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Wieder mehr Geburten in Schleswig-Holstein: Fast jedes zweite Baby per Kaiserschnitt geboren

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Fast jedes zweite Baby in Schleswig-Holstein wird per Kaiserschnitt geboren. Das ist nach Ansicht der AOK NORDWEST nach wie vor viel zu hoch.

Fast jedes zweite Baby in Schleswig-Holstein und in Westfalen-Lippe wird per Kaiserschnitt geboren. Das ist nach Ansicht der AOK NORDWEST nach wie vor viel zu hoch. Foto: AOK/hfr.
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Fotograf: AOK/hfr.

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0431 605-21171
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de

Pressemitteilung

13. Juni 2017

Kiel. In Schleswig-Holstein kommen wieder mehr Kinder auf die Welt. Allein bei den Versicherten der AOK NORDWEST wurden im vergangenen Jahr 5.800 Babys in Kliniken geboren. Das waren über 13 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor (5.119 Geburten). Allerdings ist auffällig, dass fast jedes zweite Kind per Kaiserschnitt zur Welt kommt. Im letzten Jahr lag die Rate bei 45,7 Prozent und damit etwas niedriger als in 2015 mit 46,6 Prozent. Dennoch: „Der Anteil der Kaiserschnitt-Entbindungen ist nach wie vor viel zu hoch und muss deshalb gesenkt werden. In vielen Fällen gibt es dafür keine medizinisch vertretbare Begründung", sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Experten raten zum Kaiserschnitt, wenn die Gesundheit von Mutter und Kind durch eine natürliche Entbindung gefährdet sind.

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtenhilfe (DGGG) hat sich in den letzten 20 Jahren die Rate der Kaiserschnitte mehr als verdoppelt. Doch nur zehn Prozent der Kaiserschnitte seien tatsächlich notwendig, um das Leben von Mutter und Kind zu retten. In den anderen 90 Prozent liege es im Ermessen von Arzt und Mutter, ob ein Kaiserschnitt vorgenommen wird. Das sei beispielsweise der Fall, wenn bei einer früheren Geburt bereits ein Kaiserschnitt durchgeführt wurde, wenn das Kind in Beckenendlage liege oder auch bei Mehrlingsschwangerschaften. Hier müsse der Arzt gemeinsam mit den werdenden Eltern die Risiken gegen die Vorteile einer natürlichen Geburt abwägen.

Bei allem Sicherheitsbedürfnis sollten Eltern nach Aussagen der DGGG aber wissen, dass sie mit der Entscheidung für einen Kaiserschnitt Risiken für das Kind sowohl direkt nach der Geburt als auch für das spätere Leben, für sich selbst und für weitere Schwangerschaften in Kauf nehmen.