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Zahl des Monats Mai: 56 Prozent ...

29.05.2026 AOK-Bundesverband 2 Min. Lesedauer

… der heute im Krankenhaus behandelten Fälle wären nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) vermeidbar oder könnten ohne Qualitätsverlust in den ambulanten Bereich verlagert werden.

Patient liegt im Krankenhausbett und Ärztin steht daneben mit Behandlungsplan.

Dabei geht es vor allem um Leistungen der Grundversorgung wie die Allgemeine Innere Medizin oder die Allgemeine Chirurgie. In diesem Versorgungsbereich weisen 58 Prozent der Fälle ein Ambulantisierungspotenzial auf. Da es sich um einen besonders fallzahlstarken Bereich handelt, gibt es hier auch das größte Einsparpotenzial (39 Prozent der Ausgaben). „Der Bereich der Grundversorgung wurde durch die bisherige Krankenhausreform viel zu wenig berücksichtigt. Auch die NRW-Auswertung zeigt, dass sich gerade im Bereich der Grund- und Regelversorgung auf Basis der Leistungsgruppen Die Einführung von Leistungsgruppen ist Teil einer umfassenden Krankenhausreform, die der… bislang nicht viel bewegt hat“, kritisierte der Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts der AOK Die AOK hat mit mehr als 20,9 Millionen Mitgliedern (Stand November 2021) als zweistärkste Kassenart… (WIdO Das WIdO (Wissenschaftliches Institut der AOK) liefert als Forschungs- und Beratungsinstitut der… ) und Mitherausgeber des Krankenhaus Krankenhäuser sind Einrichtungen der stationären Versorgung, deren Kern die Akut- beziehungsweise… -Reports, Dr. David Scheller-Kreinsen anlässlich der Veröffentlichung des Reports.

In den Versorgungsbereichen der Maximalversorgung, zu denen zum Beispiel die Herzchirurgie gehört, wären immerhin noch 41 Prozent der Fälle ambulantisierbar, allerdings geht es hier um insgesamt wesentlich geringere Fallzahlen. Im Bereich der Spezialversorgung, zu denen beispielsweise endoprothetische Eingriffe wie Hüft-OPs oder Lebereingriffe gehören, liegt das Ambulantisierungspotenzial laut der WIdO-Analyse bei 29 Prozent.

Um das Potenzial zu ermitteln, hat das WIdO in einer Modellrechnung alle wissenschaftlichen Ansätze zur Verlagerung von Krankenhausfällen in den ambulanten Bereich gemeinsam betrachtet und jeden im Jahr 2024 abgerechneten Krankenhausfall auf dieser Basis überprüft. „Bundesweit wären demnach von den insgesamt 15,2 Millionen Krankenhausfällen des Jahres 2024 etwa 8,6 Millionen Fälle ‚ambulantisierbar‘.  Mehr als 6,6 Millionen Fälle lassen sich unter dem Label ‚verlagerbare Fälle‘ nach dem Grundsatz ‚ambulant vor stationär‘ clustern“, bilanzierte Scheller-Kreinsen. Etwa zwei Millionen Krankenhausfälle ließen sich bei einer besseren ambulanten Versorgung vermeiden.

Das Bild zeigt das Podium der Pressekonferenz zum Krankenhaus-Report 2026
Der Report bewertet den aktuellen Stand der jüngst vollständig in Kraft getretenen Klinikreform und kritisiert, dass Maßnahmen zur Verlagerung und Vermeidung von Krankenhausaufenthalten fehlen.
06.05.2026AOK-Bundesverband7 Min