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„Etwa die Hälfte der Füße könnte gerettet werden“

Jährlich werden in Deutschland etwa 40.000 Amputationen infolge einer Diabeteserkrankung durchgeführt, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Der häufigste Amputationsgrund ist das Diabetische Fußsyndrom.

Weltdiabetestag: AOK und Diabetologen raten zur Zweitmeinung vor Amputation

Berlin, 13. November 2020. Patientinnen und Patienten mit „Diabetischem Fußsyndrom“ sollten unbedingt vor einem chirurgischen Eingriff eine Zweitmeinung einholen. Diesen Appell starten die AOK Nordost und die Berliner Diabetologinnen und Diabetologen anlässlich des Weltdiabetestages am 14. November. Nach fachärztlicher Einschätzung könnte in etwa der Hälfte der Fälle eine Amputation vermieden werden. Darüber hinaus verhindert eine frühzeitige, spezialisierte Behandlung die Verschlechterung des Diabetischen Fußsyndroms. Das zeigen die Erfolge des Berliner Versorgungsprogramms ‚Diabetischer Fuß‘ der AOK Nordost. 

Recht auf Zweitmeinung wird zu selten wahrgenommen

Jährlich werden in Deutschland etwa 40.000 Amputationen infolge einer Diabeteserkrankung durchgeführt, so die Deutsche Diabetes Gesellschaft. Der häufigste Amputationsgrund ist das Diabetische Fußsyndrom. „Leider nehmen immer noch viel zu wenig Betroffene das gesetzlich verankerte Recht auf Zweitmeinung wahr“, sagt Dr. med. Ralf-Uwe Häußler. Er ist Vorsitzender des Landesverbands Berlin im Bundesverband niedergelassener Diabetologen. „Dabei wäre aus unserer Sicht in etwa der Hälfte der Fälle eine Amputation nicht notwendig, wenn diese Zweitmeinung in einer entsprechend zertifizierten ambulanten oder stationären Einrichtung zur Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms eingeholt würde.“ Häußler appelliert an seine Kolleginnen und Kollegen, die Patientinnen und Patienten entsprechend aufzuklären.  

Patientinnen und Patienten gezielt informieren

Eine gezielte Aufklärung und Information ist Teil des Berliner Versorgungsprogramms ‚Diabetischer Fuß‘, in dem aktuell 25 besonders spezialisierte Ärztinnen und Ärzte unter Einbindung qualifizierter Wundschwestern rund 1.300 AOK-Versicherte nach neuestem medizinischen Wissen behandeln. Regelmäßige Fortbildungen gehören dabei ebenso dazu wie die gute Vernetzung mit Hausärzten, Gefäßchirurgen und nichtmedizinischen Leistungserbringern. „Wie wichtig eine solche spezialisierte Versorgung bei diesem Krankheitsbild ist, zeigen die Erfolge unseres langjährigen Versorgungsprogramms. Wir empfehlen allen betroffenen Versicherten, die Expertise unserer Vertragsärzte – egal ob als Erst- oder Zweitmeinung – in Anspruch zu nehmen“ so Dr. Werner Wyrwich, Mediziner im Versorgungsmanagement der AOK Nordost.

Der jüngste Teilnehmer ist gerade Anfang 30

Beim Diabetischen Fußsyndrom kann sich unbehandelt eine oberflächlich kleine Wunde am Fuß innerhalb kürzester Zeit so stark verschlechtern, dass im schlimmsten Fall am Ende der ganze Fuß abgenommen werden muss. Die Erkrankung betrifft nicht nur Ältere: Der jüngste Teilnehmer am Programm ist 31 Jahre alt.

Mehr Informationen zum Versorgungsprogramm der AOK Nordost unter: https://www.aok.de/pk/nordost/inhalt/hilfe-bei-diabetischem-fusssyndrom/

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecher Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265080-22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de