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Der AOK-Expertentipp: Über 39 Grad Fieber? Kein Grund zur Sorge, solange das Kind noch trinkt und spielt

Viele Eltern kennen das: Es ist Sonntag, die Praxen haben zu und auf einmal bekommt das Kind hohes Fieber. Gerade jetzt, wo die Grippe umgeht, geraten Eltern da schnell in Sorge. Irina Schessler, Kinderärztin am Centrum für Gesundheit der AOK Nordost, gibt praktische Tipps für den Fall der Fälle.

Informationen

Weitere Fragen und Antworten zu Kinderkrankheiten gibt es auch unter: https://nordost.aok.de/inhalt/fragen-an-den-kinderarzt/

Der AOK-Expertentipp vom 16.02.2018 (PDF,56KB)

Winterzeit ist Virenzeit

Irina Schessler, Kinderärztin am Centrum für Gesundheit der AOK Nordost
Was können Eltern tun, wenn es ihre Kinder am Wochenende „erwischt“?

Die goldene Regel lautet „trinken, trinken, trinken“: Fencheltee, Kamillentee, alles, was dem Kind schmeckt. Mit Ausnahme natürlich von stark gesüßten Getränken wie Limonade. Ganz kleine Kinder unter zwei Jahren sollten keinen Tee mit Süßholz trinken, da die darin enthaltene Glycyrrhizinsäure schädlich für sie ist. Wenn das Kleine keinen Appetit hat und nichts essen will, ist das nicht schlimm. Hauptsache, es trinkt. Gegen Fieber können auch Wadenwickel helfen. Aber Vorsicht: Die dürfen nicht mit kaltem Wasser gemacht werden, sondern immer nur mit lauwarmem. Und auf keinen Fall sollten Eltern auf die Idee kommen, ihr Kind in kaltem Wasser zu baden. Ab 39 Grad Fieber sollten auch altersentsprechende fiebersenkende Medikamente verabreicht werden.

Wie kann ich die „echte“ Grippe von einem grippalen Infekt unterscheiden?

Solange das Kind auch hustet und schnieft, handelt es sich meist um einen grippalen Infekt. Die „echte“ Grippe geht nicht mit den typischen Erkältungssymptomen einher. Meist klagen die Kleinen dann eher über starke Schmerzen am ganzen Körper und über Halsweh. Aber auch die Grippe kann nur symptomatisch behandelt werden. Eltern sollten ihren Kleinen deshalb den zusätzlichen Stress einer überfüllten Rettungsstelle ersparen und lieber gleich am nächsten Tag den behandelnden Arzt aufsuchen.

Wann sollten Eltern auf jeden Fall den Arzt rufen?

Wichtig ist immer der Allgemeinzustand des Kindes. Wenn es trotz Fieber noch einigermaßen gut drauf ist, trinkt und spielt, besteht kein Grund zur Sorge. Wenn das Kleine jedoch völlig apathisch im Bett liegt, nichts essen und trinken will, wenn das Fieber auf über 40 Grad steigt und trotz Medikamenten nicht runtergeht – dann sollten die Eltern einen Arzt holen. Das muss nicht gleich der Notarzt sein. Es reicht aus, wenn zunächst über die ärztliche Bereitschaftsdienstnummer 116 117 ein Arzt gerufen wird. Sofortiges Handeln ist angesagt, wenn das Kind nicht nur fiebert, sondern auch über starke Kopf- und Nackenschmerzen klagt. Dann muss auf jeden Fall sofort der Notarzt gerufen werden, denn es besteht der Verdacht auf Meningitis.

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Matthias Gabriel
Pressesprecher (komm.)
Tel.: 0800 265 080 – 22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de