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AOK zum Welt-Hypertonie-Tag am 17. Mai: Schleswig-Holstein steht weiterhin unter Bluthochdruck

Pressemitteilung

Ärzte verordneten fast 5,5 Millionen Blutdruck-Senker

Kiel (14.05.2021). Medikamente gegen Bluthochdruck sind unverändert die am meisten verordneten Arzneimittel in Schleswig-Holstein. Darauf entfielen im vergangenen Jahr fast ein Viertel (24,4 Prozent) aller Verordnungen im Fertigarzneimittelmarkt. Das belegt eine aktuelle Auswertung der AOK NORDWEST anlässlich des Welt-Hypertonie-Tages am 17. Mai auf Basis von Statistiken des GKV-Spitzenverbandes. „In manchen Fällen können zu hohe Blutdruckwerte auch durch eine gesunde Lebensweise gesenkt werden. Im besten Fall benötigen Patienten dann überhaupt keinen Blutdruck-Senker mehr“, sagt AOK-Vorstandschef Tom Ackermann.  

Nach der aktuellen Auswertung verordneten die niedergelassenen Ärzte für die rund 2,5 Millionen gesetzlich Versicherten in Schleswig-Holstein in 2020 insgesamt 5,456 Millionen Packungen blutdrucksenkender Mittel. Das sind 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr (5,287 Millionen) und sogar 9,1 Prozent mehr als noch im Jahr 2018 (5,002 Millionen). Insgesamt zahlten die gesetzlichen Krankenkassen in Schleswig-Holstein im vergangenen Jahr rund 125 Millionen Euro für Blutdruck-Senker.

Problematisch ist, dass viele Menschen ihre Blutdruckwerte gar nicht kennen. Aber nur diagnostizierte Patienten haben auch die Chance, eine ärztliche Therapie zur Blutdrucksenkung und damit zur Vermeidung der Hypertoniefolgen zu erhalten. Obwohl die Hypertonie mit den heute verfügbaren Methoden gut behandelbar ist, wird nur ein Teil der Erkrankten medikamentös therapiert, von denen allerdings nicht alle eine Normalisierung ihres Blutdruckes erreichen. Andere Patienten nehmen seit vielen Jahren Blutdrucksenker, könnten aber durch eine gesunde Lebensweise komplett darauf verzichten. Denn durch einen gesunden und möglichst stressfreien Lebensstil mit einer abwechslungsreichen und salzarmen Ernährung, regelmäßiger Bewegung, wenig Alkohol, einer deutlicher Reduzierung von Übergewicht und dem Verzicht auf Nikotin lässt sich ein zu hoher Blutdruck günstig beeinflussen und manchmal sogar vermeiden. „Wenn Blutdruck-Senker eingenommen werden müssen, ist es wichtig, sie regelmäßig einzunehmen und auf keinen Fall ohne ärztliche Rücksprache abzusetzen“, so Ackermann.

Nach den Medikamenten gegen Bluthochdruck folgen auf den weiteren Plätzen Schmerzmittel mit 2,9 Millionen verordneten Packungen und Psychopharmaka (1,4 Millionen Packungen), gefolgt von Magen-Darm-Präparaten (1,2 Millionen Packungen) und Antidiabetika (0,9 Millionen Packungen).

Weitere Infos im Internet unter www.aok.de/nw, Rubrik Medizin & Versorgung.

Bilder

Schleswig-Holstein steht weiterhin unter Bluthochdruck. Im vergangenen Jahr verordneten die Ärzte fast 5,5 Millionen Blutdruck-Senker.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
Edisonstraße 70, 24145 Kiel
Telefon 0800 2655-505528
Mobil 01520 1566136
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