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Krankschreibungs-Analyse der AOK Nordost für Mecklenburg-Vorpommern

Erzieherinnen haben das höchste Corona-Infektionsrisiko

Berlin, 17. März 2021. Erzieher*innen waren in Mecklenburg-Vorpommern im „Pandemie-Jahr“ 2020 von allen Berufsgruppen am häufigsten von Arbeitsunfähigkeit wegen einer Covid-19-Infektion betroffen. Von März bis Dezember meldeten sich konkret rund 2 Prozent der AOK-versicherten Erzieher*innen wegen dieser Diagnose krank. Dieser Wert ist mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnittswert der Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern.

Das zeigt eine Auswertung der Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen aller erwerbstätigen AOK-Versicherten in Mecklenburg-Vorpommern. Rund jeder Vierte ist in Mecklenburg-Vorpommern bei der AOK Nordost versichert.

Teichert: Richtige Entscheidung, Impfreihenfolge anzupassen

„Nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern, auch im gesamten Bundesgebiet haben Erzieherinnen und Erzieher laut unserer Analyse das höchste Infektionsrisiko aller Berufsgruppen. Es war daher eine richtige Entscheidung der Bundesregierung, diese Berufsgruppe in der Impfreihenfolge vorzuziehen“, fordert Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost angesichts der Ergebnisse.

Gesundheitsberufe und Verwaltungsberufe stark betroffen

In der „Top10“ der Berufe mit dem höchsten Infektionsrisiko finden sich viele Beschäftigte in Gesundheitsberufen, die bereits  ein Impfangebot erhalten haben, darunter Altenpfleger*innen und Krankenpfleger*innen. Medizinische Fachangestellte sind spätestens in der Impfgruppe 2 berücksichtigt worden und sollen zeitnah ein Impfangebot erhalten. Bei anderen Beschäftigten in der Top 10-Liste wie Bauelektrikern, Beschäftigten in der Sozialverwaltung und in der öffentlichen Verwaltung sowie Beschäftigten in der kaufmännischen Betriebswirtschaft ist das anders – sie werden sich noch gedulden müssen, bevor sie eine Impfangebot bekommen.

Beschäftigte erkrankten bundesweit am seltensten an Covid-19

Insgesamt meldeten sich im Jahr 2020 rund 840 von 100.000 AOK-Versicherten Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern wegen einer Covid-19-Diagnose krank – der niedrigste Wert von allen Bundesländern. Im Bundesdurchschnitt lag dieser Wert bei rund 2100 von 100.000 AOK-Versicherten. Am höchsten lag der Wert in Sachsen mit rund 2700 von 100.000 AOK-Versicherten.

Anhang

Hinweis für die Redaktionen: Für die Datenanalyse wurden die AU-Bescheinigungen der erwerbstätigen Versicherten in Mecklenburg-Vorpommern der AOK Nordost von März bis Dezember 2020 berücksichtigt. Dabei kamen rund 900 AU-Bescheinigungen mit einer Covid-19-Diagnose zusammen. Für die Auswertung wurden nur solche Berufsgruppen berücksichtigt, in denen mindestens 0,5 Prozent aller erwerbstätigen AOK Nordost-Versicherten aus Mecklenburg-Vorpommern beschäftigt sind. Dadurch werden Verzerrungen durch zu kleine Fallzahlen vermieden. Insgesamt sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 360.000 Menschen bei der AOK Nordost versichert. Die Gesamtzahl erwerbstätiger Versicherter kommuniziert die AOK Nordost aus Wettbewerbsgründen nicht.

Pressekontakt

AOK Nordost – Die Gesundheitskasse
Pressesprecher Matthias Gabriel
Telefon: 0800 265080-22202
E-Mail: presse@nordost.aok.de