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Neurodermitis

Bei Neurodermitis können bestimmte Verhaltensweisen die Beschwerden schnell lindern. Dazu zählen: nicht rauchen, starkes Schwitzen verhindern, Stress vermeiden. Heizungsluft lässt die Haut stark austrocknen und verstärkt die Symptome.

Vor allem Allergiker betroffen

Neurodermitis ist zwar keine Allergie im eigentlichen Sinne, aber auch hier werden die Hautbeschwerden häufig durch Allergene verschlimmert. 40 Prozent der Betroffenen, so Schätzungen, neigen gleichzeitig zu Allergien.

Symptome

Besonders häufig leiden Betroffene unter Juckreiz und einer sehr trockenen Haut, die zur Schuppenbildung neigt. Auch Hautlinien und Furchen treten bei dieser Erkrankung vermehrt auf. Eine Unverträglichkeit von Wolle zählt ebenso wie eingerissene Lippen zu den Anzeichen einer Neurodermitis.

Auslöser

Neurodermitis entsteht durch eine Vielzahl von Einzelfaktoren. Auch persönliche wie erbliche und psychische Veranlagung sowie Umwelteinflüsse spielen eine Rolle. Allergene, die im einzelnen Fall einen akuten Schub bei Neurodermitis auslösen können, sind: Hausstaubmilben, Pollen, Schimmelpilzsporen, Tierhaare, Nahrungsmittelallergene.

Therapieformen

Verschiedene Therapien eignen sich zur Behandlung von Neurodermitis. Unter anderem erzielen entzündungshemmende und Juckreiz stillende Medikamente gute Behandlungserfolge. Ihr Arzt wählt entsprechend Ihrer Erkrankungssituation eine individuell passende Therapie aus.

Basishautpflege bei Neurodermitis

Die Hauptkomponente ist das Wasser, in das winzige Öl- oder Fetttröpfchen eingearbeitet werden. Es gibt flüssige Emulsionen (Lotionen, Milch), die leicht einziehen. Festere Emulsionen werden als Cremes bezeichnet.

Sie bestehen aus einer Ölkomponente, in der sich kleine Wassertröpfchen verteilen. Es gibt weiche und feste Cremes. Sie werden meist als fettig empfunden und finden bevorzugt bei trockener, schuppiger oder rissiger Haut Anwendung.

Dienen zur wasserfreien Hautpflege. Sie werden auf reiner Fettbasis hergestellt und bei sehr trockener Haut angewendet.

Neben den Ölen beinhalten sie einen Emulgator, damit sich das Öl gleichmäßig im Wasser verteilt. Nach der Anwendung muss die Haut gut abgespült werden, damit die Haut nicht durch den Emulgator gereizt wird.

Spreitende Ölbäder enthalten keinen Emulgator, sodass das Öl wie ein Film auf dem Wasser schwimmt. Das Bad wird nicht abgespült, um die stark rückfettende Wirkung zu behalten.

Tipps zum Umgang mit Neurodermitis

Durch häufiges Waschen quillt die Haut auf und der Säureschutzmantel der Haut wird zerstört.

Reinigen Sie die Haut möglichst nur mit Wasser oder aber mit einer milden rückfettenden Waschlotion.

Duschen Sie nie zu heiß (unter 32 °C) und nicht zu lange (fünf bis zehn Minuten).

Massagebürsten oder harte Schwämme vermeiden. Die Haut mit dem Handtuch abtupfen und nicht reiben.

Verwenden Sie Ölbäder. Die Haut anschließend eincremen.

Damit keine Verunreinigungen in die Cremedose kommen, können Sie die Creme mit einem Spatel oder Löffelstiel entnehmen.

Arbeiten Sie im Haushalt bevorzugt mit Schutzhandschuhen.

Das gechlorte Wasser von Schwimmbädern wird oft nicht vertragen. Lässt es sich nicht vermeiden, die Haut anschließend gut abspülen und eincremen.

Bestimmte Berufe, bei denen der Umgang mit hautreizenden Stoffen zum Alltag wird, sollten von Neurodermitikern gemieden werden.

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