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Einbruch bei Notfallbehandlungen in Schleswig-Holstein: Trotz Angst vor Corona: Bei Schlaganfall sofort in die Klinik

Pressemitteilung

Kiel (05.05.2021). In Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr weniger Menschen mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST anlässlich des bundesweiten Tages gegen den Schlaganfall am 10. Mai. Danach wurden insgesamt 3.415 AOK-Versicherte in Krankenhäusern in Schleswig-Holstein stationär mit einem Schlaganfall aufgenommen, zehn Prozent weniger als im Vorjahr (3.788). „Die Corona-Pandemie hat zu großen Einbrüchen bei Notfallbehandlungen beispielsweise aufgrund eines Schlaganfalls geführt. Das gibt Anlass zur Sorge. Daher appellieren wir an die Bevölkerung, bei Notfallsymptomen auch unter den Bedingungen der Pandemie nicht zu zögern und den Notruf zu wählen“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Der aktuelle AOK-Krankenhaus-Report 2021 für Schleswig-Holstein bestätigt die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Krankenhausaufnahmen. So sank in Schleswig-Holstein die Zahl der Schlaganfall-Behandlungen in der ersten Pandemiewelle zwischen März und Mai 2020 um 21 Prozent. In der zweiten Welle zwischen Oktober 2020 und Januar 2021 gab es mit zwölf Prozent Rückgang einen erneuten Einbruch der Notfallbehandlungen. „Aus Angst sich im Krankenhaus mit Covid-19 zu infizieren, meiden die Menschen trotz typischer Symptome den Weg in die Klinik. Dabei spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Da der Schlaganfall ebenso wie der Herzinfarkt ein medizinischer Notfall ist, bei dem jede Minute zählt, ist schnelles und konsequentes Handeln wichtig“, so Ackermann. Daher sollten die Warnsignale ernst genommen und sofort der Notruf unter 112 getätigt werden. Dabei sind Name und Adresse sowie ergänzende Hinweise zum möglichst schnellen Auffinden des Patienten anzugeben. Die Symptome sollten möglichst genau geschildert werden.

Mögliche Symptome können plötzlich auftretendes Schwäche- oder Taubheitsgefühl bis hin zu Lähmungserscheinungen einer Körperseite sein. Warnzeichen sind außerdem eine unverständliche, gestörte Sprache, plötzliche Sehstörungen, Schwindelgefühle oder Gleichgewichtsstörungen mit Übelkeit und Erbrechen sowie in Kombination plötzlich auftretende, bisher so nicht gekannte Kopfschmerzen.

Bei den meisten Patienten ist eine plötzliche Durchblutungsstörung oder Mangeldurchblutung in einem Gehirnabschnitt die Ursache für einen Schlaganfall. Dies wird allgemein als Hirninfarkt bezeichnet. In der Mehrzahl der Fälle ist eine Verkalkung, eine so genannte Arteriosklerose, der hirnversorgenden Blutgefäße dafür verantwortlich. Die Entstehung der Arteriosklerose wird durch eine ganze Reihe von Risikofaktoren beeinflusst, wie etwa Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, Diabetes, Bewegungsmangel oder Stress. „Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, Risikofaktoren zu reduzieren“; so Ackermann. Dabei helfen die zahlreichen Gesundheitskurse der AOK NORDWEST in der Gruppe oder in Zeiten der Corona-Pandemie verstärkt auch die Online-Angebote ganz flexibel allein zu Hause. Dazu hat die AOK NORDWESt ihre Kooperation mit dem Online-Kursanbieter Cyberfitness erweitert, die im Online-Fitnessclub unter www.cyberpraevention.de/aok mit dem Gutscheincode „aoknwhome“ einsehbar sind.

Bilder

Wegen Corona: In Schleswig-Holstein sind im vergangenen Pandemiejahr weniger Menschen mit einem Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert worden.

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Größe: 402 KB

Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
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