Änderungen bei Impfungen gegen Meningokokken und Gürtelrose

Es gibt neue Richtlinien für Schutzimpfungen gegen Meningokokken und Gürtelrose. Die Neuerungen umfassen eine Meningokokken-Impfung der Serotypen ACWY für 12- bis 14-Jährige. Zudem können sich Risikogruppen nun ab 18 Jahren gegen Gürtelrose impfen lassen.
Eine Ärztin injiziert einer Teenagerin einen Impfstoff in den Arm.© iStock / NazariyKarkhut

Meningokokken und Gürtelrose: neue Richtlinien für Ihren Impfschutz

Die Impf-Richtlinien für Schutzimpfungen gegen Meningokokken und Gürtelrose (Herpes zoster) sind aktualisiert worden. Die Änderungen basieren auf den aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.

Meningokokken: Impfung von Jugendlichen anstatt Kleinkindern

  • Neu für 12- bis 14-Jährige: Allen Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 14 Jahren wird eine Impfung gegen Meningokokken der Serogruppen A, C, W und Y empfohlen. Dies gilt auch für jene, die bereits früher eine Impfung gegen diese Serogruppen erhalten haben. 
  • Nachholchance: Wer die Impfung verpasst hat, kann diese bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres nachholen.
  • Für Kleinkinder: Die Impfung gegen Meningokokken C im Alter von 12 Monaten entfällt, da Fachleute das Risiko für diese Altersgruppe wissenschaftlich neu bewertet haben. Wichtig: Die Empfehlung für die Grundimmunisierung gegen Meningokokken B für Säuglinge bleibt bestehen. 

Gürtelrose: Impfung für Risikogruppen schon ab 18 Jahren

Bisher war die Gürtelrose-Impfung für Menschen mit erhöhtem Risiko erst ab 50 Jahren vorgesehen. Das ändert sich nun.

  • Schutz ab 18 Jahren: Wer ein erhöhtes Risiko hat, an Herpes zoster zu erkranken – zum Beispiel aufgrund einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche oder einer schwer ausgeprägten chronischen Grunderkrankung wie Arthritis oder HIV –, hat nun bereits ab 18 Jahren Anspruch auf die Impfung.
  • Standardvorsorge: Die Standardimpfung gilt weiterhin für alle Menschen ab 60 Jahren, da das Risiko für schwere Krankheitsverläufe und chronische Nervenschmerzen mit dem Alter steigt.
Aktualisiert: 26.03.2026

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