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Nur wenig Schleswig-Holsteiner nutzen die kostenfreien Angebote: Männer meiden weiterhin Krebs-Früherkennung

Pressemitteilung

8.7.2016

Kiel. Schleswig-Holsteins Männer nehmen ihre Gesundheit nach wie vor nicht so wichtig. Das macht eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST deutlich. Nicht einmal jeder fünfte Mann über 45 Jahren (19,5 Prozent) war im vergangenen Jahr bei der Krebs-Früherkennung. Die Inanspruchnahme ist im Vergleich zum Jahr 2014 (20,3 Prozent) sogar noch weiter gesunken. Bei den Frauen lag der Anteil zwar höher. Hier nutzten immerhin 38,4 Prozent die Früherkennungsuntersuchung ab dem Alter von 20 Jahren. Allerdings ist auch hier ein Rückgang zu verzeichnen: In 2014 betrug der Anteil noch 39,1 Prozent. „Sowohl Männer als auch Frauen sollten die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen besser nutzen. Denn wenn Krebs frühzeitig erkannt wird, bestehen gute Heilungschancen”, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann. Nach den derzeit aktuellsten Zahlen des Krebsregisters Schleswig-Holstein wurden im nördlichsten Bundesland im Jahr 2013 insgesamt 18.823 Krebs-Neuerkrankungen und 8.004 Todesfälle erfasst.

Gesundheit ist auch Männersache

Männer bleiben beharrliche Vorsorgemuffel. Oft ignorieren sie die Warnzeichen ihres Körpers und bagatellisieren Risiken. „Aufgrund des Rollenverständnisses meiden besonders Männer häufig das Thema Krankheit und gehen bei Schmerzen oder anderen Symptomen erst viel zu spät zum Arzt“, so Ackermann. Das zeige sich auch bei der Inanspruchnahme der Vorsorgeangebote. Finanzielle Gründe für das geringe Interesse an der Krebsvorsorge scheiden jedenfalls aus. „Die Früherkennungsuntersuchungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten vollständig bezahlt”, so Ackermann.

Untersuchung für Männer: Prostata und Darmspiegelung

Männer haben ab dem Alter von 45 Jahren einmal im Jahr Anspruch auf Untersuchungen zur Früherkennung von Krebserkrankungen. Dazu gehören die Untersuchung der Prostata, der äußeren Geschlechtsorgane sowie das Abtasten der regionären Lymphknoten. Ab 50 Jahren wird auf Wunsch einmal jährlich eine Tastuntersuchung des Enddarms und ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl vorgenommen. Im Alter von 55 Jahren besteht dann die Wahlmöglichkeit: Entweder können im Abstand von mindestens zehn Jahren zwei Darmspiegelungen (Koloskopien) durchgeführt werden oder alle zwei Jahre ein weiterer Schnelltest.

Krebs-Früherkennung für Frauen

Frauen haben ab dem Alter von 20 Jahren einmal jährlich Anspruch auf Krebs-Früherkennung. Dazu gehören Untersuchungen der Geschlechtsorgane und ein Abstrich vom Muttermund sowie aus dem Gebärmutterhals. Ab dem 30. Lebensjahr ist zusätzlich ein Abtasten der Brust und der Achselhöhlen vorgesehen. Von 50 bis 69 Jahren kann alle zwei Jahre eine Mammographie im Rahmen des Mammographie-Screenings durchgeführt werden. Zur Darmkrebsfrüherkennung wird ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich eine Tastuntersuchung des Enddarms sowie ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl angeboten. Ab dem Alter von 55 Jahren gilt auch hier die Wahlmöglichkeit zwischen Darmspiegelungen und Schnelltest.

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Schleswig-Holsteins Männer nehmen ihre Gesundheit nach wie vor nicht so wichtig. Nicht einmal jeder fünfte Mann über 45 Jahren (19,5 Prozent) war im vergangenen Jahr bei der Krebs-Früherkennung.

Ein Mann im Gespräch mit einer Ärztin
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Fotograf: AOK/hfr.

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
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