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Krankenhausbehandlungen in NRW: Hautkrebsfälle weiter auf hohem Niveau

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Durch das Hautkrebs-Screening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen.

Durch das Hautkrebs-Screening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Foto: AOK/hfr.
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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0231 4193-10145
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de

Pressemitteilung

18. Januar 2017

Dortmund. Die Anzahl der Krankenhausbehandlungen mit der Diagnose Hautkrebs liegt in Nordrhein-Westfalen nach wie vor auf einem hohen Niveau. So wurden im Jahr 2015 insgesamt 23.463 Patienten in Kliniken stationär behandelt. Das sind zwar 0,6 Prozent weniger als noch ein Jahr (23.615) zuvor, im Vergleich zu 2010 (19.639 Fälle) lagen die Krankenhausweinweisungen damit aber immer noch um 19,5 Prozent höher. Dies teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mit. „Aufgrund dieser unvermindert hohen Zahlen raten wir, unbedingt die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Hautkrebs-Früherkennung zu nutzen. Denn Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Durch das Hautkrebs-Screening ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Das ist umso wichtiger, da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht. Doch das kostenfreie Screening wird nur wenig genutzt: Lediglich 17,9 Prozent der AOK-Versicherten in Westfalen-Lippe nutzten 2015 dieses Angebot. Im Jahr zuvor waren es noch 18,5 Prozent. Der Anteil der Frauen lag mit 54,7 Prozent höher als der der Männer (45,3 Prozent).

Das Hautkrebs-Screening ist eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut. Der Arzt sucht dabei den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Da die Haut so gut zugänglich ist wie kein anderes menschliches Organ, sind die verschiedenen Krebsarten bereits im Frühstadium gut zu finden. Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, denn dann ist die Krankheit fast vollständig heilbar. „Es ist wichtig, die Chance der frühen Diagnostik zu nutzen“, rät AOK-Chef Ackermann. Das Hautkrebs-Screening übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen alle zwei Jahre für ihre Versicherten vom 35. Geburtstag an. Die AOK NORDWEST bietet ihren Versicherten das Hautkrebs-Screening bereits im Alter von 20 Jahren an.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten. Nach den aktuellsten Zahlen des NRW-Krebsregisters erkrankten landesweit im Jahr 2013 mehr als 52.500 Menschen neu an Hautkrebs, etwa zu gleichen Teilen Männer und Frauen. In der Region Westfalen-Lippe waren es fast 23.000 Menschen. Die Tendenz ist steigend. Außerdem wurden NRW-weit 761 Todesfälle registriert. In der Region Westfalen-Lippe waren es allein beim schwarzen Hautkrebs 293 Todesfälle.

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