Angebot anzeigen für:

Keuchhustenfälle in Schleswig-Holstein konstant: Infektionsquote bei Kindern leicht gestiegen

Pressemitteilung

3.2.2016

Kiel. Die Anzahl der Keuchhustenfälle in Schleswig-Holstein blieben in 2015 konstant. Wie im Jahr zuvor wurden insgesamt 191 Infektionsfälle gemeldet. Anders zeigt sich die Entwicklung auf Bundesebene. Hier reduzierten sich die Fälle um insgesamt 27 Prozent. Auffällig ist, dass im nördlichsten Bundesland bei den Kindern im Alter von bis zu zehn Jahren die Infektionsquote von 41 auf 45 Fälle in 2015 leicht angestiegen ist. Auf Bundesebene sank die Anzahl der Fälle in dieser Altersgruppe hingegen um fast 44 Prozent. Das teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. „Wir raten daher, die empfohlenen Impfungen insbesondere bei Säuglingen und Kindern vorzunehmen“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.    

Nach den Schuleingangsuntersuchungen des RKI liegen die Impfzahlen bei Keuchhusten in Schleswig-Holstein seit Jahren unter dem Bundesdurchschnitt. Gerade im ersten Lebensjahr stellt der Keuchhusten eine ernste gesundheitliche Bedrohung für Kinder dar. Es werden immer wieder schwere Erkrankungsverläufe beobachtet.

Die Impfung gegen Keuchhusten gehört zu den Kombinationsimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) ab dem dritten Lebensmonat empfohlen und von den gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten bezahlt werden. In Deutschland gibt es heute keine Pflichtimpfungen mehr. „Eltern sollten jedoch bedenken, dass sie durch vorbeugendes Impfen unter Umständen schwerwiegende Gesundheitsschäden von ihrem Kind abwenden können“, so AOK-Chef Ackermann.

Keuchhusten (Pertussis) wird durch ein Bakterium mit Namen Bordetella pertussis übertragen. Die Ansteckung erfolgt über kleinste Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen versprüht werden. Die Erkrankung ist hochansteckend und langwierig. Nach einer Inkubationszeit von ein bis zwei Wochen (maximal jedoch 20 Tagen) treten die typischen Krankheitserscheinungen auf, die in der Regel einige Wochen bis Monate andauern. Anfangs kommt es zu Schnupfen, eventuell Heiserkeit und Husten. Sofern Fieber auftritt, ist es eher niedrig. Diese grippeähnlichen Symptome dauern ein bis zwei Wochen an. Im Verlauf entstehen heftige Hustenanfälle, die der Krankheit ihren Namen geben. Diese Hustenattacken gehen häufig mit Erbrechen einher und können sehr zahlreich sein. Die Dauer dieses Erkrankungsstadiums kann vier bis sechs Wochen betragen. Dann folgen sechs bis zehn Wochen, in denen die Hustenanfälle allmählich abklingen.

Dokumente

Bilder

Die Anzahl der Keuchhustenfälle bei Kindern in Schleswig-Holstein ist entgegen dem Bundestrend leicht angestiegen.

Ein an Keuchhusten leidendes Mädchen wird in der Arztpraxis untersucht.
Format: JPG

Größe: 439 KB

Fotograf: AOK/hfr.

Download

Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0431 605-21171
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de