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So erhöhen sich die Pflegeleistungen im Jahr 2024

Das Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz (PUEG) bringt in den kommenden Jahren stufenweise höhere Pflegeleistungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige. Seit dem 1. Januar 2024 greifen die ersten Entlastungen.

Eine junge Frau hilft ihrer Mutter bei der Planung der Finanzen. © iStock / shapecharge
  • Pflegegeld-Erhöhung ab 2024

    Das Pflegegeld ist zum 1. Januar 2024 erhöht worden. Pflegegeldbeziehende erhalten seitdem automatisch den höheren Leistungsbetrag.

    Seit dem 1. Januar 2024 erhalten Pflegebedürftige entsprechend des Pflegegrades:

    • Pflegegrad 1: kein Anspruch auf Pflegegeld
    • Pflegegrad 2: 332 Euro (statt bislang 316 Euro)
    • Pflegegrad 3: 573 Euro (statt bislang 545 Euro)
    • Pflegegrad 4: 765 Euro (statt bislang 728 Euro)
    • Pflegegrad 5: 947 Euro (statt bislang 901 Euro)

    Eine weitere Erhöhung des Pflegegeldes ist für 2025 geplant. Anschließend soll das Pflegegeld, wie alle anderen Geld- und Sachleistungen der Pflegekasse auch, alle drei Jahre an die Preisentwicklung in Deutschland angepasst werden. Das erste Mal voraussichtlich zum 1. Januar 2028.

  • Höhere Pflegesachleistungen ab 2024

    Wie beim Pflegegeld steigen auch die Beträge für Pflegesachleistungen.

    Der Anspruch umfasst seit dem 1. Januar 2024 mit

    • Pflegegrad 1: kein Anspruch auf Pflegesachleistungen
    • Pflegegrad 2: 761 Euro (statt bislang 724 Euro)
    • Pflegegrad 3: 1.432 Euro (statt bislang 1.363 Euro)
    • Pflegegrad 4: 1.778 Euro (statt bislang 1.693 Euro)
    • Pflegegrad 5: 2.200 Euro (statt bislang 2.095 Euro)

    Im darauffolgenden Jahr sollen auch die Beträge für Pflegesachleistungen noch einmal steigen. Danach sollen die Beträge alle drei Jahre an die Preisentwicklung in Deutschland angepasst werden. Das erste Mal voraussichtlich zum 1. Januar 2028.

  • Höheres Budget in der Verhinderungspflege für Pflegebedürftige im Pflegegrad 4 und 5 unter 25 Jahren

    Wenn Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene pflegebedürftig sind, werden sie oft von ihren Eltern gepflegt. Ist das für einen gewissen Zeitraum nicht möglich, kommen häufig die Leistungen der Kurzzeit- und Verhinderungspflege zum Einsatz, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten. Seit Januar 2024 steht den Pflegebedürftigen im Pflegegrad 4 und 5 unter 25 Jahren ein erhöhter Leistungsbetrag für die Verhinderungspflege zur Verfügung. Dazu können die Mittel der Kurzzeitpflege, die noch nicht verwendet wurden, vollständig anrechenbar sein. Somit können die pflegenden Angehörigen bis zu 3.386 Euro pro Kalenderjahr für die Verhinderungspflege beanspruchen. Zum 1. Januar 2025 soll dieser Betrag auf 3.539 Euro steigen.

    Zu den Entlastungsleistungen für pflegende Angehörige
  • Pflegeunterstützungsgeld ab 2024 jährlich beantragen

    Wenn berufstätige Personen die Pflege für einen Angehörigen organisieren oder selbst übernehmen müssen, können sie sich dafür bis zu zehn Tage lang von der Arbeit freistellen lassen. Dazu suchen Arbeitnehmer und Arbeitnehmer zunächst das Gespräch mit dem Arbeitgeber. Entfällt der Lohn, können Sie stattdessen Pflegeunterstützungsgeld von der Pflegekasse erhalten. Bislang konnte die Leistung nur einmal pro pflegebedürftiger Person beansprucht werden.

    Seit dem 1. Januar 2024 soll der Anspruch auf Pflegeunterstützungsgeld jährlich wiederkehrend bestehen. So können sich Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen jetzt jedes Jahr bei einer Notlage im Bereich der häuslichen Pflege für bis zu zehn Tage freistellen lassen.

    Mehr zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
  • Erhöhung der Eigenanteil-Zuschläge bei vollstationärer Pflege

    Seit dem 1. Januar 2024 erhalten Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 höhere Zuschläge auf den pflegbedingten Eigenanteil, wenn die Personen in einer vollstationären Pflegeeinrichtung untergebracht sind.

    Es gilt dann entsprechend der Aufenthaltsdauer wie folgt:

    • Bis 12 Monate: 15 Prozent (statt bislang 5 Prozent)
    • Bis 24 Monate: 30 Prozent (statt bislang 25 Prozent)
    • Bis 36 Monate: 50 Prozent (statt bislang 45 Prozent)
    • Über 36 Monate: 75 Prozent (statt bislang 70 Prozent)

    Die Abrechnung erfolgt zwischen Pflegeeinrichtung und Pflegekasse. Pflegebedürftige Personen brauchen sich darum nicht zu kümmern.

Pflegeleistungen der AOK

Das tut Ihre AOK für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige

Von der ambulanten Pflege über stationäre Pflegeleistungen, Pflegeberatung, Pflegekurse oder Online-Pflegekurse – die AOK bietet Ihnen vielfältige Leistungen rund um die Betreuung und Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen sowie für die Entlastung von pflegenden Angehörigen. Hier erhalten Sie alle Informationen über Ihre Möglichkeiten. 

Die Pflegeleistungen der AOK im Überblick

Aktualisiert: 09.01.2024

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