Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK NORDWEST
Ort/Kasse korrigieren
Kundencenter werden geladen ...

Keuchhustenfälle in Westfalen-Lippe weiter rückläufig

Pressemitteilung

3.2.2016

Dortmund. Die Anzahl der Keuchhustenfälle in Westfalen-Lippe waren in 2015 rückläufig. Insgesamt wurden 748 Infektionsfälle gemeldet. Das entspricht einem Rückgang zum Vorjahr von 33 Prozent (1.114). Auf Bundesebene reduzierten sich die Fälle um insgesamt 27 Prozent, in ganz NRW um 13 Prozent. Das teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. „Obwohl die Infektionsfälle rückläufig sind, raten wir weiterhin dazu, die empfohlenen Impfungen insbesondere bei Säuglingen und Kindern vorzunehmen“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Erfreulich ist, dass bei den Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren die Infektionsquote in Westfalen-Lippe von 163 Fälle in 2014 auf 85 Fälle in 2015 und damit um fast um die Hälfte gesunken ist. Gerade im ersten Lebensjahr stellt der Keuchhusten eine ernste gesundheitliche Bedrohung für Kinder dar. Es werden immer wieder schwere Erkrankungsverläufe beobachtet. Die Impfung gegen Keuchhusten gehört zu den Kombinationsimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ab dem dritten Lebensmonat empfohlen und von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten bezahlt werden. In Deutschland gibt es heute keine Pflichtimpfungen mehr. „Eltern sollten jedoch bedenken, dass sie durch vorbeugendes Impfen unter Umständen schwerwiegende Gesundheitsschäden von ihrem Kind abwenden können“, so AOK-Chef Ackermann.

Keuchhusten (Pertussis) wird durch ein Bakterium mit Namen Bordetella pertussis übertragen. Die Ansteckung erfolgt über kleinste Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen versprüht werden. Die Erkrankung ist hochansteckend und langwierig. Nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen (maximal jedoch 20 Tagen) treten die typischen Krankheitserscheinungen auf, die in der Regel einige Wochen bis Monate andauern. Anfangs kommt es zu Schnupfen, eventuell Heiserkeit und Husten. Sofern Fieber auftritt, ist es eher niedrig. Diese grippeähnlichen Symptome dauern ein bis zwei Wochen an. Im Verlauf entstehen heftige Hustenanfälle, die der Krankheit ihren Namen geben. Diese Hustenattacken gehen häufig mit Erbrechen einher und können sehr zahlreich sein. Die Dauer dieses Erkrankungsstadiums kann vier bis sechs Wochen betragen. Dann folgen sechs bis zehn Wochen, in denen die Hustenanfälle allmählich abklingen.

Dokumente

Bilder

Erfreulich ist, dass bei den Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren die Infektionsquote in Westfalen-Lippe von 163 Fälle in 2014 auf 85 Fälle in 2015 und damit um fast die Hälfte gesunken ist.

Ein an Keuchhusten leidendes Mädchen wird in der Arztpraxis untersucht.
Format: JPG

Größe: 439 KB

Fotograf: AOK/hfr.

Download

Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0231 4193-10145
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de