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Darmkrebsmonat März: Darmkrebs-Früherkennung in Westfalen-Lippe wird zu wenig genutzt

Pressemitteilung

Dortmund (16.03.2021). Die ärztlichen Untersuchungen und Beratungen zur Darmkrebs-Früherkennung werden in Westfalen-Lippe zu wenig in Anspruch genommen. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST anlässlich des Darmkrebsmonats März. Danach nutzten im Jahr 2019 nur 12.077 AOK-Versicherte die Möglichkeit einer Darmspiegelung (Koloskopie) zur Früherkennung. Das sind zwar 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor mit 10.321 Versicherten. Allerdings sind dies nur 1,5 Prozent der anspruchsberechtigten AOK-Versicherten, in 2018 waren es 1,3 Prozent. „Die Darmspiegelung ist die sicherste Methode, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen oder vorzubeugen. Daher sollten sowohl Frauen als auch Männer die kostenfreien Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenkassen besser nutzen“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.

Die Steigerung bei den Früherkennungskoloskopien ist vor allem auf die gestiegene Inanspruchnahme bei den Männern zurückzuführen. Hier war in 2019 ein Anstieg der Teilnahme-Rate im Vergleich zu 2018 um über 27 Prozent festzustellen. Nahmen in 2018 nur 5.033 Männer eine Koloskopie in Anspruch, waren es in 2019 immerhin 6.391. Dies lässt sich damit begründen, dass ab 2019 die Altersgrenze bei den Männern herabgesetzt wurde und seit dem auch Männer zwischen 50 und 54 Jahren erstmals anspruchsberechtigt waren.

Bei den Frauen war eine leichte Steigerung der Inanspruchnahme-Rate um 7,5 Prozent zu verzeichnen. So nahmen in 2019 insgesamt 5.686 Frauen das Angebot der Darmspiegelung an, während es in 2018 noch 5.288 Frauen waren. „Den Kern der Darmkrebs-Früherkennung stellen die Koloskopien dar. Mit der Darmspiegelung lassen sich schon Vorstufen von Darmkrebs erkennen und überwiegend bereits während der Untersuchung entfernen“, so Ackermann. Findet der Arzt bei der Untersuchung Polypen, entfernt er diese sofort, da sich auch aus gutartigen Wucherungen bösartige Tumore entwickeln können.

Untersuchung des Stuhls auf okkultes Blut

Auffällig ist, dass bei den Untersuchungen auf nicht sichtbares Blut im Stuhl – als Alternative zur Darmspiegelung – die Teilnahme-Rate relativ konstant geblieben ist. Sie lag im Jahr 2019 insgesamt bei 7,1 Prozent, in 2018 bei 7,0 Prozent. In 2019 nutzten insgesamt 37.106 Frauen und 21.244 Männer das Angebot eines Stuhltests. In 2018 waren es 36.027 Frauen und 21.404 Männer.

Die Zahl der ärztlichen Beratungen zur Darmkrebsvorsorge stieg hingegen an. So nahmen im Jahr 2019 insgesamt über 82.700 Versicherte (10,0 Prozent) das Beratungsangebot an, in 2018 waren es nur knapp 57.600 Versicherte (7,0 Prozent). „Wir laden unsere Versicherten schriftlich zur Darmkrebsfrüherkennung ein und informieren sie zum Ablauf sowie über Nutzen, Risiken und Grenzen von Stuhltest und Darmspiegelung“, so Ackermann. Diese Information soll die Entscheidung über eine Teilnahme an der Darmkrebsfrüherkennung erleichtern.

Darmkrebsvorsorge bei Männern

Zur Darmkrebsvorsorge können sowohl Tests auf nicht sichtbares Blut im Stuhl als auch Darmspiegelungen in Anspruch genommen werden. Da wissenschaftliche Daten zeigen, dass Männer im Vergleich zu Frauen ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken, wird Männern bereits ab einem Alter von 50, und nicht wie bisher ab 55 Jahren, eine Darmspiegelung auf Kosten ihrer gesetzlichen Krankenkasse angeboten. Nach Ablauf von neun Kalenderjahren ist eine erneute Darmspiegelung möglich. Wahlweise kann jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl vorgenommen werden, ab 55 Jahren alle zwei Jahre.

Darmkrebsvorsorge bei Frauen

Bei Frauen wird ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich ein Schnelltest auf verborgenes Blut im Stuhl angeboten, ab 55 Jahren alle zwei Jahre. Eine Darmspiegelung ist alternativ ab dem Alter von 55 Jahren möglich. Nach Ablauf von neun Kalenderjahren kann eine neue Vorsorge-Darmspiegelung durchgeführt werden.

Männer und Frauen können maximal zwei Darmspiegelungen als Früherkennungsmethode in Anspruch nehmen. Ab dem Alter von 65 Jahren kann nur eine Darmspiegelung als Früherkennungsmethode in Anspruch genommen werden.

Mehr Informationen zum Thema Darmkrebsfrüherkennung gibt es im Internet unter www.aok.de/nw, Rubrik Leistungen & Services.

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Die Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen werden in Westfalen-Lippe immer noch viel zu selten genutzt.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Kopenhagener Straße 1, 44269 Dortmund
Telefon 0800 2655-505528
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