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Experten informierten auf AOK-Fachtagung über Folgen des demografischen Wandels für Unternehmen: „Mit betrieblicher Gesundheitsförderung Zukunft sichern“

Pressemitteilung

30.11.2016

Kiel. Mit gezielten Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung können Unternehmen dem demografischen Wandel mit einer zunehmend älter werdenden Belegschaft erfolgreich begegnen. Das wurde auf der AOK-Fachtagung ‚Gesunde Unternehmen – gesunde Zukunft‘ in der Kieler Sparkassen-Arena vor mehr als 200 Geschäftsführern, Personalleitern und Betriebsräten deutlich. „Um die Herausforderungen der Globalisierung, Rationalisierung und des Fachkräftemangel erfolgreich zu meistern, bedarf es eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM). Damit verbessert sich die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Belegschaft und sichert gleichzeitig langfristig die Produktivität und damit den Erfolg eines Unternehmens“, sagte Thomas Haeger, Landesdirektor der AOK NORDWEST, auf der AOK-Fachtagung ‚Gesunde Unternehmen - Gesunde Zukunft’ in Kiel.

Die Arbeitswelt mit dem zunehmenden Einfluss der Digitalisierung und neuen Technologien verändert sich in einem rasanten Tempo. „Das wirkt sich auch auf die Arbeitsbedingungen und die Gesundheit der Beschäftigten aus. Daher ist es unerlässlich, diese entsprechend gesundheitsförderlich zu gestalten. Konstanten dabei sind Kommunikation, Information und Wertschätzung. Sie gehören zu den Tugenden einer Führungskraft, die sie jederzeit leben kann“, so Haeger.

Dr. Franz Netta (ehemaliger ‚Vice President HR‘ im zentralen Personalwesen der Bertelsmann SE) betonte in seinem Vortrag, dass künftig die Einführung einer partnerschaftlichen Unternehmenskultur für Betriebe aller Größenordnungen und aller Branchen unverzichtbar sei. „Partnerschaftliche Führung hat gleich eine positive 4-fach Wirkung und verschafft den Unternehmen wichtige Vorteile im Wettbewerb: Der aktuelle Krankenstand wird gesenkt, die Arbeitsfähigkeit der Belegschaft bleibt langfristig erhalten und wirkt sich auch positiv auf die wirtschaftlichen Ergebnisse der Unternehmen aus. „Langzeitstudien belegen, dass sich das Führungsverhalten der höheren Führungsebenen zum Vor- oder Nachteil des Unternehmens und seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen extrem prägend auf das Führungsverhalten nachgeordneter Führungskräfte auswirkt", so Netta.

Eckhard Münch (Managementberater und Personaltrainer) hob hervor, dass zwei Personen im Leben eines Menschen von besonderer Bedeutung sind, wenn es um Wohlbefinden und Gesundheit gehe: der Lebenspartner und der direkte Vorgesetzte. „Führungskräfte müssen für sich klären, wie sie die Beziehung zu ihren Mitarbeitern gestalten wollen. Nur so ist ein dynamisches miteinander im Arbeitsleben möglich“, so Münch. Mitarbeiter mit einer starken emotionalen Bindung zu ihrem Unternehmen und zu ihrer Führungskraft engagieren sich stärker, übernehmen Mitverantwortung, fühlen sich wohler und fehlen seltener. Allerdings finde Führung nicht im "luftleeren Raum" statt; sie ist immer zu sehen im Kontext auch mit der Kultur des jeweiligen Unternehmens. „Erfolgreich ist Qualifizierung und Entwicklung von Führungskräften dann, wenn sich parallel dazu auch die Kultur eines Unternehmens entwickelt - dies muss vom Unternehmen ausdrücklich gewollt sein.“

Matthias Herzog (Bestsellerautor und Motivationstrainer) betonte, dass ein modernes und erfolgreiches BGM verlange, dass sich die Unternehmen viel stärker auf Lösungen anstatt auf die Probleme fokussieren. Er schlug den Unternehmen vor, sich für neue Formen der Mitarbeitermotivation und des Energiemanagements bei Teams einzusetzen. „Das senkt nicht nur die Fehltage, sondern ist auch die Basis für mehr Kreativität, Innovationsfähigkeit und langfristige Performance“, so Herzog. Heutige Depressionsraten hätten sich im Vergleich zu denen der 60er Jahre verzehnfacht. Außerdem hätten Umfragen ergeben, dass viele Menschen ungern zur Arbeit gehen, immer häufiger an Burnouts leiden und sich zunehmend überfordert fühlen. „Eine wirkungsvolle Lösung ist eine von Glück geprägte Unternehmenskultur. Sie wirkt sich auf alle Beteiligten positiv aus – von Vorgesetzten über die Mitarbeiter und Kunden bis hin zu den Lieferanten“, so Herzog. Mehr denn je gilt es, Mitarbeiter ihren Stärken und Talenten entsprechend einzusetzen. Nur bei einem von fünf Mitarbeitern ist das aktuell der Fall. Über- und Unterforderung, großer Zeitdruck und hohe Anforderungen gekoppelt mit fehlenden Handlungs- und Entscheidungsspielräumen verursachen negativen Stress. Wiederkehrende Symptome wie Magendruck, Ärger, Angst oder Anspannung sind die Folge.

Prof. Dr. Jutta Heller (Hochschule für angewandtes Management Erding) stellte Möglichkeiten vor, mit Belastungen im Arbeitsalltag besser umzugehen. „Unsere Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Alles wird unbeständiger, stressiger: Ständige Veränderungen stellen hohe Anforderungen an die Flexibilität und Lernfähigkeit von Mitarbeitern und Führungskräften. Gleichzeitig brauchen Menschen Sicherheit, Berechenbarkeit, damit sie bei Stress und vor Burnout gewappnet sind“, so Heller. Sie riet dazu, die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind, Eigenverantwortung zu übernehmen und seelische Widerstandskraft zu entwickeln. Die so genannte Resilienz ist trainierbar. Daher können Unternehmen die Handlungskompetenz ihrer Führungskräfte und Mitarbeiter präventiv für stürmische Zeiten mit einem fundierten Resilienz-Training stärken, um so gemeinsam noch besser die Unternehmensziele erreichen und Herausforderungen zielorientierter bewältigen zu können. Zudem stärken sie so die psychische Gesundheit ihrer Belegschaft.

Ute Danker (AOK-Präventionsexpertin) stellte den Betrieben die speziellen Angebote der AOK NORDWEST für die Einführung eines ganzheitlichen und auf Dauer angelegten Gesundheitsmanagements vor. „Ein erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement gibt es nicht von der Stange, sondern muss sehr individuell auf die Belange, die Bedürfnisse und die Möglichkeiten jedes einzelnen Unternehmens abgestimmt werden. Hier bieten wir unser spezielles Know-how durch eigene qualifizierte Präventionsfachkräfte, die als Lotse durch die jeweiligen Prozesse fungieren. Wir analysieren die Situation und helfen bei der Planung und Durchführung präventiver Maßnahmen“, so Danker. Im letzten Jahr nutzten rund 100 Betriebe in Schleswig-Holstein diesen besonderen AOK-Service.

Weitere Informationen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung und konkrete AOK-Angebote für Unternehmen gibt es im Internet unter www.aok-bgf.de/nw.

Bilder

Sprachen auf der BGM-Fachtagung in Kiel über die Folgen des demografischen Wandels für Unternehmen, von links: Matthias Herzog (Motivationstrainer), Thomas Haeger (AOK-Landesdirektor), Eckhard Münch (Managementberater), Prof. Dr. Jutta Heller (Hochschule für angewandtes Management), Ute Danker (AOK-Präventionsexpertin) und Dr. Franz Netta (ehemaliger ‚Vice President HR‘ Bertelsmann SE).

Sprachen auf der BGM-Fachtagung in Kiel über die Folgen des demografischen Wandels für Unternehmen, von links: Matthias Herzog (Motivationstrainer), Thomas Haeger (AOK-Landesdirektor), Eckhard Münch (Managementberater), Prof. Dr. Jutta Heller (Hochschule für angewandtes Management), Ute Danker (AOK-Präventionsexpertin) und Dr. Franz Netta (ehemaliger ‚Vice President HR‘ Bertelsmann SE).
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Fotograf: AOK/hfr.

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Thomas Haeger, Landesdirektor der AOK NORDWEST
Thomas Haeger, Landesdirektor der AOK NORDWEST

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Dr. Franz Netta, ehemaliger ‚Vice President HR‘ im znetralen Personalwesen der Bertelsmann SE
Dr. Franz Netta, ehemaliger ‚Vice President HR‘ im zentralen Personalwesen der Bertelsmann SE

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Prof. Dr. Jutta Heller, Hochschule für angewandtes Management, Erding
Prof. Dr. Jutta Heller, Hochschule für angewandtes Management, Erding

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Eckhard Münch, Managementberater und Trainer, Wuppertal
Eckhard Münch, Managementberater und Trainer, Wuppertal

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Matthias Herzog, Bestsellerautor und Motivationstrainer, Osterwald
Matthias Herzog, Bestsellerautor und Motivationstrainer, Osterwald

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Ute Danker, Präventionsexpertin der AOK NORDWEST
Ute Danker, Präventionsexpertin der AOK NORDWEST

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0431 605-21171
Mobil 01520 1566136
E-Mail presse@nw.aok.de