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Neues Pflegestärkungsgesetz II: AOK zählt landesweit mehr als 1.400 neue Anträge

Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0431 605-21171
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de

Pressemitteilung

20. Januar 2017

Kiel. Seit Einführung des neuen Pflegestärkungsgesetzes II ab 1. Januar 2017 gingen allein bei der Pflegekasse der AOK NORDWEST in den ersten zwei Wochen dieses Jahres insgesamt 1.426 neue Pflegeanträge ein. Das waren 25,2 Prozent mehr als in den ersten beiden Januarwochen des Vorjahres. Das teilte heute die AOK NORDWEST in Kiel mit. Allerdings ist auffällig, dass viele Schleswig-Holsteiner noch vor dem Jahreswechsel einen Pflegeantrag nach altem Recht gestellt haben. Allein im Monat Dezember gingen bei der AOK-Pflegekasse wöchentlich mehr als 1.000 Pflegeanträge ein. Das waren rund 80 Prozent mehr Anträge als bis dahin üblich waren. „Das zeigt, dass viele Schleswig-Holsteiner offenbar noch unbedingt nach den alten gesetzlichen Regelungen einen Antrag stellen und sich damit die vom Gesetzgeber zugesagte ‚Besitzstandswahrung‘ sichern wollten“, sagte AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Ackermann wies darauf hin, dass durch das neue Pflegestärkungsgesetz II die Ungleichbehandlung von Pflegebedürftigen mit körperlichen Einschränkungen einerseits und Pflegebedürftiger mit kognitiven und psychischen Einschränkungen andererseits, insbesondere Demenzkranken, Vergangenheit ist. „Pflegebedürftigkeit wird jetzt differenzierter bewertet. Die kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten eines Menschen sind ebenso entscheidend wie seine Mobilität“, sagte der AOK-Chef.

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