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„Mit betrieblicher Gesundheitsförderung Zukunft sichern“

Experten diskutierten auf AOK-Fachtagung über Chancen und Risiken der Arbeitswelt 4.0

Pressemitteilung

10.11.2016

Münster/Dortmund. Mit einem ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagement können Unternehmen die Herausforderungen der Arbeitswelt 4.0 erfolgreich meistern. „Damit verbessert sich die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Belegschaft und sichert gleichzeitig langfristig die Produktivität und damit den Erfolg eines Unternehmens“, sagte Dr. Martina Niemeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK NORDWEST, auf der AOK-Fachtagung ‚Gesunde Unternehmen - Gesunde Zukunft’ in Münster.

Die Arbeitswelt mit dem zunehmenden Einfluss der Digitalisierung und neuen Technologienverändert sich in einem rasanten Tempo. „Das wirkt sich auch auf die Gesundheit der Beschäftigten aus.Daher ist es unerlässlich, die Arbeitsbedingungen entsprechend gesundheitsförderlich zu gestalten. Konstanten dabei sind Kommunikation, Information und Wertschätzung. Sie gehören zu den Tugenden einer Führungskraft, die sie jederzeit leben kann“, so Dr. Niemeyer.

Arno Georg von der Sozialforschungsstelle Dortmund betonte in seinem Vortrag, dass die Digitalisierung der Arbeit viele Vorteile bringen kann, wenn sie entsprechend gestaltet wird. „Künftig wird orts- und zeitflexibles Arbeiten durch die neuen Technologien für viele Menschen zum Alltag“, so Georg. „Hierin können einerseits Gefahren für die Gesundheit und die Work-Life-Balance liegen, wenn die Nutzung von Laptop und Smartphone zu einer permanenten Erreichbarkeit führt.“ Andererseits biete die vierte industrielle Revolution aber auch die Chance auf steigende Arbeitszufriedenheit und weniger Stressbelastung, wenn zum Beispiel Arbeitswege gespart werden und die Beschäftigten die anfallende Arbeit selbständig organisieren könnten.

Diplom-Ökonom Tobias Reuter vom Institut für Arbeitsfähigkeit in Mainz hob als gutes Beispiel das finnische Arbeitsfähigkeitskonzept mit dem „Haus der Arbeitsfähigkeit“ und den Instrumenten rund um den ‚Work Ability Index‘ (WAI) hervor. Danach kann die Arbeitsfähigkeit verbessert werden, wenn sich die Betriebe mit den Beschäftigten im engen Dialog befinden und gemeinsame Strategien entwickeln. Dabei ist etwa auf Ebene der Arbeit selbst die direkte Interaktion von Vorgesetzten mit den Beschäftigten einer der großen Hebel zur Förderung der Arbeitsfähigkeit und Gesundheit. „Studien zeigen, dass wertschätzende Führungskräfte weniger Krankenstand im Team aufweisen, dagegen schlechte Führung sogar das Risiko von Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöht. Daneben sollte Arbeit so gestaltet sein, dass die Beschäftigten Handlungsspielraum bei der Arbeit erhalten, da dieser einen sehr hohen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat. So können flexible Arbeitszeiten oder Betreuungsangebote helfen, die Belastungen zu reduzieren“, so Reuter.

Dr. Mechthild Echterhoff von der AOK NORDWEST stellte Möglichkeiten vor, mit Belastungen im Arbeitsalltag besser umzugehen. „Unsere Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren massiv verändert und nimmt aktuell noch mehr Fahrt auf. Diese Situation ist für den Menschen nicht immer gut auszuhalten. Deshalb ist es wichtig, sich mit Themen wie Stressmanagement und Resilienz, also der Fähigkeit mit Krisen und Belastungen umzugehen, auseinanderzusetzen. Das gilt sowohl für den Einzelnen als auch für Unternehmen. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass dazu vor allem die eigenen Werten und der achtsame Umgang mit sich selbst aber auch der Umwelt erforderlich sind. Dabei helfen kann im Betrieb vor allem die Einführung eines ganzheitlichen und auf Dauer angelegten Gesundheitsmanagements. Hierzu hat die AOK NORDWEST für die Unternehmen aber auch für den Einzelnen entsprechende Präventionsprogramme parat.“

Weitere Informationen zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung und konkrete AOK-Angebote für Unternehmen gibt es im Internet unter www.aok-bgf.de/nw. „Wir analysieren die Situation in den Betrieben und helfen bei der Planung und Durchführung präventiver Maßnahmen durch unsere qualifizierten Präventionsfachkräfte“, so Dr. Martina Niemeyer. Im letzten Jahr nutzten über 300 Betriebe in Westfalen-Lippe diesen besonderen AOK-Service.

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Diskutierten auf der AOK-Fachtagung ‚Gesunde Unternehmen – Gesunde Zukunft‘: (v.l.) Tobias Reuter, Dr. Martina Niemeyer, Dr. Mechthild Echterhoff und Arno Georg. AOK/hfr.

Diskutierten auf der AOK-Fachtagung ‚Gesunde Unternehmen – Gesunde Zukunft‘: (v.l.) Tobias Reuter, Dr. Martina Niemeyer, Dr. Mechthild Echterhoff und Arno Georg.
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Dr. Martina Niemeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK NORDWEST
Dr. Martina Niemeyer, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK NORDWEST

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Diplom-Ökonom Tobias Reuter vom Institut für Arbeitsfähigkeit in Mainz
Diplom-Ökonom Tobias Reuter vom Institut für Arbeitsfähigkeit in Mainz

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Arno Georg von der Sozialforschungsstelle Dortmund
Arno Georg von der Sozialforschungsstelle Dortmund

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Dr. Mechthild Echterhoff von der AOK NORDWEST
Dr. Mechthild Echterhoff von der AOK NORDWEST

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0231 4193-10145
Mobil 01520 1566136
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