!“ möchte der AOK-Bundesverband hierfür ein gesellschaftliches Bewusstsein schaffen und die „digitale Inklusion“ vorantreiben.

Im aktuellen G+G-Spezial beleuchten etwa Raúl Krauthausen oder Anna-Lena von Hodenberg, die gemeinsam mit anderen das Betroffenen-Portal „HateAid“ ins Leben gerufen haben, welche Möglichkeiten es gibt, sich gegen Hatespeech zur Wehr zu setzen und welche politischen Änderungen nötig wären, um Social Media zu einem sichereren Ort zumachen. Mit Melisa Akdag und Janina Nagel stellen wir im Heft zwei Frauen vor, die die Sozialen Medien nutzen, um sich und ihre Botschaft zu präsentieren. Eindringlich erklären Sie, warum sie auf Instagram & Co. sichtbar bleiben wollen – trotz beleidigender Kommentare und hasserfüllter Botschaften.  

Weitere Expertinnen und Experten aus Selbsthilfe und Wissenschaft verdeutlichen in ihren Beiträgen die aktuelle Dimension des Problems und benennen effektive Gegenstrategien.

Illustration: Eine sitzende Person blickt auf ein Smartphone, aus dessen Bildschirm mehrere zeigende Hände herausragen.
Um mehr Sichtbarkeit für Inklusion zu schaffen, nutzt Raúl Krauthausen natürlich auch das Internet. Doch neben den Chancen, die das Netz bietet, beobachtet der Inklusions-Aktivist auch eine bedrohliche Entwicklung.
21.01.2026Otmar Müller3 Min
Illustration (farblich gehalten in lila): Aus der Vogelperspektive sind 5 Menschen in einem Raum zu sehen. Sie stehen um einen Sockel herum, auf dem ein Tablett mit der Aufschrift "Zusatznutzen" steht und in dessen Mitte liegt eine goldene Pille. Die Person links im Bild hat ein Preisschild in seiner Hand, auf dem ein Eurozeichen abgebildet ist. Von oben kommt ein Lichtkegel, der die Pille und das Tablett besonders hervorhebt.
Medikamente werden immer teurer und belasten die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Kostentreiber sind vor allem neue Medikamente, die nicht an feste Preisvorgaben gebunden sind. Welche Hürden die Arzneimittelbepreisung überwinden muss und welche konkreten Vorschläge es gibt, zeigt unsere neue G+G Story.
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G+G Spezial:

Eine Frau mit kurzen blonden Locken hält mit ihren Händen ein Smartphone in die Luft und schaut in die Kamera. Ihr linker Arm ist eine Prothese.

Gemeinsam gegen Hass

Mehr Solidarität in den Sozialen Medien

Format: PDF | 5 MB

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