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Früherkennung von Darmkrebs

Bisher nimmt im Schnitt beispielsweise nur jeder achte bei der AOK Nordost versicherte anspruchsberechtigte Mann und sogar nur jede zehnte Frau an einer Koloskopie (Darmspiegelung) teil.

Das ist Darmkrebs

Der Begriff Darmkrebs umfasst Krebserkrankungen aller Darmabschnitte, insbesondere des Dick- und Enddarms. In den meisten Fällen handelt es sich um bösartige Tumoren, die aus Wucherungen in der Darmschleimhaut entstehen. Diese Wucherungen sind zunächst gutartige Vorstufen und werden auch als Darmpolypen bezeichnet. Bis aus einem gutartigen Polypen Darmkrebs entsteht, kann es bis zu zehn Jahre dauern.

Laut Robert-Koch-Institut erkranken in Deutschland circa 62.000 Menschen im Jahr an Darmkrebs. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Seit Einführung der Darmspiegelung zur Früherkennung ist die Erkrankungsrate jedoch gesunken. Auch die Zahl der Betroffenen, die an Darmkrebs sterben, ist deutlich zurückgegangen.

Darmkrebsrisiko senken

Darmkrebs kann viele Ursachen haben. Mit einer gesunden Lebensweise lässt sich jedoch das Risiko verringern, an Darmkrebs zu erkranken. Experten empfehlen deshalb:

  • regelmäßig bewegen,
  • Übergewicht vermeiden,
  • ballaststoffreich essen: viele Vollkorngetreideprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüse, wenig rotes Fleisch und Wurstwaren, auf Tabak verzichten,
  • maßvoll mit Alkohol umgehen.

Untersuchungen zur Früherkennung von Darmkrebs – ab dem 40. Lebensjahr

Die Heilungschancen für Darmkrebs sind gut, wenn er frühzeitig erkannt wird. Die AOK Nordost bietet ihren Versicherten deshalb die Möglichkeit an der Darmkrebsvorsorge ab dem Alter von 40 Jahren teilzunehmen, also zehn Jahre früher als es derzeit gesetzlich vorgesehen ist, das heißt:

  • die ärztliche Beratung und die jährliche Stuhlblutuntersuchung (iFOBT) ab dem 40. Lebensjahr
  • Darmspiegelung (Koloskopie)
    - für Männer ab dem 40. Lebensjahr
    - für Frauen ab dem 45. Lebensjahr

Die Früherkennungsuntersuchungen richten sich an Männer und Frauen ohne erkennbares Darmkrebsrisiko. Menschen mit einem familiär erhöhten Risiko sollten häufigere Untersuchungen durchführen lassen. Die AOK Nordost, als Gesundheitskasse, möchte Ihren Versicherten dieses Präventionsangebot ans Herz legen und sie zur Teilnahme motivieren, da insbesondere die Koloskopie eine wirksame Untersuchungsmethode zur Früherkennung einer Darmkrebserkrankung darstellt.

Immunologischer Test und Darmspiegelung

Den Test auf verborgenes Blut im Stuhl führen Sie in Absprache mit Ihrem Hausarzt durch. Da Polypen und Tumoren manchmal bluten, können winzige Spuren von Blut im Stuhl ein Hinweis auf eine Darmerkrankung sein. Seit 1. April 2017 steht dafür ein neues Testverfahren zur Verfügung. Mithilfe von Antikörpern kann mit dem sogenannten immunologischen Test (iFOBT) ausschließlich menschliches Blut im Stuhl nachgewiesen werden. Fehldiagnosen aufgrund von tierischem Blut, das über die Nahrung in den Stuhl gelangt, werden damit ausgeschlossen. Das bisherige Testverfahren (Guajak-Test) wird ab sofort eingestellt und ist keine Kassenleistung mehr.

Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist die zuverlässigste Methode zur Früherkennung. Sie wird entweder von einem Gastroenterologen oder ambulant im Krankenhaus durchgeführt. Mithilfe einer kleinen Kamera, einem sogenannten Endoskop, werden das Innere des Dickdarms und die Darmschleimhaut auf Auffälligkeiten untersucht. Entdeckt der Arzt dabei Polypen, kann er diese sofort entfernen und so verhindern, dass daraus Krebs entsteht. Die Untersuchung dauert ungefähr 20 Minuten.

Das übernimmt die AOK

Die AOK Nordost übernimmt die Kosten

  • für die ärztliche Beratung zur Darmkrebsvorsorge ab dem 40. Lebensjahr,
  • für eine jährliche Stuhlblutuntersuchung (iFOBT) für Versicherte ab dem 40. Lebensjahr,
  • für die Koloskopie bei Männern ab dem 40. Lebensjahr und bei Frauen ab dem 45. Lebensjahr.
  • Alternativ für Männer und Frauen bei Nichtinanspruchnahme der Darmspiegelung jährlich weiterhin den Stuhlbluttest; ab dem 55. Lebensjahr im Abstand von zwei Jahren.

Weitere Leistungen der AOK

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