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Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Gewebeveränderungen am Muttermund können sich zu Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Bei Früherkennungsuntersuchungen wird betroffenes Gewebe erkannt und anschließend entfernt, um das Erkrankungsrisiko möglichst gering zu halten.

Das ist Gebärmutterhalskrebs

Gebärmutterhalskrebs, auch Zervixkarzinom genannt, ist eine bösartige Krebserkrankung des Gebärmutterhalses, vor allem im Bereich des äußeren Muttermundes. Im Jahr 2016 erkrankten in Deutschland 4.380 Frauen neu an einem Zervixkarzinom. Das mittlere Erkrankungsalter für ein invasives Karzinom liegt bei 55 Jahren. Das Durchschnittsalter von Patientinnen mit einem Karzinom im Frühstadium liegt bei 35 Jahren. Seit der Einführung der Früherkennungsuntersuchung in den 1970er Jahren erkranken deutlich weniger Frauen als zuvor.

HPV als Ursache für Gebärmutterhalskrebs

Die genitalen Typen der sogenannten Humanen Papillomviren (HPV) können durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden. Hochrisiko-Untergruppen des Erregers können zu Gewebeveränderungen am Muttermund führen. Aus diesen kann sich dann über die Jahre ein bösartiger Tumor entwickeln. Drei bis sechs Prozent der infizierten Frauen entwickeln nach durchschnittlich 15 Jahren ein Karzinom.

Früherkennung beim Frauenarzt

Zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs ist der regelmäßige Besuch bei Ihrem Frauenarzt notwendig. Der Frauenarzt führt bei der gynäkologischen Untersuchung unter anderem einen Zellabstrich am Gebärmutterhals durch, den sogenannten PAP-Test. Damit können Infektionen oder Zellveränderungen bereits im Vorstadium erkannt werden. Ist der PAP-Abstrich auffällig, werden weitere Untersuchungen, wie ein HPV-Test oder eine Gewebebiopsie durchgeführt.

Über die Vor- und Nachteile der Untersuchung informiert eine Patienteninformation des gemeinsamen Bundesausschusses. 

Vorsorge mit HPV-Impfung

Seit 2018 wird die Impfung gegen die häufigsten im Verdacht stehenden Gebärmutterhalskrebs auslösenden Papillomviren für Mädchen und Jungen empfohlen. Jungen soll diese Impfung vor Penis- und Analkarzinom schützen.

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) empfiehlt für Mädchen und Jungen zwischen neun und 14 Jahren eine zweimalige Impfung vor dem ersten sexuellen Kontakt. Versäumte Impfungen sollen spätestens bis zum Alter von 17 Jahren nachgeholt werden. Die HPV-Impfung ersetzt allerdings nicht die regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchung im Erwachsenenalter.

Das übernimmt die AOK

Das Screening zum Ausschluss von Gebärmutterhalskrebs ist Teil der gesetzlichen Krebsfrüherkennung: Zwischen dem 20. und 34. Lebensjahr können Frauen einmal jährlich einen PAP-Abstrich beim Frauenarzt durchführen lassen. Frauen ab dem Alter von 35 Jahren wird, statt der jährlichen Zelluntersuchung des Gebärmutterhalses, alle drei Jahre eine Kombinationsuntersuchung angeboten, bestehend aus einem HPV-Test und einem Zellabstrich. Die AOK übernimmt jeweils die Kosten dafür. Für Mädchen und Jungen zwischen neun und 14 Jahren zahlt die Gesundheitskasse darüber hinaus die Schutzimpfung gegen HPV.

Regelmäßige Einladung der AOK zum Screening

Bei der AOK versicherte Frauen im Alter von 20 bis 65 Jahren erhalten alle fünf Jahre ein persönliches Anschreiben, das sie umfassend über die Teilnahme am Screening-Programm zur Krebsvorsorge informiert. Darin wird unter anderem der Ablauf der nächsten Vorsorgeuntersuchung erläutern, über den Nutzen und die Risiken des Screenings informiert. Die Untersuchung zur Krebsfrüherkennung können die AOK-Versicherten aber auch in Anspruch nehmen, wenn sie kein Anschreiben erhalten haben und das 65. Lebensjahr bereits überschritten ist.

Weitere Infos

Zusätzliche Leistung der AOK Baden-Württemberg

Auch nach Vollendung des 18. Lebensjahres ist die HPV-Impfung für weibliche und männliche Versicherte nach individueller Prüfung von Nutzen und Risiko möglich.

Hotline für Ihre Gesundheit

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