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Aktiv gegen Parkinson

Das Beratungsprogramm „Aktiv gegen Parkinson“ der AOK Nordost soll die Lebensqualität von Patienten mit Morbus Parkinson verbessern. Versicherte und ihre Angehörigen können sich kostenfrei beraten lassen und gezielte Hilfe in Anspruch nehmen.

Aktiv gegen Parkinson: Das Beratungsprogramm der AOK

Die Diagnose Morbus Parkinson kommt meist überraschend und trifft die Betroffenen und ihre Angehörigen völlig unvorbereitet. Ein wichtiges Ziel des Beratungsprogramms ist, die Lebensqualität der Erkrankten zu verbessern. Mit einer qualitativ hochwertigen und effektiven Beratung wollen wir den Betroffenen und ihren Angehörigen Stabilität und Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung geben. Je nach individuellen Bedürfnissen können Versicherte einzelne Leistungen in Anspruch nehmen.

So unterstützen wir Sie

Soziale Kontakte, Sport und Hobbys – all das tut nicht nur dem Körper gut, sondern nimmt auch positiven Einfluss auf die Psyche. Das Voranschreiten der Krankheit kann sich durch gesunde Lebensführung und Bewegung deutlich verlangsamen. Das Beratungsprogramm „Aktiv gegen Parkinson“ der AOK Nordost setzt hier an und bietet:

Unabhängigkeit und Sicherheit: Fahreignung überprüfen
Selbst Auto fahren ist für viele Menschen ein Zeichen von Unabhängigkeit. Doch die Sicherheit darf nicht zu kurz kommen. Versicherte der AOK Nordost erhalten einen Coupon im Wert von 75 Euro und können damit ihre Fahreignung überprüfen. Bei einer von uns benannten und spezialisierten Fahrschule können Sie diesen Coupon einlösen und die Fahrverhaltensprobe durchführen.

Therapiebegleitende App
Eine mobile Unterstützung im Alltag ist die Ratgeber-App „MoveApp“. Diese wurde unter der medizinischen Leitung von Prof. Dr. Georg Ebersbach, Chefarzt der Parkinsonklinik in Beelitz-Heilstätten, entwickelt. Neben Anleitungen zum Bewegungstraining, einem umfassenden Bewegungsprotokoll inklusive Wochenauswertung und einer Medikamenten-Erinnerungsfunktion bietet die therapiebegleitende App vielfältige Hilfestellungen und übersichtliche Informationen für Menschen mit Parkinson. Die MoveApp stand bisher nur für IOS-Geräte zur Verfügung. Durch die Finanzierung der AOK Nordost und der Deutschen Parkinson Hilfe e.V. ist der kostenlose Download der App auch auf Android-Smartphones und -Tablets möglich.

Kostenlose Informationsmaterialien
Um das aktive Training und gesunde Bewegung zu fördern, stellen wir unseren Versicherten kostenlose Informationsmaterialien, wie die DVD „Obenauf mit Parkinson“ zur Verfügung.

Spezielles Training
Damit Selbstständigkeit und Lebensqualität so lange wie möglich erhalten bleibt, übernehmen wir im Einzelfall die Kosten für eine spezifische Bewegungstherapie bei Parkinson (LSVT® BIG Training).

Förderung der Selbsthilfe
Die Arbeit von Selbsthilfegruppen hat in den letzten Jahren wesentlich an Bedeutung gewonnen. Es besteht zunehmend der Wunsch kranker Menschen, sich untereinander auszutauschen und gemeinsam etwas zu unternehmen. Das Engagement der regionalen Selbsthilfegruppen unterstützen wir als AOK Nordost. Gefördert werden Selbsthilfegruppen, die, wie in unserem Video, ganz besondere Wege im Umgang mit der Krankheit suchen. 

Video: "Aktiv gegen Parkinson" – Trommeln gegen die Lähmung
Video: "Aktiv gegen Parkinson" – Trommeln gegen die Lähmung

Pflegewissen bei Morbus Parkinson

Es gibt drei Hauptsymptome:

  • Ein Zittern (Tremor), das auch in Ruhe auftritt. Eine erhöhte Steifigkeit der Muskulatur (Rigor).
  • Eine Verlangsamung und Verkleinerung der Bewegungen (Bradykinese), die sich zum Beispiel beim Gehen (fehlendes Mitschwingen der Arme, langsamere, kürzere Schritte) oder in einer Verkleinerung der Handschrift zeigen kann. Ist die Muskulatur des Gesichts betroffen wird die Mimik starr und ausdrucksarm („Maskengesicht“).
  • Bewegungs- und Gangblockaden Unter Gangblockaden (Freezing) versteht man die Unfähigkeit, beim Versuch zu Gehen die Füße vom Boden zu lösen („wie festgefroren“). Diese Episoden dauern wenige Sekunden bis Minuten. Sie treten besonders beim Loslaufen, Umdrehen, Gehen durch Türen oder bei Ablenkung auf.

Weitere Symptome können das vegetative Nervensystem betreffen (z.B. Kreislaufschwäche, Verstopfung, vermehrter Harndrang). Auch psychische Veränderungen (z.B. Depression), die Verminderung des Geruchsempfindens und Schlafstörungen gehören zum Krankheitsbild.

  • Schlafstörungen können sich als verstärkte Tagesmüdigkeit (auch als Medikamentennebenwirkung) äußern oder als nächtliche Schlaflosigkeit. Es kann auch zu lebhaften Träumen kommen, die teilweise von heftigen Bewegungen, Sprechen oder Schreien, begleitet werden. Bei einem Teil der Betroffenen kommt es im fortgeschrittenen Stadium zu Demenz.

absehbare Folge:
Parkinson kann nicht geheilt werden und kann langfristig zu einer steigenden Pflegebedürftigkeit führen.

Die medikamentöse Therapie ist eine wichtige Säule der Behandlung. Es ist wichtig, dass die Medikamente pünktlich eingenommen werden. Es darf nicht zu einer Medikamentenpause kommen.

Der bei fast allen Erkrankten zur Anwendung kommende Wirkstoff Levodopa sollte nicht gleichzeitig mit eiweißreichen Mahlzeiten eingenommen werden (möglichst ½ Stunde vor oder eine Stunde nach dem Essen). Wenn trotz regelmäßiger Medikamenteneinnahmen beim Erkrankten Schwankungen in der Beweglichkeit auftreten, spricht man von Wirkungsfluktuation. Diese nennt man auch ON-OFF-Schwankungen, da die Übergänge zwischen guter und schlechter Beweglichkeit so schnell erfolgen können, als würde man einen Schalter betätigen.

Folgen Sie dem Grundsatz: „Zeit nehmen und Zeit geben.
Zeitlicher Druck wirkt wie eine Bremse und der Umgang wird anstrengender. Schluckstörung und ein verminderter Hustenreiz bergen das Risiko an einer Lungenentzündung zu erkranken.

Um diese Gefahr zu vermindern, können Flüssigkeiten angedickt werden. Kontrollieren Sie beim Eingeben von Nahrung, ob der Erkrankte geschluckt hat und der Mund leer ist, bevor der nächste Bissen angeboten wird. Reichen Sie kleine Mahlzeiten.

Stürzen vorbeugen
Stürze sind ein wichtiges Problem in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich das Sturzrisiko verringern.
Sturzprävention

bei Bewegungs- und Gangblockaden
Nutzen Sie verschiedene Tricks, mit denen die Bewegung von außen wieder angestoßen werden kann („Starthilfe geben“). Hierzu zählen Kommandos (z.B. „1-2-3-los !“) oder visuelle Signale (z.B. Übersteigen des Fußes einer Hilfsperson)

bei lebhaften Träumen
Ist dieses Ausagieren von Träumen sehr heftig, muss Verletzungen (z.B. durch Sturz aus dem Bett) vorgebeugt werden.

beim Kommunizieren
Es ist wichtig mit dem Erkrankten im Gespräch zu bleiben. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um Erkrankte mit Sprechstörungen zu verstehen.

beim Essen
Hilfreich sind auch eine gute Sitzposition, wenn möglich am Tisch, sowie ein aufrechter, leicht nach vorn gebeugter Oberkörper.

bei der Versorgung mit Hilfsgeräten
Je nach Ausprägung können verschiedene Hilfsmittel für den Alltag zuhause benötigt werden. Mobilitätshilfen und Hilfsmittel für die Nahrungsaufnahme können nützlich sein, um eine weitest gehende Selbständigkeit zu ermöglichen. Die Benutzung kann unter Anleitung trainiert werden.

Wichtig für die Versorgung des Erkrankten sind:
- Eine gesunde Lebensführung mit ausreichend Bewegung und ausgewogener Ernährung
- Regulierung des Muskeltonus sowie die Förderung der Bewegung ggf. mit Physiotherapie
- Vermeidung von Sekundärerkrankungen durch Beachtung möglicher Prophylaxen (Lagerung, Hautschutz, Mobilisation etc.)

Kontakt zur AOK

Möchten Sie eine der Leistungen in Anspruch nehmen oder sich eingehend beraten lassen? Dann sprechen Sie unsere Mitarbeiter telefonisch oder in einer Geschäftsstelle in Ihrer Nähe darauf an. Wir helfen Ihnen mit gezielter Unterstützung im Umgang mit der Krankheit.

Deutsche Parkinson Hilfe

Die AOK Nordost und die Deutsche Parkinson Hilfe engagieren sich bei vielen Veranstaltungen gemeinsam für die Aufklärung und Beratung der Betroffenen und deren Angehörigen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Deutschen Parkinson Hilfe.

Darüber hinaus können Sie die Deutsche Parkinson Hilfe auch mit einer Spende unterstützen.

Deutsche Parkinson Hilfe e.V.
Mittelbrandenburgische Sparkasse
Spendenkonto 1000 81 51 41
BLZ: 160 500 00

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