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Früherkennung der Krankenkassen wird zu wenig genutzt: Hautkrebsfälle nehmen in NRW weiter zu

Pressemitteilung

24.3.2016

Dortmund. Die Anzahl der Krankenhausbehandlungen mit der Diagnose Hautkrebs nimmt in Nordrhein-Westfalen weiter zu. So wurden im Jahr 2014 insgesamt 23.615 Patienten in Kliniken stationär behandelt. Das sind über sieben Prozent mehr als noch im Jahr zuvor (21.995). Im Vergleich zu 2010 nahmen die Krankenhauseinweisungen sogar um mehr als 20 Prozent (19.639) zu. Dies teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Daten des Statistischen Bundesamtes mit. „Aufgrund dieser alarmierenden Zahlen raten wir, unbedingt die Angebote der gesetzlichen Krankenkassen zur Hautkrebs-Früherkennung zu nutzen. Denn Hautkrebs ist fast immer heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Durch das Hautkrebs-Screening, das die gesetzlichen Krankenkassen ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre für ihre Versicherten übernehmen, ist es möglich, bereits Frühstadien von Hautkrebs zu erkennen. Das ist umso wichtiger, da Hautkrebs zunächst keine Beschwerden verursacht. Doch das kostenfreie Screening wird nur wenig genutzt: Lediglich 18,5 Prozent der AOK-Versicherten in Westfalen-Lippe nutzten 2014 dieses Angebot. Im Jahr zuvor waren es 18,4 Prozent. Der Anteil der Frauen lag mit 55 Prozent höher als der der Männer (45 Prozent).

Das Hautkrebs-Screening ist eine rein visuelle Untersuchung der gesamten Haut. Der Arzt sucht dabei den Körper von Kopf bis Fuß auf verdächtige Pigmentmerkmale ab wie zum Beispiel Muttermale, Leberflecken oder Altersflecken. Da die Haut so gut zugänglich ist wie kein anderes menschliches Organ, sind die verschiedenen Krebsarten bereits im Frühstadium gut zu finden. Die gefährlichste Hautkrebsart ist der schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Aber auch die hellen Hautkrebsarten (Basalzellkarzinom und Stachelzellkarzinom) sollten möglichst frühzeitig behandelt werden, denn dann ist die Krankheit fast vollständig heilbar. „Es ist wichtig, die Chance der frühen Diagnostik zu nutzen“, rät AOK-Chef Ackermann. Deshalb hat die AOK NORDWEST ihr Leistungsangebot erweitert und bietet ihren Versicherten bereits ab dem 20. Lebensjahr das Hautkrebs-Screening kostenfrei alle zwei Jahre an.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Tumorarten. Nach den aktuellsten Zahlen des NRW-Krebsregisters erkrankten landesweit im Jahr 2013 mehr als 52.500 Menschen neu an Hautkrebs, etwa zu gleichen Teilen Männer und Frauen. In der Region Westfalen-Lippe waren es fast 23.000 Menschen. Die Tendenz ist steigend. Außerdem wurden NRW-weit 761 Todesfälle registriert. In der Region Westfalen-Lippe waren es allein beim schwarzen Hautkrebs 293 Todesfälle.

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Bilder

Das kostenfreie Hautkrebs-Screening der gesetzlichen Krankenkassen wird von den Versicherten nur wenig genutzt.

Hautkrebs-Screening
Format: JPG

Größe: 746 KB

Fotograf: AOK/hfr.

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0231 4193-10145
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de