G+G-Spezial: Gemeinsam gegen Hass
Für chronisch Kranke oder Menschen mit Behinderung ist es immer noch keine Selbstverständlichkeit, sich in den Sozialen Medien zu präsentieren. Denn dort werden Menschen, die nicht den Mainstream widerspiegeln, immer öfter das Ziel von Bewertungen, Beleidigungen oder Hasskommentaren.
Hatespeech gegenüber Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einer Behinderung ist ein wachsendes gesellschaftliches Problem, das in sozialen Medien und auch im Schulalltag sehr präsent ist. Betroffene berichten von digitalen Anfeindungen, Diskriminierung und erheblichen Folgen für ihr psychisches und physisches Wohlbefinden. Statistische Erhebungen zeigen einen steten Anstieg der Hassrede, wobei jüngere Menschen und Schüler zunehmend betroffen sind.
Die unmittelbaren Folgen der verbalen Angriffe für Betroffene sind vielfältig, wie die HateAid-Studie „Lauter Hass, leiser Rückzug“ deutlich macht. 41 Prozent der Befragten geben an, dass bei ihnen ein sozialer Rückzug stattgefunden habe, 35 Prozent berichten von psychischen, 18 Prozent von körperlichen Beschwerden. Mehr als jeder Dritte Betroffene (35 Prozent) gibt an, Probleme mit seinem Selbstbild entwickelt zu haben.
Unter dem Motto „Gemeinsam gegen Hass – Mehr Solidarität in den Sozialen Medien!“ möchte der AOK-Bundesverband hierfür ein gesellschaftliches Bewusstsein schaffen und die „digitale Inklusion“ vorantreiben.
Im aktuellen G+G-Spezial beleuchten etwa Raúl Krauthausen oder Anna-Lena von Hodenberg, die gemeinsam mit anderen das Betroffenen-Portal „HateAid“ ins Leben gerufen haben, welche Möglichkeiten es gibt, sich gegen Hatespeech zur Wehr zu setzen und welche politischen Änderungen nötig wären, um Social Media zu einem sichereren Ort zumachen. Mit Melisa Akdag und Janina Nagel stellen wir im Heft zwei Frauen vor, die die Sozialen Medien nutzen, um sich und ihre Botschaft zu präsentieren. Eindringlich erklären Sie, warum sie auf Instagram & Co. sichtbar bleiben wollen – trotz beleidigender Kommentare und hasserfüllter Botschaften.
Weitere Expertinnen und Experten aus Selbsthilfe und Wissenschaft verdeutlichen in ihren Beiträgen die aktuelle Dimension des Problems und benennen effektive Gegenstrategien.
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