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Früherkennung der Krankenkassen wird zu wenig genutzt: Hautkrebsfälle nehmen in Schleswig-Holstein weiter zu

Pressemitteilung

24.3.2016

Kiel. Die Anzahl der Krankenhausbehandlungen mit der Diagnose Hautkrebs nimmt in Schleswig-Holstein weiter zu. So wurden im Jahr 2014 insgesamt 2.741 Patienten deswegen in Kliniken stationär behandelt. Das sind fast fünf Prozent mehr als noch im Jahr zuvor (2.612). Im Vergleich zu 2010 nahmen die Krankenhauseinweisungen sogar um fast 19 Prozent (2.316) zu. Dies teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mit. „Aufgrund dieser alarmierenden Zahlen raten wir, unbedingt die kostenfreien Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Hautkrebs-Früherkennung zu nutzen. Denn Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Durch das Hautkrebs-Screening, das die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre für ihre Versicherten übernehmen, ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Das ist umso wichtiger, da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht. Doch das kostenfreie Screening wird nur wenig genutzt: Lediglich 15,8 Prozent der AOK-Versicherten in Schleswig-Holstein nutzten 2014 dieses Angebot. Im Jahr zuvor waren es 16,1 Prozent. Der Anteil der Frauen lag mit rund 56 Prozent höher als der der Männer (44 Prozent).

Das Hautkrebs-Screening ist eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut. Der Arzt sucht dabei den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Da die Haut so gut zugänglich ist wie kein anderes menschliches Organ, sind die verschiedenen Krebsarten bereits im Frühstadium gut zu finden. Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, denn dann ist die Krankheit fast vollständig heilbar. „Es ist wichtig, die Chance der frühen Diagnostik zu nutzen“, rät AOK-Chef Ackermann. Deshalb hat die AOK NORDWEST ihr Leistungsangebot erweitert und bietet ihren Versicherten bereits ab dem 20. Lebensjahr das Hautkrebs-Screening kostenfrei alle zwei Jahre an.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten. Nach den aktuellsten Zahlen des Krebsregisters Schleswig-Holstein erkrankten im nördlichsten Bundesland im Jahr 2013 fast 8.000 Menschen neu an Hautkrebs, etwa zu gleichen Teilen Männer und Frauen. Außerdem wurden 129 Todesfälle registriert.

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Das kostenfreie Hautkrebs-Screening der gesetzlichen Krankenkassen wird von den Versicherten nur wenig genutzt.

Hautkrebs-Screening
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Fotograf: AOK/hfr.

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0431 605-21171
Mobil 01520 1566136
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