Angebot anzeigen für:
Kontakt zu meiner AOK Bremen/Bremerhaven
Ort/Kasse korrigieren
Geschäftsstellen werden geladen ...
Seitenpfad

COPD in Bremerhaven am stärksten verbreitet

In Bremerhaven sind erheblich mehr Menschen von der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD betroffen als im bundesweiten Durchschnitt. 90 Prozent von ihnen sind Raucher.

Gesundheitsatlas COPD

Mit einer Krankheitshäufigkeit von 9,6 Prozent bei den über 40-jährigen Einwohnern liegt die Seestadt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 7,1 Prozent. Im Land Bremen waren 2019 insgesamt 25.700 Menschen an COPD erkrankt, das entspricht einen Anteil von 7,0 Prozent. In der Stadt Bremen liegt der Anteil dieser Patienten bei 6,4 Prozent, also leicht unter dem Bundesschnitt. Das zeigt der aktuelle „Gesundheitsatlas COPD“ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) für das Bundesland Bremen, den die AOK Bremen/Bremerhaven im Vorfeld des Weltnichtrauchertages am 31. Mai veröffentlicht hat.

Risikofaktor Rauchen

Gut 90 Prozent aller COPD-Patienten sind langjährige Raucher – der Zigarettenkonsum ist also der Hauptrisikofaktor für die Erkrankung, die die Atemwege einengt und in vielen Fällen eine Überblähung der Lunge verursacht. Dadurch verschlechtert sich die Lungenfunktion, der Gasaustausch bei der Atmung funktioniert weniger gut. Typischerweise leiden COPD-Patienten unter Atemnot, Husten und Auswurf. Diese Symptome nehmen im Krankheitsverlauf zu, da die Lungenschädigung nicht heilbar ist. Zu Beginn der Erkrankung verspüren die Patienten Atemnot nur bei erhöhter körperlicher Belastung, in späteren Stadien liegt die Luftnot dann dauerhaft auch schon im körperlichen Ruhezustand vor. Im Land Bremen gibt es die meisten Patienten zwischen 75 und 79 Jahren. Männer erkranken häufiger, weil der Raucheranteil in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bei Männern (27,1 Prozent) deutlich höher war als bei Frauen (19,1 Prozent).    

Insgesamt sind in Deutschland laut Gesundheitsatlas 3,4 Millionen Menschen an einer COPD erkrankt. Das entspricht einer Krankheitshäufigkeit von 7,1 Prozent unter allen Einwohnerinnen und Einwohnern ab einem Alter von 40 Jahren. Im Vergleich der Bundesländer ist der Anteil der COPD-Erkrankten in Baden-Württemberg mit 5,8 Prozent am niedrigsten, gefolgt von Sachsen (6,0 Prozent) und Bayern (6,2 Prozent). Den höchsten Anteil hat Berlin mit 8,6 Prozent, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (8,4 Prozent) und dem Saarland (8,1 Prozent).

Feinstaubbelastung

Neben dem Rauchen scheint auch die Feinstaubbelastung eine Rolle für die Häufigkeit der COPD zu spielen: In den Regionen mit der laut Umweltbundesamt niedrigsten Feinstaubbelastung beträgt die Häufigkeit der COPD lediglich 6,7 Prozent, in Kreisen und kreisfreien Städten mit der höchsten Belastung dagegen im Schnitt 7,7 Prozent. „Luftschadstoffe können zur Entstehung einer COPD beitragen oder die Symptomatik bei COPD-Erkrankten verschlimmern. Die kurzfristigen Auswirkungen von Feinstaub auf Verschlechterungen des Gesundheitszustandes und auf die Sterblichkeit bei COPD-Erkrankten sind gut durch Studien belegt“, sagt der stellvertretende WIdO-Geschäftsführer Helmut Schröder. Laut Gesundheitsatlas kommt die COPD in Großstädten häufiger vor als in Regionen mit geringer Siedlungsdichte.

Soziale Struktur

Zudem zeigt der Gesundheitsatlas einen Zusammenhang zwischen der COPD-Häufigkeit und der sozialen Struktur der Regionen: Menschen aus materiell und sozial benachteiligten Regionen sind mit einer Häufigkeit von 7,7 bis 7,9 Prozent mehr von COPD betroffen als Menschen aus vergleichsweise wohlhabenden Regionen mit einem hohen sozialen Status, in denen die Spanne bei 6,2 bis 6,6 Prozent liegt. Für den Gesundheitsatlas wurde ein Hochrechnungsverfahren verwendet, das vom Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIdO) in Zusammenarbeit mit der Universität Trier entwickelt wurde. Es erlaubt auf Basis der Abrechnungsdaten der AOK-Versicherten zuverlässige Aussagen zu Krankheitshäufigkeiten in der Gesamtbevölkerung Deutschlands bis auf die regionale Ebene.

Lebensqualität verbessern

Zur Behandlung der COPD gibt es keine Therapiemöglichkeiten, die Patienten heilen könnten. Allerdings lässt sich der Krankheitsverlauf verlangsamen, um die Leistungsfähigkeit der Betroffenen so lange wie möglich zu erhalten. Wichtig ist unter anderem, die körperliche Aktivität von COPD-Patienten zu fördern. COPD-Patienten, die noch rauchen, sollten komplett darauf verzichten, da die stetige Verschlechterung der Lungenfunktion dadurch verlangsamt werden kann. Schließlich können Medikamente die Symptomatik der COPD lindern. Eine enge Betreuung durch Ärzte im Rahmen von strukturierten Disease‐Management‐Programmen helfen dabei, selbständig mit der Krankheit umzugehen. Damit kann die Lebensqualität der Betroffenen erhalten und die körperliche Belastbarkeit verbessert werden – nicht zuletzt, um Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.

Weitere Infos

Der „Gesundheitsatlas Deutschland“ zur chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD steht zum kostenlosen Download unter www.gesundheitsatlas-deutschland.de  zur Verfügung. Auch die je Bundesland ermittelten Ergebnisse findet man dort unter „COPD in den Bundesländern“.

Behandlungsprogramm AOK-Curaplan COPD

Online-Kurs: Endlich Nichtraucher werden

Gesundheitskurse: Suchtmittelkonsum

AOK-Expertenforum Nichtrauchen

Das könnte Sie auch interessieren

Mit Pflegekursen helfen wir Ihnen, den Pflegealltag zu meistern.
Mehr erfahren
Beim Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion wird getestet. Wie der Test abläuft und was die AOK bezahlt.
Mehr erfahren
navirus SARS-CoV-2: Welche Symptome treten auf? Wie verläuft die Atemwegserkrankung COVID-19?
Mehr erfahren

Kontakt zu meiner AOK Bremen/BremerhavenOrt/Kasse ändern

Zur Kontaktseite

Newsletter

Der AOK-Newsletter schickt monatlich die neuesten Meldungen aus den Bereichen Medizin, Fitness, Ernährung, Karriere und Gesundheit in Ihr Postfach.

Um einen RSS-Feed zu abonnieren, benötigen Sie einen Browser, der RSS unterstützt. Die aktuellen Standardbrowser (z. B. Mozilla Firefox, Internet Explorer oder Chrome) unterstützen RSS-Feeds. Um die Feeds zu abonnieren, klicken Sie bitte auf den unten angegebenen Link. Benennen Sie den RSS-Link nach Ihren Wünschen und speichern Sie ab. Über eine neue Schaltfläche in Ihrem Browser können Sie dann die News erreichen.
Die RSS-Technologie ermöglicht Ihnen die tagesaktuellen News aus der Themenwelt der aok.de einfach und bequem zu abonnieren. Sie können sich unsere News-Themen in ihrem Browser oder einem RSS-Reader anzeigen lassen. Teilweise unterstützen auch Bildschirmschoner und E-Mail-Programme den RSS-Feed. Sie können daher die News sehr flexibel einsetzen.
Zur Kontaktseite