#Achtsamkeit am 01.03.2021 aktualisiert am 29.03.2021

Gehmeditation: Den Frühling in Baden-Württemberg achtsam begrüßen

Ein Mann macht eine Gehmeditation beim Wandern in den Bergen zwischen Krokussen.

Beim Spazierengehen drehst du immer dieselbe Runde? Dann versuche deine Umgebung doch mal bei einer Gehmeditation neu zu erkunden. Gleichzeitig übst du dich darin, Körper und Geist bewertungsfrei zu beobachten. Wie diese Achtsamkeitsübung funktioniert und wo du dich in Baden-Württemberg am besten in Gehmeditation üben kannst, erfährst du hier.

Wenn die ersten Krokusse ihr Köpfchen gen Himmel strecken, die Vögel in den Baumkronen zwitschern und die ersten Sonnenstrahlen das Gesicht erwärmen – dann beginnt der Frühling in Baden-Württemberg. Eine Jahreszeit, die sicherlich viele von uns nach dem Winter und aufgrund des andauernden Corona-Lockdowns herbeigesehnt haben. Denn seit Monaten bleiben uns vor allem die Spaziergänge, die uns während der Corona-Pandemie bessere Stimmung bescheren und uns auf andere Gedanken bringen. Eine gute Möglichkeit, um beim Spazierengehen noch mehr zu entspannen, ist die Gehmeditation. Dabei nimmst du die erwachte Natur noch achtsamer wahr und erkundest während des Gehens dein eigenes Wohlbefinden. Wie Gehmeditation funktioniert, erfährst du hier.

Gehmeditation: Was steckt hinter dieser Achtsamkeitsübung?

Einen Fuß vor den nächsten setzen und dabei achtsam seinen Körper, Geist und die Umwelt wahrnehmen: Das ist im Grunde genommen die Kurzbeschreibung für die Gehmeditation, eine Achtsamkeitsübung, die ihren Ursprung im Zen-Buddhismus hat. Es geht darum, auch in Bewegung eine achtsame Haltung einzunehmen, also vollkommen im gegenwärtigen Moment präsent zu sein, nicht zu bewerten, sondern einfach nur zu beobachten. Denn allzu oft sind wir in Gedanken schon bei der nächsten Handlung, ohne uns auf die Gegenwart einlassen zu können. Doch meditative Auszeiten sind wichtig, um Stress abzubauen und innerlich etwas mehr zur Ruhe zu kommen. Zudem können Achtsamkeitsübungen uns lehren, den Moment besser zu genießen – nicht nur während der eigentlichen Übung, sondern auch im Alltag.

Entspannt von Kopf bis Fuß mit der AOK Baden-Württemberg

Die AOK Baden-Württemberg bietet dir eine Vielzahl von Kursen, Programmen und Online-Angeboten, um deine Achtsamkeit im Alltag besser zu schulen und entspannter zu werden. Hier ein Überblick:

 

  • Gesundheitskurse der AOK Baden-Württemberg: Neben Bewegungs- und Ernährungskursen gibt es AOK-Kurse zur Stressbewältigung, die in deiner Nähe stattfinden. Du lernst beim Yoga oder bei Entspannungstechniken, wie du besser vom Alltag abschalten und Stress frühzeitig erkennen kannst. Kostenlos für alle AOK-Versicherten. Weitere Informationen und Anmeldung
  • Podcast „Achtsamkeit mit Lebe Balance“: Wie geht achtsames Wahrnehmen im Alltag? Im Podcast der AOK Baden-Württemberg lernst du in kleinen Übungen, achtsamer zu sehen, zu hören, zu fühlen und deine Gedanken zu beobachten. Tipp: In Folge 3 gibt es eine Übung zur Gehmeditation!
  • AOK-Programm „Stress im Griff“: Woche für Woche zu mehr Gelassenheit – das lernst du in diesem für AOK-Versicherte kostenlosen Stressbewältigungsseminar. Im vierwöchigen Programm erfährst du, was Stress überhaupt ist, woher er bei dir kommt und wie du deinen persönlichen Stress besser abbauen kannst. Weitere Informationen und Anmeldung

 

Weitere digitale AOK-Angebote, die dir während des Lockdowns mental und körperlich helfen können, haben wir für dich unter dem Motto „Unsere Experten bei dir zu Hause“ in der GESUNDNAH-Community zusammengefasst. Dort erhältst du wertvolle Informationen und Tipps rund um psychische Gesundheit, Ernährung und Bewegung.

 

Hier geht’s zur Aktion „Unsere Experten bei dir zu Hause“

Gehmeditation ist gesund für Körper und Psyche

Wer achtsam geht, tut seiner Gesundheit auf vielfältige Weise etwas Gutes. Mittlerweile gibt es einige wissenschaftliche Studien, die den gesundheitlichen Effekt einer Gehmeditation untersucht haben. So kann Gehmeditation

 

  • Ängste verringern,
  • Menschen mit Depression unterstützen,
  • Muskelkraft, Flexibilität, Beweglichkeit und Gleichgewicht verbessern und
  • bei Menschen mit Diabetes Typ 2 den Blutzuckerspiegel, den Langzeitblutzucker-Wert (HbA1c-Wert), die Gefäßprobleme und den Cortisolspiegel reduzieren.

 

Zudem kann Gehmeditation, wie auch alle anderen Meditationsformen, negative Gefühle deutlich verringern und so zu mehr Gelassenheit führen. Wenn wir beispielsweise Trauer, Angst, Stress oder Wut spüren, wissen wir manchmal gar nicht genau, wie es dazu gekommen ist. Durch Meditation lernen wir die Ursachen und Gedanken kennen, die dazu geführt haben. So gelingt es Meditierenden mit der Zeit, eingefahrene emotionale oder gedankliche Muster zu durchbrechen und neue Wege zu finden, mit schwierigen Situationen besser umzugehen.

So funktioniert Gehmeditation

Die Gehmeditation eignet sich sowohl für drinnen als auch bei einem Spaziergang in der Natur. Für Anfänger empfehlen sich erst einmal fünf Minuten, in denen du deine Körperempfindungen, Gefühle, Gedanken und deinen Atem beobachtest. Wenn du draußen bist, kannst du deine Aufmerksamkeit auch auf die umliegende Umgebung richten – so, als würdest du alles zum ersten Mal sehen, riechen und hören: die duftenden Blumen am Wegesrand, Geräusche aus dem Wald oder die vorbeiziehenden Wolken. Wenn du möchtest, kannst du barfuß gehen – das bietet sich vor allem zu Hause oder auf Barfuß-Pfaden an.

 

Bleibe während der Übung mit deiner gesamten Aufmerksamkeit beim Gehen:

  • Wie verlagert sich dein Gewicht bei jedem Schritt?
  • Spürst du die Belastung und Entlastung in deinen Füßen?
  • Wie fühlen sich deine Fußsohlen an?
  • Wenn Gedanken und Gefühle auftauchen, nehme sie so wahr, wie sie sind. Lenke anschließend deine Aufmerksamkeit langsam wieder auf das Gehen.
  • Was siehst du vor dir? Wie sehen die Baumkronen aus? Wie bewegen sich die Wolken?
  • Was hörst du um dich herum? Naturgeräusche? Andere Menschen? Den Verkehr?
  • Nimmst du Gerüche wahr? Duftende Blumen? Frisch gemähten Rasen?

 

Wenn du anfänglich vielleicht im schnellen Tempo gegangen bist, wirst du während der Meditation merken, wie du automatisch langsamer gehst. Denn im „Schneckentempo“ kannst du noch mehr in dich hineinspüren und die Empfindungen und Eindrücke achtsam wahrnehmen.

Baden-Württemberg neu entdecken: Entspannte Orte für eine Gehmeditation

Ob zu Hause, direkt vor deiner Haustür, in der belebten Stadt oder in unberührter Natur – überall kannst du dich in Gehmeditation üben. Am entspanntesten ist es natürlich, wenn du dich dafür an einen ruhigen Ort begibst, zum Beispiel in einen Wald, auf einen Wanderweg oder eine Wiese. Im Ländle gibt es viele Orte und Landschaften, in denen du zu mehr Ruhe finden kannst:

 

Wobei kannst du wunderbar entspannen?

Ob beim Meditieren, Wandern oder einfach beim Kochen oder Lesen: Schreibe uns gerne in die Kommentare, an welchen Orten oder bei welchen Tätigkeiten du am besten zur Ruhe kommen kannst. Wir sind gespannt!

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veröffentlicht am 01.03.2021 aktualisiert am 29.03.2021
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