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AOK NORDWEST rät weiterhin zur Impfung: Weniger Windpocken-Fälle in Westfalen-Lippe

Pressemitteilung

Dortmund (16.05.2018). In Westfalen-Lippe ist die Zahl der Windpocken-Fälle im vergangenen Jahr gesunken. Insgesamt wurden 2.089 Infektionsfälle gemeldet, in 2016 waren es noch 2.657. Das entspricht einem Rückgang von über 21 Prozent. Auf Bundesebene war ein Rückgang von etwa elf Prozent zu verzeichnen, in gesamt Nordrhein-Westfalen um über 14 Prozent. Das teilte heute die AOK NORDWEST auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit. „Trotz sinkender Infektionsfälle raten wir dazu, insbesondere Kinder gegen Windpocken impfen zu lassen. Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI empfohlenen Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen selbstverständlich für ihre Versicherten bezahlt“, sagt AOK-Vorstandsvorsitzender Tom Ackermann.

Die erste sogenannte Varizellen-Impfung für Kinder wird von der STIKO im Alter von 11 bis 14 Monaten empfohlen. Die zweite Impfung sollte in einem Lebensalter von 15 bis 23 Monaten erfolgen. Nach aktuellen Daten des RKI im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen sind die Impfzahlen der Kinder in Nordrhein-Westfalen bei Windpocken in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. So konnten 90,5 Prozent der Schulanfänger in NRW in 2016 die erste Impfung und 86,6 Prozent die zweite Impfung nachweisen. 2015 lag die Durchimpfungsrate noch bei 89,4 bzw. 85,9 Prozent. „Die Entscheidung, ob Eltern ihr Kind impfen lassen, kann ihnen niemand abnehmen. Es ist jedoch wichtig, dass sich Eltern mit diesem Thema auseinandersetzen, um gestärkt im Sinne ihres Kindes zu handeln“, so Ackermann. Eine Impfung kann übrigens zu jedem Zeitpunkt nachgeholt werden, wenn sie nicht im empfohlenen Alter erfolgte. Einen Überblick über alle wichtigen Fakten zum Impfschutz und eine Hilfestellung bei der Entscheidung „Impfen ja oder nein“ sind abrufbar im Internet unter aok.de/nw Rubrik Leistungen & Services > Leistungen von A bis Z.

Windpocken gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten und sind äußerst ansteckend. Die Infektion kann aber auch Erwachsene betreffen. Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird. Dieses Virus zählt zu den Herpesviren. Die Ansteckungsgefahr beginnt einen Tag, bevor der Hautausschlag auftritt, und endet, wenn die Bläschen austrocknen. Erst nach zehn Tagen bis drei Wochen äußert sich die Infektion in Form von Kopf-, Rücken- oder Gliederschmerzen und Fieber. Ein bis zwei Tage später treten linsengroße rote Flecken auf der Haut auf, die sich zunächst in stark juckende Knötchen, anschließend in Bläschen verwandeln. Die Bläschen sind mit einer wässrigen Flüssigkeit gefüllt, die in hohem Maße ansteckend ist. Innerhalb von ein bis zwei Wochen verkrusten sie und fallen ab.

Trotz des extremen Juckreizes sollten Windpocken nicht aufgekratzt werden. Dies kann nicht nur Narben hinterlassen. Durch das Kratzen können sich die Bläschen auch entzünden und es kann zu schweren Hautinfektionen kommen. Vom Arzt verordnete Salben oder Lotionen lindern den Juckreiz. Wie bei allen Virusinfektionen helfen Bettruhe und eine gesunde Ernährung bei der Genesung. Die Windpocken-Erreger verbleiben, wie alle Herpesviren, nach einer durchgemachten Windpockeninfektion im Körper. Sie ruhen sozusagen und können unter besonderen Umständen reaktiviert werden. Dann verursachen sie die sogenannte Gürtelrose (Zoster).

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Auch wenn die Zahl der Windpocken-Fälle In Westfalen-Lippe im vergangenen Jahr gesunken ist, rät die AOK weiterhin zur Impfung.

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Fotograf: AOK/hfr

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Pressekontakt

Jens Kuschel, Pressesprecher
AOK NORDWEST – Die Gesundheitskasse.
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