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Potsdam: 15. Landeskonferenz „Digitalisierung im Gesundheitswesen“

In einem Podiumsgespräch diskutierten die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Ursula Nonnemacher und die Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, Daniela Teichert, zum Thema „Den Digitalen Wandel gestalten“. Hier hat die aktuelle Gesetzgebung wichtige Weichen gestellt, allerdings aus Sicht der AOK Nordost auch einige Steine in den Weg einer guten Versorgung gelegt.

Gemeinsame Presseinformation

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Telemed-Initiative Brandenburg e.V.

Digitalisierung in Brandenburg: Viele Fragen

Potsdam, 26. Februar 2020. Das digitale Gesundheitswesen 2020 steht am heutigen Mittwoch im Fokus der 15. Landeskonferenz „Digitalisierung im Gesundheitswesen“. Auf dem Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam diskutieren Experten aus Politik und Gesundheitswesen vor rund 280 Gästen die Fortschritte, Lücken und Entwicklungsbedarfe des digitalen Gesundheitswesens. Veranstalterin ist die Telemed-Initiative Brandenburg e.V., die auch von der AOK Nordost unterstützt wird.

Den digitalen Wandel gestalten

In einem Podiumsgespräch diskutierten die Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, Ursula Nonnemacher und die Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, Daniela Teichert, zum Thema „Den Digitalen Wandel gestalten“. Hier hat die aktuelle Gesetzgebung wichtige Weichen gestellt, allerdings aus Sicht der AOK Nordost auch einige Steine in den Weg einer guten Versorgung gelegt. Unter anderem darüber spricht Daniela Teichert in dem beigefügten Interview.

Vielen neuen gesetzlichen Regelungen fehlt der Versorgungsbezug

„Für uns sind noch viele Fragen offen, auf die wir gerne gemeinsam mit der Politik Antworten finden würden“, so die AOK Nordost-Vorstandsvorsitzende. „Das fängt an bei den Regelungen zu einer beschleunigten Einführung digitaler Anwendungen: Werden diese auch wirklich in der Versorgung eingesetzt? Und was können wir gemeinsam mit Leistungspartnern in unterversorgten Versorgungsregionen machen?“ Insgesamt fehle vielen der neuen gesetzlichen Regelungen noch der Versorgungsbezug.  

Telemedizinische Leistungen müssen Qualitätsstandards erfüllen

„Medizinische Angebote in einem Flächenland wie Brandenburg auch in Zukunft gut zu erreichen, ist eine große Aufgabe, die wir lösen müssen. Die Digitalisierung bietet uns hier viele Chancen. Video-Sprechstunden oder App-Anwendungen können sowohl Patientinnen und Patienten als auch Ärztinnen und Ärzten das Leben wirklich erleichtern und ein guter Baustein in einer modernen und flächendeckenden Gesundheitsversorgung sein“, so Gesundheitsministerin Nonnemacher. Heute nutzen Menschen Internetangebote in allen Lebensbereichen. Und das gilt natürlich auch im Gesundheitsbereich. „Telemedizinische Leistungen müssen selbstverständlich die medizinischen Qualitätsstandards und Datenschutzbestimmungen erfüllen. Die Patientensicherheit muss immer an erster Stelle stehen. Wir wollen Apps auf Rezept. Das allein löst aber nicht grundsätzliche Probleme. Hier sind weitere Anstrengungen und gesetzliche Regelungen nötig“, betonte Nonnemacher.

Das Engagement der brandenburgischen Akteure ist und bleibt groß

„Das rege Interesse an der Konferenz zeigt: Das Engagement und der Gestaltungswille der brandenburgischen Akteure ist groß“, sagte Jürgen Heese, Vorstandsvorsitzender der Telemed-Initiative. „Und das ist auch gut so, denn der Worte sind genug gewechselt. Jetzt müssen Taten folgen. Es gibt bereits viele gute Lösungsansätze für die Digitalisierung in der Gesundheits- und Pflegeversorgung. Lösungen, die insbesondere für den ländlichen Raum einen tatsächlichen Nutzen für die Patientinnen und Patienten versprechen. Die müssen wir jetzt umsetzen.“ 

Die Telemed-Initiative Brandenburg e.V.

Die Telemed-Initiative Brandenburg macht sich seit 2005 durch Information, Wissenstransfer und Austausch für die Gestaltung einer patientenorientierten Versorgungsstruktur im Land Brandenburg stark. Der Verein ist ein interdisziplinärer Verbund von AOK Nordost, Universität Potsdam, UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam, der Ingenieursgesellschaft für IT und Medizintechnik Mengel, Stiawa und Partner sowie Waldheim-Rechtsanwälte.

Vor dem Hintergrund der 15. Landeskonferenz Digitalisierung, die am heutigen Mittwoch in Potsdam stattfindet, warnt Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost, im Interview vor einer Blockadehaltung Brandenburgs beim Thema Videosprechstunde und vor den Risiken einer beschleunigten Einführung von Gesundheits-Apps auf Kassenkosten.

Daniela Teichert im Interview: "Die Welt wird keine Rücksicht darauf nehmen, ob Brandenburg sich mitdreht"

Anhang

Die 15. Landeskonferenz für Telematik im Gesundheitswesen kann auch auf Twitter verfolgt werden: #telemed2020 @Telemed_Ini

Ein Foto von Frau Daniela Teichert zum Download. (Fotoquelle: AOK Nordost | Andrea Katheder, JPG, 8.000KB)

Ansprechpartner

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecher Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265 080-22202
E-Mail:   presse@nordost.aok.de

Telemed-Initiative
Vorstandsvorsitzender Jürgen Heese
Telefon: 015201612510
E-Mail: info@telemed-initiative.de
Internet: www.telemed-initiative.de