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Hier kommt yuble! AOK PLUS startet Plattform für ein vernetztes Gesundheitswesen

In einem unübersichtlichen Gesundheitswesen bringt die AOK PLUS ein Portal an den Start, das zum Knotenpunkt für die Kommunikation von Versicherten, Versicherern, Behandlern und Dienstleistern werden soll. yuble wird in Zukunft einen Gesundheitsservice aus einer Hand bieten. Die Pilotphase ist in Dresden und dem Landkreis Meißen angelaufen. Bis Jahresende soll das Angebot auf Sachsen und Thüringen ausgedehnt werden.

02.10.2019Autor/in: Katja ZeidlerRubrik: Versorgung und Innovation 0

Als AOK PLUS-Vorstand Stefan Knupfer die neue Gesundheitsplattform yuble in Dresden vorstellt, wird schnell klar: Die Vernetzung von 3,3 Millionen Versicherten, Ärzten, Kliniken, Therapeuten, Reha-Einrichtungen, Pflegediensten und anderen Leistungserbringern mit der Gesundheitskasse und miteinander ist ein Mammutprojekt. Aber sie ist notwendig.

„Im Gesundheitswesen sind zahllose digitale Einzellösungen in Gebrauch. Es ist Zeit, sie sinnvoll zu verknüpfen und ein Netzwerk aufzubauen, das eine ganzheitliche Versorgung ermöglicht“, sagt Knupfer. yuble wird die fehlenden Schnittstellen zwischen der AOK PLUS, ihren Kunden und Partnern schaffen, um Informationen effizient und sicher auszutauschen.

Dazu muss in den kommenden Jahren ein gigantisches Puzzle zusammengefügt werden. Die bei der AOK PLUS  bestehenden digitalen Lösungen wie die Online-Filiale für die Versicherten, das Online-Tool für Apotheken zur Prüfung der Zuzahlungsbefreiung oder die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für Arztpraxen werden schrittweise auf der Plattform zusammengeführt, und viele weitere Funktionen und Beteiligte angebunden.

Stefan Knufer, Vorstand der AOK PLUS, stellt yuble in Dresden vor Geschäftspartnern, Vertretern der Landespolitik und Medien vor.

Doch warum startet ausgerechnet die AOK PLUS so ein Großprojekt? Als größter Krankenversicherer in Thüringen und Sachsen kann man die Gesundheit von Millionen Menschen nicht einfach „verwalten“. „Wir wollen das Gesundheitswesen gestalten und es fit für die Zukunft zu machen“, erklärt Stefan Knupfer. „Um für unsere Versicherten in allen Fragen von Gesundbleiben bis Gesundwerden und Pflegen ein echter Ansprechpartner zu sein, packen wir die Chancen der Digitalisierung mit beiden Händen – und zwar nicht, indem wir Filialen schließen, sondern indem wir analoge und digitale Angebote sinnvoll verknüpfen, um unseren Versicherten den bestmöglichen und sichersten Service zu bieten.“

„Millionen von Briefen, sensible Patientendaten auf Faxen und unnötige Doppeluntersuchungen haben heute keinen Platz mehr im Gesundheitswesen.“

von Stefan Knupfer, Vorstand der AOK PLUS

Die erste Verknüpfung steht schon, und zwar im Rahmen eines vor wenigen Wochen gestarteten Pilotprojekts in Dresden und im angrenzenden Landkreis Meißen. Dort vernetzt die AOK PLUS ihre Kunden mit den Anbietern von Gesundheitskursen. Auf www.yuble.de stehen derzeit bereits mehr als 360 Präventionskurse in der Region zur Wahl, angefangen bei Klassikern wie Rückenschule oder Yoga, über Workouts für Eltern mit Kleinkindern, bis hin zu Ernährungsberatung, Rauchentwöhnung und vielen anderen.

Bei den Kursanbietern rennt die AOK PLUS mit ihrem Vorstoß schon einmal offenen Türen ein: Sie können auch ohne eigene Website ihre Kurse auf yuble einstellen, die Kosten direkt auf digitalem Weg abrechnen und auch die Zettelwirtschaft mit Gutscheinen wird weniger werden. Win-Win-Win für alle Beteiligten.

Auch die Ideen für die nächsten Schritte sind schon da. Bis Ende 2019 sollen auf yuble.de für Versicherte in ganz Sachsen und Thüringen Gesundheitskurse buchbar sein. Geplant sind auch Online-Kurse für die Nutzer, die keinen passenden Anbieter in ihrer Nähe haben oder zeitlich unabhängiger sein möchten.

Beim Launch-Event verschweigen Stefan Knupfer und Projektmanager Timm Schindler nicht, dass die Entwicklung der Plattform für die AOK PLUS ein Schritt in ungewohntes Gelände ist. „Doch wir haben uns ganz bewusst entschieden, nicht das perfekte, alle erdenklichen Funktionen umfassende Produkt an den Start zu bringen“, erklärt Stefan Knupfer.

Dieses Vorgehen hat einen Grund. Die AOK PLUS setzt bei diesem Projekt stärker als je zuvor auf den Input ihrer Versicherten und Partner. „Wir haben zahlreiche Gespräche mit ihnen geführt, um zu erfahren, was den Menschen am wichtigsten ist“, so der Vorstand, „und wir rechnen damit, dass wir von den Nutzern wertvolles Feedback für die Weiterentwicklung von yuble bekommen werden.“

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