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Wenn der Nachwuchs krank ist: Meist übernehmen Mütter in Schleswig-Holstein die Pflege ihres kranken Kindes

Pressemitteilung

Kiel (21.02.2018). In Schleswig-Holstein übernehmen meist die Mütter die Pflege ihres erkrankten Kindes. Nach einer aktuellen Auswertung der AOK NORDWEST erhielten im vergangenen Jahr über 7.500 Mütter Kinderpflege-Krankengeld. Deren Anteil liegt damit bei mehr als 78 Prozent aller Fälle. Dagegen übernahm etwa jeder fünfte Vater die Pflege des Kindes.

Insgesamt reichten 2017 etwa 10.000 AOK-Versicherte einen Antrag für das Kinderpflege-Krankengeld ein. Das entspricht in etwa dem Wert des Vorjahres. Im Durchschnitt blieb ein Elternteil pro Krankheitsfall 2,1 Tage zu Hause. „Wenn Kinder plötzlich krank sind und zu Hause betreut werden müssen, können viele berufstätige Eltern nicht zur Arbeit gehen. In diesen Fällen springen die gesetzlichen Krankenkassen finanziell ein, wenn der Arbeitgeber keine Entgeltfortzahlung leistet“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann. Allein im letzten Jahr zahlte die AOK in der Region Schleswig-Holstein dafür fast eine Million Euro an ihre Versicherten.

Die Pflege eines erkrankten Kindes ist ein triftiger Grund für den Arbeitnehmer, der Arbeit fernzubleiben. Der Arbeitgeber muss seinen Mitarbeiter von der Arbeit freistellen, wenn die Voraussetzungen gegeben sind. „Um den Verdienstausfall auszugleichen, unterstützen die gesetzlichen Krankenkassen berufstätige Eltern dann mit dem so genannten Kinderpflege-Krankengeld“, erklärt AOK-Chef Ackermann. Jeder Elternteil kann für jedes Kind unter zwölf Jahren bis zu zehn Arbeitstage pro Jahr Kinderpflege-Krankengeld in Anspruch nehmen, Alleinerziehende bis zu 20 Arbeitstage. Gehören mehrere Kinder unter zwölf Jahren zur Familie, ist die Zahl der Freistellungstage auf insgesamt 25, für Alleinerziehende auf maximal 50 Arbeitstage pro Jahr begrenzt. Voraussetzung ist, dass es im Haushalt keine andere Person gibt, die das Kind pflegen kann. Außerdem muss der Arzt bescheinigen, dass das Kind betreut werden muss. Weitere Infos auch im Netz unter aok.de/nw Rubrik ‚Familie‘.

Bilder

Die Pflege eines erkrankten Kindes ist ein triftiger Grund für den Arbeitnehmer, der Arbeit fernzubleiben. In diesen Fällen springt die AOK für ihre Mitglieder finanziell ein, wenn der Arbeitgeber keine Entgeltfortzahlung leistet.

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 Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0431 605-21171
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de