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Wenn der Nachwuchs krank ist: Väter springen immer öfter bei der Pflege ihres kranken Kindes ein

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In Schleswig-Holstein übernehmen immer mehr Väter die Pflege ihres erkrankten Kindes.

Vater pflegt krankes Kind

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Fotograf: AOK/hfr.

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0431 605-21171
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de

Pressemitteilung

2. März 2017

Kiel. In Schleswig-Holstein übernehmen immer mehr Väter die Pflege ihres erkrankten Kindes. Es melden sich zwar nach wie vor mehr Mütter als Väter von der Arbeit ab, damit sie sich zu Hause um ihr Kind kümmern können. Aber die Väter nehmen ihre Rolle immer ernster. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NORDWEST erhielten im vergangenen Jahr über 2.100 Väter Kinderpflege-Krankengeld. Deren Anteil liegt damit bei fast 22 Prozent aller Fälle, in 2010 waren es lediglich 16 Prozent. Insgesamt reichten 2016 etwa 10.000 AOK-Versicherte einen Antrag für das Kinderpflege-Krankengeld ein. Im Durchschnitt blieb ein Elternteil pro Krankheitsfall 2,1 Tage zu Hause. „Wenn Kinder plötzlich krank sind und zu Hause betreut werden müssen, können viele berufstätige Eltern nicht zur Arbeit gehen. In diesen Fällen springen die gesetzlichen Krankenkassen finanziell ein, wenn der Arbeitgeber keine Entgeltfortzahlung leistet“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Die Krankengeldfälle bei Erkrankung eines Kindes stiegen bei der AOK NORDWEST in den vergangenen Jahren kontinuierlich an: So erhöhte sich die Zahl der Fälle in Schleswig-Holstein in 2016 im Vergleich zum Vorjahr (8.725 Fälle) um 15 Prozent und sogar um über 90 Prozent verglichen mit 2010 (5.248 Fälle). Allein im letzten Jahr zahlte die AOK in der Region Schleswig-Holstein dafür fast eine Million Euro an ihre Versicherten. Das ist eine Steigerung zum Vorjahr um etwa 21 Prozent.

Die Pflege eines erkrankten Kindes ist ein triftiger Grund für den Arbeitnehmer, der Arbeit fernzubleiben. Der Arbeitgeber muss seinen Mitarbeiter von der Arbeit freistellen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. „Um den Verdienstausfall auszugleichen, unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen berufstätige Eltern dann mit dem so genannten Kinderpflege-Krankengeld“, erklärt AOK-Chef Ackermann. Jeder Elternteil kann für jedes Kind unter zwölf Jahren bis zu zehn Arbeitstage pro Jahr Kinderpflege-Krankengeld in Anspruch nehmen, Alleinerziehende bis zu 20 Arbeitstage. Gehören mehrere Kinder unter zwölf Jahren zur Familie, ist die Zahl der Freistellungstage auf insgesamt 25, für Alleinerziehende auf maximal 50 Arbeitstage pro Jahr begrenzt. Voraussetzung ist, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind pflegen kann. Außerdem muss der Arzt bescheinigen, dass das Kind betreut werden muss. Weitere Infos auch im Netz unter aok.de/nw Rubrik ‚Familie‘.