Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Nordost
Ort/Kasse korrigieren
Servicecenter werden geladen ...
Seitenpfad

Verwaltungsrat beschließt 10,77 Milliarden-Haushalt

Insgesamt beträgt das Haushaltsvolumen der AOK Nordost im kommenden Jahr 8,31 Milliarden Euro in der Kranken- und 2,46 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung. Größte Ausgabenposten sind Krankenhäuser (2,73 Milliarden Euro), Arzneimittel (1,42 Milliarden Euro) und ärztliche Versorgung (1,29 Milliarden Euro).

Potsdam, 17. Dezember 2020. Angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie, gesetzgeberischer Mehrkosten und den dadurch stark gestiegenen Leistungsausgaben wird die AOK Nordost ihren Zusatzbeitrag erstmals seit der Einführung anheben müssen. Das hat der Verwaltungsrat der AOK Nordost heute mit der Aufstellung des Haushaltplans 2021 beschlossen. Der Beitragssatz in 2021 – gemeinsam von Mitgliedern und Arbeitgebern aufzubringen – setzt sich zusammen aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und einem Zusatzbeitragssatz von 1,5 Prozent.

Insgesamt beträgt das Haushaltsvolumen der AOK Nordost im kommenden Jahr 8,31 Milliarden Euro in der Kranken- und 2,46 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung. Größte Ausgabenposten sind Krankenhäuser (2,73 Milliarden Euro), Arzneimittel (1,42 Milliarden Euro) und ärztliche Versorgung (1,29 Milliarden Euro).

Griff des Gesetzgebers in die Beitragsrücklagen: 172 Millionen Euro Verlust

Weitere finanzielle Herausforderungen kommen hinzu: Neben der gesetzlich erzwungenen Abschöpfung von wichtigen Beitragsrücklagen – allein die AOK Nordost muss 2021 nach jetzigem Stand 172 Millionen Euro an den Gesundheitsfonds abführen – wird Ostdeutschland beim Finanzausgleich benachteiligt. Durch die sogenannte Regionalkomponente beim Risikostrukturausgleich fließen Gelder künftig vom Land in die Stadt. Die eher ländlich geprägten ostdeutschen Länder verlieren allein dadurch voraussichtlich 400 Millionen Euro im nächsten Jahr.

Gesundheitsminister bestraft die Beitragszahler

„Wir sind als Selbstverwaltung für einen tragfähigen Haushaltsplan verantwortlich und haben uns die Entscheidung deshalb nicht leichtgemacht“, erklären die alternierenden Verwaltungsratsvorsitzenden Alexander Schirp und Knut Lambertin. „Indem der Bundesgesundheitsminister aber dreist in die Rücklagen der Beitragszahler bei den Krankenkassen greift, bestraft er vor allem die Beitragszahler derjenigen Krankenkassen, die jahrelang verantwortungsvoll und vorausschauend gewirtschaftet haben.“ Seit der Einführung des Zusatzbeitrages im Jahr 2015 hatte die AOK Nordost ihren Mitgliedern und deren Arbeitgebern einen stabilen Beitragssatz angeboten.

Appell des Verwaltungsrates für ausreichende Steuerzuschüsse

Der Verwaltungsrat der AOK Nordost appellierte erneut an die Bundespolitik, das Versprechen der Sozialgarantie im Wahljahr 2021 einzulösen. „Die massiven Mehrkosten im Gesundheitswesen müssen über ausreichende Steuerzuschüsse gesamtgesellschaftlich finanziert und dürfen nicht einseitig den Beitragszahlern aufgebürdet werden oder zu Pleiten von gesetzlichen Krankenkassen führen“, fordern Schirp und Lambertin. Nach den Prognosen fehlen den gesetzlichen Krankenkassen nächstes Jahr mehr als 16 Milliarden Euro, die der Bund lediglich mit fünf Milliarden Euro Zuschuss gegenfinanziert.

Weiterhin starke Leistung für Versicherte auch in der Corona-Pandemie

Die Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, Daniela Teichert, betont trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen die Leistungsstärke der größten regionalen Krankenkasse im Nordosten. „Selbstverständlich werden wir die Herausforderungen im Gesundheitswesen weiterhin entschlossen angehen. Wir sichern eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung im Nordosten und stehen mit einem umfassenden Leistungsangebot zuverlässig an der Seite unserer Kunden.“

So ist die AOK Nordost auch in der Corona-Pandemie für ihre Versicherten und Firmenkunden ein wichtiger Lotse im Gesundheitssystem, der zudem auf neue Angebote setzt: So werden etwa individuelle Gesundheitsvorsorge- und Präventionsangebote erweitert und die Betreuung auf digitalen Kanälen stark ausgebaut.

Mit ihrem Service- und Beratungsangebot – egal ob digital, am Servicetelefon oder im Servicecenter – und Leistungen wie dem AOK-Gesundheitskonto und dem AOK-Kinderbonus ist und bleibt die Gesundheitskasse ein verlässlicher Partner, nicht nur für Versicherte, sondern auch für Arbeitgeber und Leistungserbringer. „Wenn es um hervorragende Leistungen und Services geht, haben die Menschen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit der AOK Nordost die beste Entscheidung getroffen“, sagt Daniela Teichert.

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecher Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265080-22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de