Lungenkrebs: Neues Angebot zur Früherkennung für Rauchende

Ziel der Untersuchung: Lungenkrebs möglichst früh erkennen
Ab April 2026 besteht für aktive und ehemalige starke Raucherinnen und Raucher im Alter von 50 bis 75 Jahren die Möglichkeit, ein Screening zur Früherkennung von Lungenkrebs zu nutzen. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat diese Maßnahme im Juni 2025 in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgenommen.
Ziel der Untersuchung ist es, Lungenkrebs möglichst früh zu erkennen und dadurch die Überlebenschancen der Betroffenen zu erhöhen.
Für wen kommt die Lungenkrebs-Früherkennung infrage?
Das Angebot richtet sich an Raucherinnen und Raucher, die folgende Kriterien erfüllen:
- Sie sind zwischen 50 und 75 Jahre alt.
- Sie haben mindestens 25 Jahre lang geraucht, wobei Rauchpausen innerhalb dieser Zeit nicht länger als zehn Jahre andauerten.
- Dabei kommen Rauchende auf mindestens 15 Packungsjahre. Packungsjahre geben an, wie viel jemand im Laufe seines Lebens geraucht hat. Sie berechnen sich aus der Anzahl der insgesamt gerauchten Jahre, multipliziert mit der Anzahl der Packungen, die im Durchschnitt pro Tag geraucht wurden. Dabei wird davon ausgegangen, dass eine Packung 20 Zigaretten enthält.
Die letzte zur Lungenkrebsbefundung geeignete CT-Untersuchung der Lunge liegt mindestens 12 Monate zurück.
Wie läuft die Früherkennung ab?
Zunächst prüft eine Vertragsärztin oder ein Vertragsarzt (Internistinnen und Internisten, Allgemein- oder Arbeitsmedizinerinnen und -mediziner) die Voraussetzungen für die Früherkennung. Sind diese erfüllt, erhalten Versicherte eine Überweisung in die Radiologie.
Eine Radiologin oder ein Radiologe mit entsprechender Genehmigung führt die Untersuchung mittels Niedrigdosis-Computer-Tomografie durch. Dabei entstehen durch Röntgenstrahlen detaillierte Schnittbilder der Lunge. Das Verfahren macht auch kleine Auffälligkeiten sichtbar. Die Untersuchung ist schmerzfrei, dauert nur wenige Minuten und findet im Liegen statt. Im Vergleich zu einer normalen Computer-Tomografie (CT) ist die Strahlenbelastung bei einer Niedrigdosis-CT kleiner.
Die Radiologin oder der Radiologe beurteilt die CT-Bilder. Ein kontroll- oder abklärungsbedürftiger Befund wird zusätzlich von einer zweiten Fachärztin oder einem zweiten Facharzt begutachtet.
Versicherte haben bei einem unauffälligen Befund alle 12 Monate Anspruch auf eine Niedrigdosis-CT zur Früherkennung von Lungenkrebs. Die Kosten übernimmt die Krankenkasse.
Das Lungenkrebs-Screening mittels Niedrigdosis-CT kann einige Menschen davor bewahren, an Lungenkrebs zu sterben. Es birgt aber auch das Risiko von Überdiagnosen oder falschen Befunden, die in der Folge zu unnötigen Untersuchungen oder Behandlungen führen. Deshalb ist eine informierte Entscheidung für oder gegen eine Teilnahme an der Früherkennung wichtig. Dazu gibt es eine ausführliche Versicherteninformation des Gemeinsamen Bundesausschusses und Ärztinnen und Ärzte sind verpflichtet, sorgfältig über die Vor- und Nachteile der Untersuchung aufzuklären.
Rauchstopp: Nichtraucherin und Nichtraucher werden mit der AOK
Die Früherkennung senkt das Risiko für Lungenkrebs nicht – ein Rauchstopp hingegen schon. Zudem ist der Verzicht auf Tabak sinnvoll, weil Rauchen auch chronische Lungenerkrankungen verursachen kann und das Herz-Kreislauf-System schädigt.
Mit dem Rauchen aufzuhören, kann jedoch herausfordernd sein. Die AOK unterstützt Sie mit Kursen und Angeboten zur Rauchentwöhnung.
Rauchfrei im Mai: Jetzt mitmachen!
Die bundesweite Mitmach-Aktion „Rauchfrei im Mai“ unterstützt Sie beim Rauchstopp. Wer bis zum Monatsende rauch- und dampffrei bleibt, kann zudem bis zu 1.000 Euro gewinnen.
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