Hilfsmittel: Übersicht der Vertragsinhalte

Inhalte im Überblick
Beschaffung von Hilfsmitteln: Leistungen und Services kennen
Gesetzlich Versicherte haben Anspruch auf die Versorgung mit Hilfsmitteln, um die Heilung nach einer Krankenhausbehandlung zu sichern, eine drohende Behinderung vorzubeugen oder eine bestehende Behinderung zum Beispiel aufgrund einer Erkrankung auszugleichen. Damit Sie qualitativ hochwertige Hilfsmittel erhalten, schließt die AOK Verträge mit Hilfsmittellieferanten wie Sanitätshäusern oder Apotheken ab. Diese Verträge umfassen je nach Hilfsmittel verschiedene Leistungen und Services, auf die Sie Anspruch haben. Welche das im Einzelnen sind, erfahren Sie auf dieser Seite.
Mit der AOK-Hilfsmittelsuche den passenden Anbieter finden
Über die AOK-Hilfsmittelsuche finden Sie Anbieter von Hilfsmittelprodukten, die einen Versorgungsvertrag mit der AOK geschlossen haben. Wenn Sie ein Hilfsmittel von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verordnet bekommen haben, finden Sie hier einen Anbieter in Ihrer Nähe, der Ihnen das jeweilige Produkt bereitstellt.
Nachhaltige Nutzung von Hilfsmitteln
Die AOK Niedersachsen engagiert sich zusammen mit ihren Vertragspartnern für einen nachhaltigen Umgang mit Hilfsmitteln. Dazu gehört, dass die Lieferfirmen beispielsweise Rollstühle, Rollatoren und Badewannenlifter nach der Nutzung zurücknehmen und wieder aufbereiten. So können diese Hilfsmittel weiter eingesetzt werden. Das trägt dazu bei, Ressourcen zu schonen und die Umwelt zu schützen.
Ableitende Inkontinenzhilfen
Die eher als Blasenschwäche benannte Inkontinenz ist eine Erkrankung, bei der der Urin nicht mehr in der Blase gehalten werden kann. Betroffene empfinden dies häufig als sehr belastend und ziehen sich schlimmstenfalls aus Furcht vor unwillkürlichem Urinverlusten in eine soziale Isolation zurück. Beim „Harnverhalt“ wiederum ist die Blasenentleerung gestört und damit das Ausscheiden von Urin nur eingeschränkt oder nicht möglich. Bei derartigen Blasenfunktionsstörungen helfen ableitende Inkontinenzhilfen, den Urin in speziellen Beuteln diskret und hygienisch aufzufangen oder die Entleerung der Blase selbst zu steuern.
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Was sind ableitende Inkontinenzhilfen?
Blasen- und Darmentleerungsstörungen haben verschiedenste Ursachen und sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Für eine individuelle Versorgung stehen vielfältigste ableitende Inkontinenzhilfen zur Verfügung. Dazu gehören Ableitungs- und Auffangsysteme wie Urinalkondome und Dauerkatheter in Verbindung mit Urinauffangbeuteln, selbst anwendbare Einmalkatheter, Vaginal- und Analtampons, diverse Urin- und Stuhlauffangbeutel, Katheterverschlüsse und -ventile.
Um diese Systeme wiederum sicher am Körper zu befestigen, gibt es verschiedenste Verbindungs-, Fixierungs- und Haltevorrichtungen. Bei Bedarf beraten Sie unsere Hilfsmittellieferanten hinsichtlich Produktauswahl und zur richtigen Anwendung dieser Hilfsmittel.
Armprothesen
Amputation des Armes und nie wieder greifen können? Der Zustand nach einer Amputation ist eine schwierige und herausfordernde Situation für alle Betroffenen. Gemeinsam mit unseren Vertragspartnern unterstützen wir Sie und sorgen so für Ihre individuelle Versorgung.
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Was sind Armprothesen?
Armprothesen sind Körperersatzstücke, insbesondere zum funktionellen Ausgleich einer Behinderung nach einer Amputation oder Fehlbildung/Fehlanlage im Bereich der oberen Extremitäten. Die individuell hergestellten Prothesen werden in verschiedenen Bautechniken gefertigt.
Aufsaugende Inkontinenzhilfen
Inkontinenzhilfen dienen Personen, die nicht in der Lage sind, Harn und/oder Stuhlabgang willkürlich zu kontrollieren. Ursache können Fehlbildungen beziehungsweise verschiedene Krankheits- oder Verletzungsfolgen sein. Man unterscheidet Urin- und Stuhlinkontinenz.
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Was sind aufsaugende Inkontinenzhilfen?
Blasen- und Darmfunktionsstörungen haben verschiedenste Ursachen und sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Für eine individuelle Versorgung stehen vielfältigste aufsaugende Inkontinenzhilfen zur Verfügung. Dazu gehören Vorlagen, Windeln und Windelhosen. Bei Bedarf beraten Sie die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen unserer Hilfsmittellieferanten hinsichtlich Produktauswahl und zur richtigen Anwendung dieser Produkte.
Bandagen und Orthesen
Überlastete und schmerzende Gelenke - akut oder chronisch? Bandagen oder Orthesen helfen vorübergehend beziehungsweise dauerhaft, Schmerzen zu lindern und mobil zu bleiben.
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Was sind Bandagen oder Orthesen?
Bandagen oder Orthesen umschließen die betroffenen Gelenke oder Körperteile. Sie wirken komprimierend oder stützend.
Bandagen sind in der Regel flexibler als Orthesen. Sie bestehen aus einem elastischen Kompressionsstrick – ähnlich einem sehr festen Stoff, der Bewegung in jedem Fall ermöglicht. Orthesen sind komplexer als Bandagen und müssen häufig von einer Fachkraft für Orthopädietechnik angepasst werden. Sie bestehen aus festen und überwiegend unelastischen Materialien, bei Bedarf mit Gelenken, um einen vorgegebenen Bewegungsradius zu ermöglichen.
Orthesen können auch korrigierend, entlastend, ruhigstellend oder vollständig immobilisierend wirken – je nachdem, welches Behandlungsziel Ihr Arzt oder Ihre Ärztin bei Ihrem individuellen Krankheitsbild anstrebt.
Beatmung
Unter Atmung ist allgemein die Aufnahme von Sauerstoff (O2) und die Abgabe von Kohlendioxid (CO2) zu verstehen. Alle Zellen des menschlichen Organismus sind auf eine ständige Sauerstoffzufuhr und einen konstanten Abtransport des verbrauchten Sauerstoffs in Form von Kohlendioxid angewiesen. Diese Aufgaben erfüllt der Atmungstrakt in Zusammenarbeit mit dem Kreislaufsystem. Die Atmung wird durch das Atemzentrum gesteuert. Atemstörungen können sich durch Elastizitätsabnahme der Lunge sowie durch Störungen des Atemzentrums, der Diffusion und der Blutzirkulation in der Lunge ergeben. Hier können Beatmungsgeräte Abhilfe verschaffen.
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Was sind Hilfsmittel zur Beatmung?
Die Beatmung wird bei Erkrankungen eingesetzt, die mit Atmungsinsuffizienz einhergehen. Hierbei erfolgt die Beatmung als positive Druckbeatmung durch direkte Luftzufuhr in die Atemwege unter Anwendung von elektrisch betriebenen Beatmungsgeräten. Mithilfe der Beatmungsgeräte wird der Lungeninnendruck in einer etwa der Normalfrequenz beziehungsweise dem Krankheitsbild angepassten Häufigkeit erhöht. Bei der Einatmung ist die Triggerung der auslösende Faktor. Der Inspirationsbeginn (Einatmung) kann einerseits durch den Patienten (patientengetriggert) und andererseits durch die Maschine (maschinengetriggert) vorgegeben werden.
Beinprothesen
Amputation des Beines und nie wieder laufen können? Der Zustand nach einer Amputation ist eine schwierige und herausfordernde Situation für alle Betroffenen. Gemeinsam mit unseren Vertragspartnern unterstützen wir Sie und sorgen so für Ihre individuelle Versorgung.
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Was ist eine Beinprothese?
Beinprothesen sind Körperersatzstücke zum funktionellen Ausgleich einer Behinderung nach Amputation oder Fehlbildung. Die Beinprothese wird mittels eines Schaftes am Stumpf befestigt und übernimmt weitgehend die Funktion des amputierten Körperteils. Dabei soll die Gehfähigkeit nach Möglichkeit wiederhergestellt werden. Zu den Beinprothesen zählen zum Beispiel Unterschenkel-, Oberschenkel- und Hüftexprothesen.
Blindenhilfsmittel
Bei Blindheit oder hochgradiger Sehbehinderung kann das Sehvermögen die Planung und Kontrolle von Handlungen nicht oder nur sehr eingeschränkt unterstützen. Spezifische Hilfsmittel und notwendige Schulungen für den Gebrauch dienen der selbstständigen Orientierung und Mobilität in der Umwelt sowie der Informationsbeschaffung.
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Wie funktionieren Blindenhilfsmittel?
Blindenhilfsmittel und notwendige Schulungen für den Gebrauch dienen der selbstständigen Orientierung und Mobilität in der Umwelt sowie der Informationsbeschaffung. Der individuelle zweckmäßige Gebrauch von Hilfsmitteln ist in diesem Zusammenhang integraler Bestandteil für eine sichere, zielgerichtete und selbstbestimmte Fortbewegung sowie für die Informationsgewinnung und Kommunikation. Spezifische Hilfsmittel und Schulungen dieser Produktgruppe haben keinerlei sehkraftverbessernde Wirkung.
Blutdruckmessgeräte
Blutdruckmessgeräte dienen zur Messung des arteriellen Drucks. Das Herz versorgt die Organe und Gewebe im Körper mit Blut. Mit jedem Herzschlag zieht sich der Herzmuskel zusammen und pumpt Blut in die großen Gefäße des Blutkreislaufs. Dabei übt das Blut Druck auf die Gefäßwände der Arterien aus, welcher als Blutdruck bezeichnet wird. Eine regelmäßige häusliche Messung des Blutdrucks ist bei Versicherten mit hohem Blutdruck indiziert, bei denen dauerhaft eine engmaschige Überwachung erforderlich ist, zum Beispiel wenn der Bluthochdruck nur schwer behandelbar ist oder wenn auf diese Weise organische Folgeschäden reduziert werden können.
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Wie funktionieren Blutdruckmessgeräte?
Am häufigsten werden vollautomatische Blutdruckmessgeräte in Form von Oberarm- und Handgelenksmessgeräten verwendet und bestehen aus einer Druckmanschette, die durch einen Schlauch mit einer analogen oder digitalen Messeinheit verbunden ist. Mit dessen Hilfe lässt sich der Blutdruck eines Menschen ermitteln. Die Messung liefert sogenannte arterielle Blutdruckwerte, die Auskunft darüber geben, ob die Person einen gesunden, zu hohen oder zu niedrigen Blutdruck aufweist. Der Blutdruck wird unterteilt in einen systolischen (oberen) und in einen diastolischen (unteren) Wert und vom Messgerät angezeigt.
Beispiel:
Eine Person, deren Messwerte mit 140/80 mmHg angegeben werden, hat also einen
- systolischen Blutdruck von 140 mmHg und
- einen diastolischen Blutdruck von 80 mmHg.
Dabei steht der höhere systolische Wert vorn und der niedrigere diastolische Wert hinten; der diastolische Druck ist niedriger als der systolische.
Brustprothese
Eine Brustprothese dient nach einer Brustamputation sowohl dem optischen Ausgleich als auch der Erhaltung der Körpersymmetrie (Vermeidung von Schulterschiefstellung) durch ein angemessenes Gewicht. Durch das Tragen einer Brustprothese sollen sich die betroffenen Frauen genauso natürlich bewegen können wie mit gesunden Brüsten.
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Wie funktioniert eine Brustprothese?
Eine Brustprothese kann entweder in einen handelsüblichen BH eingelegt werden oder in einen speziellen BH, der über eine Tasche für die Brustprothese verfügt. Die Brustprothesen sind schweiß-, feuchtigkeits-, wasser-, meerwasser- und chlorwasserbeständig. Entweder wird die Brustprothese über die Haftschicht an der Körperhaut angebracht oder über spezielle Haftstreifen aus unterschiedlichen Materialien, Formen und Größen.
Diabetestherapie
„Diabetes mellitus“ (die sogenannte Zuckerkrankheit) zählt schon seit der Antike zu den Volkskrankheiten, wobei „Diabetes“ ein Überbegriff für verschiedene Erkrankungen des Stoffwechsels darstellt. Allen gemeinsam ist, dass sie zu erhöhten Blutzuckerwerten führen, weil die Patientinnen und Patienten einen Mangel am Hormon Insulin haben und/oder die Insulinwirkung vermindert ist. Die Behandlung der Erkrankung wird durch eine Diabetestherapie sichergestellt. Die Diabetestherapie teilt man in zwei Bereiche auf: Zum einen können zur Behandlung der erhöhten Blutzuckerwerte verschiedene blutzuckersenkende Medikamente (Antidiabetika) eingesetzt werden. Zum anderen wird das Hormon Insulin über verschiedene Möglichkeiten injiziert; die sogenannte Insulingabe. Meist ist in diesem Zusammenhang auch eine stringente Diabetesüberwachung notwendig.
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Wie funktioniert die Insulingabe?
Je nach Therapieform entscheidet Ihr Diabetologe oder Ihre Diabetologin darüber, ob die Applikation von Insulin über Einmal- oder sogenannte Fertigspritzen oder Insulin-Pens erfolgt. Ebenfalls ist eine Insulingabe über eine Insulin-Pumpe möglich, wenn die entsprechenden medizinischen Voraussetzungen hierzu erfüllt sind. Bei Spritzen und Pens muss die Insulingabe beziehungsweise Insulin-Einheit manuell eingestellt und selbständig injiziert werden. Bei einer Insulin-Pumpe erfolgt die Injektion automatisch. Die Insulin-Pumpe muss allerdings ständig am Körper getragen werden.
Wie funktioniert die Diabetesüberwachung?
Die Diabetesüberwachung kann klassisch über die Nutzung eine Blutzuckermessgerätes erfolgen. Man nennt dies auch „blutige“ Messung, da man sich mit einer Lanzette und einer Einstechhilfe etwas Blut aus dem Finger nimmt, welches auf einen Blutzuckerteststreifen, der zuvor in einem Blutzuckermessgerät eingeführt wurde, übertragen wird. Hierdurch kann das Blutzuckermessgerät den Blutzuckerwert ermitteln. Dies ist nach wie vor die gebräuchlichste Methode den Blutzuckerwert zu bestimmen. In einigen Fällen ist eine Diabetesüberwachung auch „unblutig“ möglich. So genannte Real-Time-Glukose-Messgeräte (kurz: rtCGM-Systeme) messen kontinuierlich selbstständig den Blutzuckerwert und geben bei Über- oder Unterzuckerungsgefahr Alarme ab, so dass Sie noch vor Eintritt der Blutzucker-Entgleisungen entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen können.
Dusch- und Badehilfen
Tägliche Körperpflege ist eines unserer Grundbedürfnisse. Sie haben körperliche Einschränkungen und möchten trotzdem Ihre Körperpflege so lange wie möglich selbständig durchführen? Das können Sie! Dusch- und Badehilfen bieten Ihnen wertvolle Unterstützung.
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Was sind Dusch- und Badehilfen?
Dusch- und Badehilfen gleichen eingeschränkte beziehungsweise ausgefallene Körperfunktionen ganz oder teilweise aus. Dazu gehören zum Beispiel Badewannenbretter, Duschhocker oder Badewannenlifter. Sie erleichtern das Ein- und Aussteigen in die Badewanne oder dienen als Körperstütze beim Baden und Duschen. Diese Hilfsmittel werden ausschließlich in Ihrem Zuhause angewendet.
Das gilt nicht für Gebrauchsgegenstände im Bad, wie handelsübliche Hocker, Badewanneneinstiegshilfen (Fußbänkchen), Bade- und Duschmatten sowie Nacken- und Schulterpolster. Diese Produkte können auch in anderen Bereichen im Haushalt eingesetzt werden und sind deshalb keine Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung.
Enterale Ernährung
Die Enterale Ernährung findet Anwendung, wenn eine Nahrungsaufnahme über den Mund, zum Beispiel aufgrund von Erkrankungen oder Verletzungen nicht mehr erfolgen kann und die Nährstoffzufuhr somit auf anderem Wege stattfinden muss.
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Wie funktioniert die Enterale Ernährung?
Bei der Enteralen Ernährung wird der Körper mit speziellen Nährstoffen versorgt, indem die Nahrung über eine Ernährungs- oder Magensonde in den Magen gelangt. Die Sonde kann dabei entweder durch die Nase verlaufen oder sie wird in einem kleinen operativen Eingriff durch die Bauchdecke angelegt. Die dabei zu verabreichende Sondenkost gelangt entweder durch eine Ernährungspumpe oder durch das Prinzip der Schwerkraft durch die Sonde direkt in den Magen-Darm-Trakt.
Einlagen
Leichte Fußfehlstellungen sind die häufigste Ursache für schmerzende Füße. Neben geeignetem Schuhwerk können orthopädische Einlagen Abhilfe schaffen, indem sie Schmerzen mindern oder sogar beseitigen und leichte Fußfehlstellungen korrigieren.
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Was sind orthopädische Einlagen?
Orthopädische Einlagen sind Einzelanfertigungen. Diese werden nach Ihrem individuellen Fußabdruck für Sie hergestellt. Es gibt je nach Krankheitsbild und Behandlungsziel verschiedene Einlagen, die Ihren Fuß betten, korrigieren oder stützen beziehungsweise entlasten und die natürliche Fußform bestmöglich erhalten. Sie bestehen aus unterschiedlichsten Materialien wie Kork, Leder, bestimmten Schäumen, Kunststoffen oder Faserverbundwerkstoffen.
Elektrostimulationsgeräte
TENS versus EMS – Schmerzlinderung oder Muskelaufbau? Zu den Elektrostimulationsgeräten zählen TENS und EMS-Geräte. TENS ist die Abkürzung für transkutane elektrische Nervenstimulation. Akute oder chronische Schmerzen beeinflussen Ihren Alltag und Ihre Leistungsfähigkeit? Die Reizstromtherapie - kurz TENS-Therapie - kann Ihnen helfen.
EMS bedeutet Elektromuskelstimulation. Geschwächte Muskeln zum Beispiel in Folge langer Krankheit, einer Operation oder einer Verletzung können mit Hilfe elektrischer Impulse gezielt stimuliert und trainiert werden.
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Wie funktionieren TENS- und EMS-Geräte?
Häufig stellt sich die Frage: Sind TENS und EMS das Gleiche? Beide Verfahren sind Reizstrombehandlungen. Das Therapiegerät – kaum größer als ein Mobiltelefon – gibt elektrische Impulse ab. Diese werden über spezielle auf die Haut zu klebende Elektroden auf den Körper übertragen. Der Unterschied liegt in den Anwendungsgebieten von TENS und EMS.
- Die Geräte zur transkutanen elektrischen Nervenstimulation (TENS) stimulieren die Nerven mit dem alleinigen Ziel der Schmerzlinderung.
- Die Geräte zur elektrischen Muskelstimulation (EMS) stimulieren die Muskeln mit dem Ziel der Rehabilitation und Stärkung dieser.
Gehhilfen
Gehhilfen unterstützen Menschen mit Gehbehinderung dabei, ihren eingeschränkten Aktionsradius sowohl in der häuslichen Umgebung als auch im privaten Umfeld zu erweitern. Hierzu gehören unter anderem Gehstöcke, Gehstützen, Gehgestelle und fahrbare Gehhilfen.
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Wie funktionieren Gehhilfen?
Die Benutzung von Gehhilfen erfordert eine eigene Kraftanwendung durch den gehbehinderten Menschen. Durch die Nutzung vergrößert sich die Standfläche, wodurch der Stand und der Gang stabilisiert werden.
Hilfsmittel gegen Dekubitus
Hilfsmittel gegen Dekubitus dienen der Vorbeugung und unterstützen und begünstigen die Behandlung von Dekubiti (Druckstellen) beispielsweise bei Bettlägerigkeit oder ständig sitzenden Menschen. Sie werden am Markt in unterschiedlichsten Ausführungen angeboten. Es gibt Ausführungen, die im Bett als Liegehilfe oder im Sitzen genutzt werden sowie unterschiedlichste Rückensysteme und Positionierungshilfen.
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Was sind Hilfsmittel gegen Dekubitus?
Hilfsmittel gegen Dekubitus funktionieren nach dem Prinzip der temporären Druckentlastung (Wechsellagerung, dynamische Systeme, intermittierende Systeme) beziehungsweise nach dem Prinzip der Druckverteilung (Weichlagerung, statische Systeme, Systeme zur Vergrößerung der Auflagefläche). Bei dynamischen beziehungsweise intermittierenden Systemen befüllt beziehungsweise entlüftet ein Steuergerät/Aggregat die unterschiedlichen Luftkammern der Produkte wechselweise mit Raumluft, so dass es ständig zu lokalen Druckentlastungen durch Druckreduzierung und kontinuierlichen Druckverteilungen kommt. Bei statischen Systemen beziehungsweise Weichlagerungssystemen werden die Produkte (zum Teil mit Spezialgebläsen) aufgeblasen und können dem Gewicht der Versicherten angepasst werden beziehungsweise passen sich automatisch an. Die Hilfsmittel sollen durch Druckentlastung an den gefährdeten Körperstellen der Entstehung eines Dekubitus vorbeugen und/oder bei einem bereits vorhandenem den Heilungsprozess unterstützen.
Hilfsmittel zur Kompressionstherapie
Als Hilfsmittel zur Kompressionstherapie bezeichnet man Kompressionsstrümpfe oder Strumpfhosen in unterschiedlichsten Ausführungen für Arme, Beine, Rumpf oder auch den Kopfbereich. Am häufigsten ist wohl die Versorgung mit Kompressionsstrümpfen bei einem Venenleiden der Beine. Aber auch bei Lymph-und/oder Lipödemen kann eine Versorgung mit hochwirksamen Arm- und/oder Beinstrümpfen hilfreich sein. Versorgungen bei Verbrennungsnarben sind individuell anzufertigen und meist nur eine Zeitlang erforderlich. Auch spezielle Kompressionsgeräte können ergänzend zu einer manuellen Lymphdrainage Hilfe bieten.
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Was sind Hilfsmittel zur Kompressionstherapie?
Hilfsmittel zur Kompressionstherapie üben kontrollierten äußeren Druck auf Venen, Lymphgefäße und die Muskulatur aus. Dies erfolgt hauptsächlich mit der Bewegung (im Laufen). Spannt sich die Muskulatur an, werden die zwischen den Muskeln liegenden Venen ebenfalls zusammengepresst und die Venenklappen schließen. Medizinische Kompressionsstrümpfe unterstützen diesen Vorgang. Je nach Diagnose sind hier unterschiedlichste Versorgungen möglich.
Zunächst werden Kompressionsstrümpfe in vier Kompressionsklassen unterteilt. Je höher die Kompressionsklasse ist, desto höher ist der Druck. Die angebotenen Strumpfvariationen reichen von Kniestrümpfen über oberschenkellange Strümpfe bis hin zur Strumpfhose.
Rundgestrickte Kompressionsstrümpfe werden nahtlos gestrickt und hauptsächlich zur Behandlung von venösen Erkrankungen eingesetzt. Flachgestrickte Kompressionsstrümpfe werden immer auf die genauen Körpermaße angefertigt und kommen eher bei lymphatischen Erkrankungen zum Einsatz.
Apparate zur Kompressionstherapie bestehen aus einem Wechseldruckgerät und entsprechenden Manschetten für Beine oder Oberkörper. Die Manschetten werden von körperfern zur Körpermitte hin mit Luft befüllt und begünstigen so den Rückfluss von Lymphflüssigkeiten.
Hilfsmittel zur Stomatherapie
Das Wort «Stoma» stammt aus dem Griechischen und bedeutet Mund oder Öffnung. Heute werden operativ angelegte künstliche Darmausgänge und Harnableitungen als Stoma bezeichnet. Eine solche Stomaanlage bedeutet für Betroffene häufig eine große Veränderung ihres bisherigen Alltags. Die passenden Stomahilfen und eine individuelle Betreuung durch unsere Hilfsmittellieferanten können dazu beitragen, Lebensqualität und Wohlergehen wieder zu erlangen.
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Was sind Stomaartikel?
Stomaartikel sind Hilfsmittel zur äußerlichen Aufnahme von Stuhlgang oder Urin. Dabei ist jedes Stoma anders, auch Betroffene haben eigene Ansprüche. Dementsprechend gibt es eine große Auswahl verschiedenster Versorgungsmöglichkeiten. Dazu zählen unterschiedliche Auffangbeutel und Basisplatten, die direkt auf die Haut um den künstlichen Ausgang geklebt werden. Außerdem gibt es Hautschutzprodukte, Stomakappen und -verschlüsse, Hautschutzplatten, Stomabandagen und vieles mehr.
Stomatherapeutisches Fachpersonal und entsprechend qualifizierte Angestellte unserer Hilfsmittellieferanten betreuen und begleiten Sie bei der Produktauswahl und dem Erlernen der selbstständigen Versorgung. Damit Sie sich auf Ihre Versorgung verlassen und unbesorgt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.
Hörhilfen
Hörhilfen sind technische Hilfen, die angeborene oder erworbene Hörfunktionsminderungen, die einer Therapie nicht zugänglich sind, möglichst weitgehend ausgleichen.
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Wie funktionieren Hörgeräte?
Hörgeräte sind elektronische Hilfsmittel zur Verbesserung der Hörfähigkeit. Hörgeräte verstärken die Lautstärke von Stimmen und Geräuschen oder Musik und filtern Hintergrundgeräusche, die das Hörverstehen erschweren können. Es stehen verschiedene Bauformen zur Anpassung zur Verfügung, die über Mikrofon, Verstärker und Hörer (Lautsprecher) verfügen. Diese digitalen Hörsysteme, mit neuester Technik, verbessern das Hören und Verstehen ganz entscheidend.
Inhalationstherapie
Inhalationsgeräte, wie zum Beispiel Aerosolinhalatoren/ Vernebler oder Atemtherapiegeräte zur Schleimlösung/-elimination, entfalten ihre therapeutischen Wirkungen über den Atemtrakt. Es werden dabei Substanzen mit der Einatemluft verabreicht. Als Aerosol bezeichnet man ein Gemisch aus festen oder flüssigen Partikeln geringer Größe und einem anderen Gas oder Luft, in dem die Partikel kurzfristig schweben. Im Zusammenhang mit Verneblern werden die Aerosolteilchen durch Verneblung flüssiger Medikamente künstlich hergestellt. Das heißt ein Verneblersystem dient dazu, eine Flüssigkeit inhalierbar zu machen.
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Was sind Inhalationsgeräte?
Die im Aerosolgemisch enthaltenen Lösungs- und/oder Medikamententeilchen mit schleimlösender, entzündungshemmender, bronchialerweiternder, antiallergischer oder bakteriozider Wirkung werden direkt an ihrem Wirkort, den Atemwegen, transportiert.
Die Vernebler unterscheiden sich hinsichtlich der Feinheit und Dichte des erzeugten Aerosols. Abhängig von der Therapie bestimmt sich, wie fein das Aerosol sein muss. Je kleiner die Aerosolteilchen sind, desto weiter können sie in die tiefen Atemwege vordringen.
Inkontinenztherapiegeräte
Inkontinenztherapiegeräte werden immer begleitend zum Beispiel zur Beckenbodengymnastik, Verhaltenstherapie oder medikamentösen Therapie als Hilfsmittel eingesetzt. Dabei kann es sich sowohl um Harn- als auch um Stuhlinkontinenz handeln. Die Ursachen und Arten der Inkontinenz sollten von einem Arzt oder Ärztin umfassend abgeklärt sein.
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Was sind Inkontinenztherapiegeräte?
Inkontinenztherapiegeräte mit Biofeedback messen über Elektroden die eigene Muskelaktivität im Beckenboden, unterstützen das selbst durchzuführende Beckenbodentraining, zeigen an, ob dabei die richtigen Muskelgruppen aktiviert werden und können durch Elektrostimulation die Beckenbodenmuskulatur stimulieren. Sie bestehen aus einem abgerundeten Zylinder mit einem starren Kunststoffrahmen und einem Weichgummiüberzug. Die durch Kontraktion von Scheide oder Schließmuskel ausgelöste Kompression der Weichgummimembran im mittleren Zylinderbereich wird über ein Schlauchsystem auf ein optisches Anzeigegerät übertragen und die Kontraktionsstärke auf einer Skala angezeigt. Dies ermöglicht der Anwenderin oder dem Anwender, die Stärke, Zeit und Intensität der Muskelkontraktion grob orientierend abzuschätzen und entsprechend aktiv zu modifizieren. Die netzunabhängigen Geräte können vom Patienten oder der Patientin selbständig im Rahmen des vom Arzt oder der Ärztin vorgegebenen Therapiekonzeptes unterstützend zur Inkontinenztherapie eingesetzt werden.
Milchpumpen
Milchpumpen werden zur Sicherstellung der Ernährung des Säuglings mit Muttermilch benötigt. Dieses Hilfsmittel dient/hilft der Mutter, die Ernährung ihres Kindes sicherzustellen, wenn eine Komplikation oder Schädigung bei der Milchzufuhr vorliegt, zum Beispiel durch Brustwarzenentzündung oder vermehrte, beziehungsweise verminderte Muttermilchbildung. Auch bei Beeinträchtigungen des Kindes, bei dem Saug- oder Trinkvorgang zum Beispiel durch eine Lippen-Kiefer-Gaumenspalte gestört ist, kann dieses Hilfsmittel unterstützen.
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Wie funktionieren Milchpumpen?
Es gibt sowohl manuell als auch elektrisch betriebene Milchpumpen. Bei beiden Hilfsmitteln wird jeweils ein Unterdruck erzeugt, um die Muttermilch abzupumpen. Dazu wird der Aufsatz, welcher entweder aus Latex oder aus Silikon besteht, auf der Brustwarze der Mutter platziert. Durch den Pumpeffekt, der so ähnlich wie das Saugen von einem Säugling ist, wird die Muttermilch direkt aus der Brust abgepumpt und in eine kleine Flasche befördert. Mit Hilfe einer Milchpumpe wird somit der natürliche Saugrhythmus (Saugphase, Entspannungsphase, Schluckphase) des Kindes nachgebildet.
Mobilitätshilfen
Mobilitätshilfen sind Hilfsmittel, die Menschen mit einer Behinderung den Positionswechsel selbstständig beziehungsweise mit deutlicher Minderung des Unterstützungsaufwandes durch eine Hilfsperson ermöglichen. Hierzu gehören unter anderem Umsetz- und Aufstehhilfen, Lifter und Rampensysteme. Behindertengerechte Zwei- und Dreiräder für Kinder und Jugendliche zählen ebenso dazu.
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Wie funktionieren Mobilitätshilfen?
Bei beeinträchtigter oder erheblich eingeschränkter Mobilität dienen diese Produkte dazu, um den Positionswechsel beziehungsweise den Transfer zum Beispiel vom Bett in einen Rollstuhl oder den Positionswechsel im Bett vornehmen zu können oder zwischen verschiedenen Räumen der Wohnung. Mobile Rampensysteme können bei besonderen Bedingungen in der häuslichen Umgebung oder im sonstigen privaten Umfeld im Rahmen der Nutzung von Rollstühlen/Gehhilfen bei eingeschränkter oder erheblich ausgeprägter Beeinträchtigung der Mobilität zur Überwindung von Höhenunterschieden erforderlich werden (zum Beispiel Stufen).
Behindertengerechte Zwei- oder Dreiräder ermöglichen Kindern und Jugendlichen mit erheblichen Beeinträchtigungen der Mobilität unter anderem ihren Aktionsraum zu vergrößern.
Orthopädische Schuhe
Schuhe sind alltägliche Kleidungsstücke. Aber was, wenn der Fuß so krank ist, dass kein fußgerechter Konfektionsschuh mehr passt und Schuheinlagen keine Linderung verschaffen? Dann kann auch ein Schuh ein Hilfsmittel sein.
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Was sind orthopädische Schuhe?
Orthopädische Schuhe sind hochwertige Einzelanfertigungen. Sie werden nach Ihren individuellen Fuß- und Beinmaßen in Handarbeit hergestellt. Dabei werden Ihre Schuhe so angefertigt, dass Ihre Fußerkrankung bestmöglich ausgeglichen wird.
Rollstühle
Über 1,5 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einem Rollstuhl. Ihre Gehfähigkeit kann nach einem Unfall, durch eine Erkrankung oder altersbedingt stark eingeschränkt oder gar nicht mehr vorhanden sein. Ein Rollstuhl hilft die Mobilität im Alltag wiederherzustellen.
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Was sind Rollstühle?
Rollstühle sind Hilfsmittel, die zur vorübergehenden oder dauerhaften Nutzung ärztlich verordnet werden können. Ein Rollstuhl kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Möglichkeit zur selbständigen Fortbewegung eingeschränkt ist und Gehhilfen nicht mehr ausreichend sind.
Rollstühle werden unterschieden in Standardrollstühle, Leichtgewichtrollstuhl, Adaptivrollstühle, Multifunktionsrollstühle, Elektrorollstühle und Toilettenrollstühle. Der für Sie passende Rollstuhl wird anhand Ihrer individuellen Bedürfnisse ausgewählt.
Sauerstofftherapie
Bestimmte Erkrankungen verursachen Sauerstoffmangel im Blut. Durch die regelmäßige Beigabe von Sauerstoff zur Atemluft kann der Mangel zumindest teilweise ausgeglichen und die Organe besser mit Sauerstoff versorgt werden. Die medizinische Sauerstofflangzeittherapie soll täglich über mindestens 16 Stunden erfolgen. Sie sind trotz Ihrer Erkrankung mobil und außer Haus unterwegs? Wir sorgen dafür, dass das möglichst lange so bleibt. Sauerstoffgeräte, die grundsätzlich nur in der Wohnung genutzt werden, können durch ein transportables Sauerstoffgerät ergänzt werden.
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Wie funktionieren Sauerstoffgeräte?
Bei allen Sauerstoffgeräten gelangt der Sauerstoff über einen Schlauch und eine Nasenbrille oder eine Maske in Ihren Körper. Die Sauerstoffmenge pro Minute ist einstellbar und wird vom Arzt oder der Ärztin vorgegeben. Diese soll nicht ohne Rücksprache mit dem ärztlichen Fachpersonal verändert werden. Der Sauerstoffkonzentrator saugt die Umgebungsluft an und filtert den darin enthaltenen Sauerstoff. Sauerstoffflaschen sind mit Sauerstoff gefüllt. Leere Flaschen müssen gegen volle getauscht werden. Bei einem sehr hohen Sauerstoffbedarf eignen sich auch Flüssigsauerstoff-Systeme. In diesen Fällen wird ein wohnungsgeeigneter Sauerstofftank in regelmäßigen Abständen Flüssigsauerstoff gefüllt.
Schlafapnoetherapie
Schlafapnoe ist die medizinische Bezeichnung für Atemaussetzer im Schlaf. Häufen sich diese Atemaussetzer und halten mehrere Sekunden an, dann spricht man von einem Schlafapnoe-Syndrom. Die Atemstillstände können zu einer Sauerstoffunterversorgung führen. Genauso vielfältig wie die Ursachen sind die Folgen einer Schlafapnoe. Unbehandelt leiden Betroffene unter Tagesmüdigkeit bis hin zu Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen. Eine gesunde Lebensweise und eine gute Schlafhygiene sind wichtig, aber manchmal nicht ausreichend. Hier hilft der Einsatz eines Schlafapnoe-Therapiegerätes.
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Wie funktionieren Schlafapnoe-Therapiegeräte?
Diese Geräte erzeugen einen Überdruck, der als Luftstrom über einen Schlauch und eine Maske zu Ihnen gelangt. Auf diese Weise werden die Atemwege freigehalten und Atemaussetzer vermieden. Verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Einstellmodi garantieren dabei eine optimal auf Ihr Krankheitsbild abgestimmte Therapie.
Sehhilfen
Sehhilfen sind Brillengläser, Kontaktlinsen und vergrößernde Sehhilfen.
Sehhilfen werden unterschieden in sehschärfenverbessernde Sehhilfen und therapeutische Sehhilfen. Während sehschärfenverbessernde Sehhilfen zum Ausgleich der Fehlsichtigkeit des Auges genutzt werden, kommen therapeutische Sehhilfen bei der Behandlung und/oder Korrektion einer Augenverletzung oder Augenerkrankung zum Einsatz.
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Wie funktionieren Sehhilfen?
Sehhilfen sind Brillengläser, Kontaktlinsen, vergrößernde Sehhilfen und andere Sehhilfen wie zum Beispiel optisch vergrößernde Sehhilfen (einzelne Brillengläser mit Lupenwirkung oder Lupen).
Bei Brillengläsern wird unter anderem zwischen Ein- und Mehrstärkengläsern unterschieden. Sie dienen zur Korrektur unter anderem bei Myopie (Kurzsichtigkeit), Hyperopie (Weit- beziehungsweise Übersichtigkeit) und/oder Astigmatismus (Stabsichtigkeit/Hornhautverkrümmung). Kontaktlinsen sind Sehhilfen, die in Kontakt mit dem vorderen Augenabschnitt (der Hornhaut und Bindehaut) stehen. Dabei ist die Kontaktlinse in eine dünne Tränenflüssigkeitsschicht eingebettet. Kontaktlinsen werden - im Gegensatz zu Kontaktschalen - als optisches Korrektionsmittel eingesetzt. Kontaktschalen dienen therapeutischen Zwecken (zum Beispiel als Verbandlinse). Unter den elektronisch vergrößernden Sehhilfen sind unter anderem Bildschirmlesegeräte, elektronische Lupen, Kamerasysteme zur Schriftvergrößerung und spezielle Bedienhilfen und Nutzungsanpassungen zu verstehen. Sie dienen primär dazu, Bücher, Zeitungen oder sonstiges Lesegut ab einem sechsfachen Vergrößerungsbedarf visuell darzustellen.
Stehhilfen
Stehen ist eines unserer Grundbedürfnisse. Sie haben körperliche Einschränkungen und möchten trotzdem kontrolliert Stehen? Das können Sie! Stehhilfen bieten Ihnen eine wertvolle Unterstützung. Stehhilfen ermöglichen bei angeborenen oder erworbenen Einschränkungen beziehungsweise Verlust des kontrollierten Stehvermögens den Verbleib in einer aufrechten Körperhaltung.
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Wie funktionieren Stehhilfen?
Mit dem Einsatz von Stehhilfen können Sie sich auf eine Wiedererlangung des Gehens vorbereiten. Die Einnahme der Stehposition beziehungsweise das entsprechende Training fördert die Wiedererlangung einer Gehfähigkeit und unterstützt dabei die Physiotherapie.
Stehhilfen dienen aber auch bei erheblich ausgeprägter Beeinträchtigung des Stehens den positiven Auswirkungen einer aufrechten Körperposition. Insbesondere lebensnotwendige Funktionen wie beispielsweise die Kreislaufregulation, der Knochenstoffwechsel sowie die Verdauungsfunktionen werden durch die Verwendung von Stehhilfen deutlich verbessert.
Therapeutische Bewegungsschienen
Fremdkraftbetriebene Bewegungsschienen werden nach Operationen von Knie- oder Schultergelenken genutzt. Bei bestimmten Krankheitsbildern kann eine Behandlung auch ohne vorausgegangene Operation erfolgen. In jedem Fall ergänzen Bewegungsschienen die physiotherapeutischen Behandlungen und Eigenübungen.
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Was sind CPM-Bewegungsschienen?
CPM-Bewegungsschienen (cpm = continuous passive motion) sind elektrische, motorbetriebene Trainingsgeräte, die das Knie- oder Schultergelenk nach ärztlich festgelegten Bewegungsparametern mobilisieren.
Toilettenhilfen
Der Gang zur Toilette ist eines unserer Grundbedürfnisse. Sie können aufgrund körperlicher Einschränkungen diesem Grundbedürfnis nicht mehr selbstständig nachkommen? Toilettenhilfen erleichtern Ihnen den Toilettengang und geben Ihnen ein hohes Maß an Selbstständigkeit zurück.
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Was ist eine Toilettenhilfe?
Toilettenhilfen erleichtern das Hinsetzen und Aufstehen beim Toilettengang (Toilettensitzerhöhung) oder ersparen den Weg zur Toilette (Toilettenstuhl).
Tracheostoma
Tracheotomiert? Nur „durch den Hals atmen“ zu können, ist eine schwierige und sehr herausfordernde Situation. Wir unterstützen Sie! Gemeinsam mit unseren Vertragspartnern sorgen wir für Ihre optimale Versorgung.
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Was ist ein Tracheostoma und wie wird es versorgt?
Ein Tracheostoma ist eine künstliche Öffnung in den Halsweichteilen als Verbindung zur Luftröhre. Es wird operativ aufgrund verschiedener Ursachen, wie zum Beispiel nach Kehlkopfentfernungen oder bei neurologischen Erkrankungen mit Störung des Schluckreflexes angelegt. Die Öffnung kann mit einer Trachealkanüle offengehalten werden, über die bei Notwendigkeit auch eine Beatmung möglich ist.
Es gibt verschiedene Versorgungsvarianten – je nach Krankheitsbild. Die Auswahl an Hilfsmitteln ist breitgefächert – angefangen vom Absauggerät bis hin zum Zubehör für Trachealkanülen. Speziell geschulte Fachkräfte stehen Ihnen beratend und unterstützend zur Seite. Sie sind nicht allein!
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