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Gesund dank intensiver Betreuung – Erster Nachwuchs im Feto-Neonatalen-Pfad

Paul heißt eines der ersten Neugeborenen, das Dank der umfassenden Versorgung im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Ende September 2020 gesund zur Welt gekommen ist. Mama Janine Laube aus Dresden ist eine von über 240 Frauen, die seit Januar 2020 in diesem neuen Versorgungsprojektes der Unikliniken Jena und Dresden mit der AOK Plus und der BARMER betreut werden.

26.11.2020Autor/in: Ute-Barbara FriedrichRubrik: Versorgung und Innovation 0

Dieses Feto-Neonat-Pfad genannte interdisziplinäre Versorgungsprojekt läuft bis 2023 und betreut schwangere Frauen mit einem erhöhten Risiko für Schwangerschaftsvergiftung oder einer Wachstumsverzögerung des ungeborenen Kindes. Dabei erhalten die werdenden Mütter eine engmaschige Betreuung bei ihren niedergelassenen Frauen- und Kinderärzten sowie gleichzeitig durch hochspezialisierte Pränatalmediziner, Geburtshelfer, Neonatologen und Psychologen am Universitätsklinikum Dresden. Dadurch minimiert sich das Risiko für Mutter und Kind – im besten Fall werden so chronische Krankheiten vermieden und die gesundheitliche Entwicklung des jungen Erdenbürgers gefördert.

Glücklich über das gesunde Gedeihen von Baby Paul – Janine Laube aus Dresden.

Unterstützt wird das Projekt zusätzlich durch die Kassenärztlichen Vereinigungen Sachsen und Thüringen sowie die jeweiligen Landesärztekammern.

Reduzierung von Risiken

Bei ca. jeder 50. Schwangeren besteht die Gefahr, dass es zu einer Schwangerschaftsvergiftung kommt; bei jeder 20. findet sich ein unzureichendes Wachstum des ungeborenen Kindes. In den Feto-Neonat-Pfad überweist der ambulant tätige Frauenarzt bei solchen Auffälligkeiten seine Patientin schon in der 10. Schwangerschaftswoche. Dort wird sie – vor, während und nach der Geburt – bis zum Ende des ersten Lebensjahres ihres Kindes betreut. Der Feto-Neonat-Pfad wird wissenschaftlich begleitet. Mit den daraus resultierenden Ergebnissen sollen dann die Voraussetzung für eine Finanzierung als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung geschaffen werden.


„Dieses neue Versorgungsprojekt hilft mit, dass der Freistaat Sachsen auch weiterhin die niedrigste Säuglingssterblichkeit in Deutschland hat. Nun muss die beeindruckende medizinische und wissenschaftliche Expertise – vor allem in den ländlichen Regionen – noch besser verknüpft werden. Ziel muss sein, dass die hier gesammelten Erfahrungen wirklich flächendeckend in die Regelbetreuung einfließen können.“

Rainer Striebel, Vorstandsvorsitzender der AOK PLUS

Höhere Versorgungsqualität

Mit fünf Millionen Euro finanziert der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) im Rahmen des Innovationsfonds bis 2023 dieses Angebot einer strukturierten, interdisziplinären und transsektoralen Versorgung Schwangerer und ihrer Neugeborenen. Dieser Bundes-Fonds fördert gezielt neue Versorgungsformen und die Versorgungsforschung. Damit kann die Diagnosestellung bei seltenen Erkrankungen beschleunigt und die Versorgungsqualität sektorenübergreifend, also zwischen ambulanten und stationärer medizinischer Expertise, verbessert werden. Patienten und Interessierte können sich auf der Website des Fetoneonat-Pfades über das Projekt informieren

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